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Produzierender Bereich mit Umsatzplus im Jänner 2017

Ende Jänner 2017 waren in den 65.488 Ein- und Mehrbetriebsunternehmen (+3,2% im Vorjahresvergleich) des gesamten Produzierenden Bereichs (Sachgüterbereich und Bau) 873.190 unselbständig Beschäftigte (+1,4%) tätig, die im Jänner 2017 Umsatzerlöse in der Höhe von 19,7 Mrd. Euro (+14,4%) realisieren konnten. Unter Berücksichtigung einer arbeitstägigen Bereinigung ergab sich im Vergleich zur Vorjahresperiode für den Umsatzindex im Produzierenden Bereich ein Plus von 5,8%. Im Bau wurden von 35.004 Unternehmen (+4,3%) rund 2,2 Mrd. Euro (+11,3%) umgesetzt, wie aktuelle Daten von Statistik Austria zeigen.

Unternehmen: Deutliches Umsatzplus nach schwachem Vorjahresmonat

65.488 Unternehmen (+3,2% gegenüber Jänner2016) mit insgesamt 873.190 unselbständig Beschäftigten (+1,4%) konnten Ende Jänner 2017 im gesamten Produzierenden Bereich (Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008) gezählt werden. Von diesen Unternehmen wurde im Jänner 2017 insgesamt eine Brutto-Verdienstsumme (inkl. Brutto-Sonderzahlungen und Brutto-Abfertigungen) von 2,7 Mrd. Euro aufgewendet, das sind um 2,7% mehr als im Vergleichszeitraum 2016. Gleichzeitig erreichten die Umsatzerlöse 19,7 Mrd. Euro und lagen damit um 14,4% über dem sehr schwachen Niveau vom Jänner 2016. Hier muss allerdings auch angemerkt werden, dass der Jänner 2017 zwei Arbeitstage mehr hatte als der Jänner 2016. Unter Berücksichtigung einer arbeitstägigen Bereinigung ergab sich im Vergleich zur Vorjahresperiode für den Umsatzindex im Produzierenden Bereich ein Plus von 5,8%. Somit setzte ein Unternehmen des Produzierenden Bereichs in der aktuellen Berichtsperiode mit durchschnittlich 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund 300.000 Euro um. Die Exportintensität, definiert als das Verhältnis des Auslandsumsatzes zum Gesamtumsatz, lag im gesamten Produzierenden Bereich bei durchschnittlich 51,3%. (siehe Tabelle 1)

Der Schwerpunkt der Aktivitäten im Produzierenden Bereich lag im Bereich "Herstellung von Waren" (inklusive Bergbau), in dem Ende Jänner 2017 mit 25.918 rund zwei Fünftel (39,6%) aller Unternehmen und etwas mehr als zwei Drittel (611.065 bzw. 70,0%) aller unselbständig Beschäftigten des Produzierenden Bereichs tätig waren. Diese erzielten im Jänner2017 mit 13,3 Mrd. Euro auch 67,7% der gesamten Umsatzerlöse. Die 35.004 Unternehmen im Bau (Abschnitt F der ÖNACE 2008) entsprachen einem Anteil von 53,5% und erwirtschafteten mit 217.126 bzw. 24,9% der unselbständig Beschäftigten einen Umsatz in der Höhe von 2,2 Mrd. Euro (anteilig 11,0%).

Betriebe: Kräftiges Plus bei Arbeitsvolumen und Produktion

Produzierender Bereich insgesamt: Beschäftigung +1,4%, Arbeitsvolumen +5,2%, Produktion +15,5%

Die 66.068 Betriebe (+3,2% gegenüber Jänner 2016) des Produzierenden Bereichs (Sachgüterbereich und Bau) hatten Ende Jänner 2017 insgesamt 871.975 unselbständig Beschäftigte (+1,4%). Den in der Berichtsperiode Jänner 2017 ausgewiesenen Brutto-Verdiensten (inklusive Brutto-Sonderzahlungen und Brutto-Abfertigungen) in der Höhe von etwa 2,7Mrd.Euro (+2,6%) stand ein geleistetes Arbeitsvolumen der unselbständig Beschäftigten von rund 108,7Mio. Arbeitsstunden (+5,2%) gegenüber. Die im gesamten Produzierenden Bereich auf dem Markt abgesetzten Güter und Leistungen repräsentierten einen Wert von 19,6 Mrd. Euro und lagen damit – absolut gesehen – weit über dem schwachen Vorjahresniveau (+15,5%; siehe Tabelle2), der arbeitstägig bereinigte Produktionsindex für den Produzierenden Bereich hingegen stagnierte (±0,0%).

