23. September 2022, 09:58
Kürzlich wurden in Patriching, Passau die ersten Prototypen des neuen eTRAC eCD160 Antriebssystems für elektrische Radlader gefertigt. Damit können die Projektteams aus Passau und Friedrichshafen nun einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur emissionsfreien Baustelle verzeichnen.
Während das eTRAC eCD20-40 für Kompaktfahrzeuge bereits in Serie produziert wird und für die nächstgrößere eCD 50-90 Reihe erste Pilotprojekte laufen, ergänzt das neu entwickelte System die bestehende Reihe um Lösungen für elektrisch betriebene Baumaschinen bis 20 t.
Alle Komponenten sind dabei sorgfältig auf ein umfassendes System abgestimmt, bestehend aus einem elektromechanischen Lastschaltgetriebe und je einem E-Motor für Traktion und ePTO. Ein Steuergerät für die Gesamtsystemleistung und das Energiemanagement des Antriebsstrangs rundet das System ab. Mit einer Betriebsspannung von 650 V kann das eTRAC System auf bis zu 120 kW Dauerleistung skaliert werden; der dazugehörige ePTO reicht von 30 bis 70 kW Dauerleistung.
Basierend auf der etablierten ERGOPOWER Lastschalttechnologie, soll das eTRAC System die konventionelle Antriebstechnologie jedoch keinesfalls ablösen. Vielmehr erlaubt es genau dieser modulare Aufbau, eine Vielzahl an Antriebskonzepten abzudecken und somit künftig noch flexibler auf Kundenanforderungen zu reagieren.
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So lässt sich die neu entwickelte Lösung sowohl in batterieelektrische Fahrzeuge als auch in Fahrzeugen mit Brennstoffzelle integrieren. Gleichzeitig werden konventionelle Antriebe mit Lastschaltung und Leistungsverzweigung weiterhin das Rückgrat des Fahrzeugantriebs bleiben; selbst für alternative Kraftstoffe wie z.B. Wasserstoff, E-Fuels oder Biodiesel.
Unabhängig von der Energiequelle kann ZF somit bereits heute die passende Antriebstechnik bereitstellen und ist dadurch optimal für die Zukunft gerüstet. Nach erfolgreicher Prototypenphase soll im Jahr 2025 die Serienproduktion aufgenommen werden.
Quelle: ZF Friedrichshafen AG