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Inflation sinkt im Dezember 2014 auf +1,0%

 Die Inflationsrate für Dezember 2014 betrug nach Berechnungen von Statistik Austria +1,0% (November +1,7%). Das ist der niedrigste Wert seit Februar 2010, als die Inflationsrate ebenfalls bei 1,0% gelegen war. Als hauptverantwortlich für diesen starken Rückgang erwiesen sich Treibstoff- und Heizölpreise, die im Jahresvergleich weitaus stärker fielen als im November. Hauptpreistreiber war die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels".

Der Indexstand des Verbraucherpreisindex 2010 (VPI 2010) für den Monat Dezember 2014 lag bei 110,3. Gegenüber dem Vormonat (November 2014) blieb das durchschnittliche Preisniveau unverändert.

Ohne Preisrutsch bei Treibstoffen und Heizöl hätte die Inflation 1,6% betragen

Als Hauptpreistreiber im Jahresabstand erwies sich die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" (durchschnittlich +2,7%; Einfluss: +0,23 Prozentpunkte). Nahezu allein verantwortlich dafür waren teurere Bewirtungsdienstleistungen (+3,0%). Beherbergungsdienstleistungen kosteten insgesamt um 1,6% mehr.

Zu den durchschnittlichen Preisanstiegen von 2,0% in der Ausgabengruppe "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" (Einfluss: +0,20 Prozentpunkte) trugen überwiegend teurere Versicherungs dienstleistungen bei (insgesamt +2,2%). Die Ausgaben für Körperpflege stiegen um 1,8%.Die moderate Preisentwicklung (durchschnittlich +1,0%) in der Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" (Einfluss: +0,19 Prozentpunkte) beruht darauf, dass höhere Mieten (insgesamt +5,1%) zum größten Teil durch Verbilligungen für Haushaltsenergie (insgesamt -2,9%) kompensiert wurden. Ausschlaggebend für diesen Energiepreisrückgang waren Heizölpreise, die im Jahresvergleich (-19,8%) viel stärker als im November (-9,7%) fielen. Gegenüber dem Vorjahr verbilligte sich Strom um 0,9%. Die Preise für Gas stiegen um 0,6%, für feste Brennstoffe um 3,8% sowie für Fernwärme um 5,7%.

Die Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" wies ebenfalls eine mäßige Preisdynamik (durchschnittlich +1,0%; Einfluss: +0,11 Prozentpunkte) auf: im Jahresvergleich war der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln mit 0,7% im Dezember wesentlich geringer als noch im November (+1,5%). Brot und Getreideerzeugnisse verteuerten sich um 2,2%, Milch, Käse und Eier um insgesamt 1,6%, Fleisch um 0,7%, die Preise für Obst verringerten sich um 0,5%, jene für Gemüse um 3,2%. Alkoholfreie Getränke verteuerten sich durchschnittlich um 3,1% (Bohnenkaffee +9,3%).

Eine markant negative Preisdynamik im Jahresabstand zeigte die Ausgabengruppe "Verkehr" (durchschnittlich -1,6%; Einfluss: -0,22 Prozentpunkte), in der die Treibstoffe mit -11,2% (Einfluss: -0,45 Prozentpunkte) als Hauptpreisdämpfer herausragten (November -4,1%). Die seit März wirksame Erhöhung der motorbezogenen Versicherungssteuer (+12,9%) sowie Reparaturen privater Verkehrsmittel (+3,2%) konnten dies nur zum geringen Teil kompensieren.

Neben den Treibstoffen erwies sich Heizöl (-19,8%; Einfluss: -0,17 Prozentpunkte) als bedeutender Preisdämpfer. Für die durchschnittlichen Preisrückgänge von 1,8% in der Ausgabengruppe "Bekleidung und Schuhe" (Einfluss: -0,11 Prozentpunkte) waren fast ausschließlich billigere Bekleidungsartikel (-2,5%) verantwortlich.

Monatsvergleich: unverändert gegenüber November 2014

Als Hauptpreisdämpfer im Monatsabstand erwies sich die Ausgabengruppe "Verkehr" (durchschnittlich -1,3%; Einfluss: -0,19 Prozentpunkte). Ausschlaggebend waren die Treibstoffpreise, die gegenüber November um 6,5% zurückgingen.

Hauptpreistreiber im Monatsabstand war die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" (durchschnittlich +1,9%; Einfluss: +0,16 Prozentpunkte), in der saisonbedingte Verteuerungen bei Beherbergungsdienstleistungen (insgesamt +11,6%) durchschlugen.

Teuerung laut harmonisiertem Verbraucherpreisindex im Dezember 2014: +0,8%

Der Indexstand des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI 2005) lag im Dezember 2014 bei 121,36 (November 121,31). Die harmonisierte Inflationsrate betrug +0,8% (November +1,5%). Die Differenz zum VPI von -0,2 Prozentpunkten beruht auf Gewichtungsunterschieden zwischen VPI und HVPI (siehe methodische Informationen). Die starken Preisrückgänge bei Treibstoffen (höhere Gewichtsanteile im HVPI als im VPI) dämpften den HVPI deutlich gegenüber dem VPI. Teuerungen bei der motorbezogenen Versicherungssteuer (keine Gewichtungsanteile im HVPI), bei Versicherungsdienstleistungen, bei der Instandhaltung von Wohnungen, sowie bei Pauschalreisen (jeweils geringere Gewichtungsanteile im HVPI als im VPI) dämpften zusätzlich den HVPI gegenüber dem VPI. Preisanstiege in der Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" (höhere Gewichtsanteile im HVPI als im VPI) erhöhten hingegen den HVPI gegenüber dem VPI.

Teuerung für Pensionistenhaushalte im Dezember 2014 bei +1,2%

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Die durchschnittliche Teuerungsrate des Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH 2010) betrug im Dezember 2014 +1,2% (November +1,7%). Der Indexstand des PIPH lag bei 110,8. Für den Unterschied zum VPI von +0,2 Prozentpunkten waren vor allem Preisanstiege in der Ausgabengruppe "Gesundheitspflege" (höhere Gewichtsanteile im PIPH) verantwortlich. Außerdem verminderten der Preisrutsch bei Treibstoffen (geringere Gewichtsanteile im PIPH) den PIPH deutlich weniger stark als den VPI. Im Kontrast dazu dämpften die starken Verbilligungen bei Heizöl (höhere Gewichtsanteile im PIPH) den PIPH deutlich gegenüber dem VPI.

Inflation für täglichen Einkauf niedriger als jene des VPI, wöchentlicher Einkauf war deflationär

Das Preisniveau des Mikrowarenkorbes, der vor allem Nahrungsmittel enthält und den täglichen Einkauf widerspiegelt, erhöhte sich im Jahresabstand um 0,8% (November 1,3%). Das Preisniveau des Miniwarenkorbes, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, veränderte sich im Jahresabstand um -1,2% (November +0,6%).

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