Oberösterreich erwirtschaftete dabei mit einem Anteil von 17,8% der Betriebe 24,0% der gesamten abgesetzten Produktion Österreichs, gefolgt von Wien (13,4% der Betriebe bzw. 20,9% der abgesetzten Produktion), Niederösterreich (18,4% bzw. 15,7%) und der Steiermark (14,6% bzw. 13,7%). Dabei waren in Oberösterreich ein Viertel, in Niederösterreich und der Steiermark je rund ein Sechstel und in Wien rund ein Achtel aller unselbständig Beschäftigten tätig. (siehe Tabelle 3)

Zweistelliges Produktionsplus im Sachgüterbereich

Gegenüber der Vorjahresperiode stieg die Produktion im gesamten Sachgüterbereich (Abschnitte B bis E der ÖNACE 2008) um 16,1% auf 17,4 Mrd. Euro. Dieses satte Plus basierte im Wesentlichen auf der positiven Entwicklung einer Vielzahl von Branchen im Sachgüterbereich, wobei sich die Abteilungen "Energieversorgung" (+35,6%, absolut 3,9 Mrd. Euro), "Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen" (+35,1%, 530,2 Mio. Euro), "Maschinenbau" (+21,0%, 1,6 Mrd. Euro) sowie "Metallerzeugung und -bearbeitung" (+18,9%, 1,3 Mrd. Euro) als besonders prosperierend erwiesen. (siehe Tabelle 4).

Bau mit Produktionsplus

Im Jänner 2017 erwirtschafteten die 35.105 Betriebe (+4,3%) der österreichischen Bauunternehmen mit zwei zusätzlichen Arbeitstagen im Vergleich zum Vorjahresmonat einen abgesetzten Produktionswert von 2,2 Mrd. Euro. Das entspricht einem Plus von 11,1% im Vergleich zur sehr mäßigen Vorjahresperiode (siehe Tabelle 5). Betrachtet man allerdings den arbeitstätig bereinigten Produktionsindex, ergibt sich ein Minus von 3,3% gegenüber Jänner 2016.

Dabei gingen vor allem von der Hochbausparte "Erschließung von Grundstücken; Bauträger" (+41,0%) sowie den Tiefbausparten "Brücken- und Hochstraßenbau" (+220,6% – wobei hier berücksichtigt werden muss, dass die absolute Veränderung eine nur sehr untergeordnete Rolle im Aggregat einnimmt), "Kabelnetzleitungstiefbau" (+81,7%) und "Bau von Bahnverkehrsstrecken" (+64,6%) positive Impulse aus. Rückgänge hingegen wiesen lediglich die Bausparten "Wasserbau" (-55,2%), "Sonstiger Tiefbau anderweitig nicht genannt" (-41,1%) und "Sonstige spezialisierte Bautätigkeiten" (-1,7%) auf. (siehe Tabelle 5)

Die abgesetzte Produktion der Bautätigkeit für den öffentlichen Sektor lag im Jänner 2017 mit 313,9 Mrd. Euro um 3,2% über jener der Vorjahresperiode. Die (absolut gesehen) höchsten öffentlichen Investitionen gab es dabei in den Teilsparten "Bau von Straßen" (75,1 Mio. Euro), "Tunnelbau" (49,1 Mio. Euro), "Sonstiger Hochbau" (43,9 Mio. Euro) sowie "Wohnungs- und Siedlungsbau" (37,2 Mio. Euro).

Den höchsten Zuwachs im öffentlichen Bereich verzeichnete in der Berichtsperiode Jänner 2017 die Bausparte "Kabelnetzleitungstiefbau" (+253,2%). Es folgten die Bausparten "Sonstiger Ausbau" (+85,1%), "Bau von Bahnverkehrsstrecken" (+40,2%) und "Tunnelbau" (+39,9%). Starke Rückgänge beim öffentlichen Produktionsvolumen wurden hingegen in den Teilsparten "Wasserbau" (-61,3%), "Sonstiger Tiefbau anderweitig nicht genannt" (-58,7%) und "Bauinstallation" (-47,9%) verbucht.

Regional betrachtet wiesen das Burgenland (+28,9%), Wien (+18,6%), Vorarlberg (+18,3%), Tirol (+15,8%) und die Steiermark (+13,5%) zweistellige Produktionssteigerungen im Vergleich zur Vorjahresperiode auf, wobei im Vergleich zur Vorjahresperiode in keinem Bundesland Produktionseinbußen zu beobachten waren. (siehe Tabelle 6)

Ende Jänner 2017 hatten die österreichischen Baubetriebe (ohne Baunebengewerbe) Auftragsbestände im Ausmaß von insgesamt 10,7 Mrd. Euro (+3,5%). Auf Bundesländerebene gab es dabei in Niederösterreich (+34,7%), Salzburg (+16,1%) und Tirol (+14,6%) die höchsten Zuwächse. Die deutlichsten Rückgange hingegen waren im Burgenland (-45,0%) und in Vorarlberg (-19,3%) zu beobachten.

Tabelle 1: Ergebnisse der Unternehmen

Tabelle 2: Ergebnisse der Betriebe

Tabelle 3: Ergebnisse der Betriebe – regionale Verteilung

Tabelle 4: Ausgewählte Branchen des Sachgüterbereichs – Wert der abgesetzten Produktion

Tabelle 5: Bau – Wert der abgesetzten Produktion

Quelle: © STATISTICS AUSTRIA

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