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Produzierender Bereich mit Umsatzplus im Jänner und Februar 2017

Ende Februar 2017 waren in den 65.470 Ein- und Mehrbetriebsunternehmen (+3,2% im Vorjahresvergleich) des gesamten Produzierenden Bereichs (Sachgüterbereich und Bau) 886.487 unselbständig Beschäftigte (+1,6%) tätig, die in der Berichtsperiode Jänner und Februar 2017 Umsatzerlöse in der Höhe von 40,7 Mrd. Euro realisieren konnten, somit ein Plus von 11,9%. Unter Berücksichtigung einer arbeitstägigen Bereinigung ergab sich im Vergleich zur Vorjahresperiode für den gesamten Produzierenden Bereich ein Umsatzplus von 10,0%. Im Bau wurden von 34.995 Unternehmen (+4,4%) rund 4,7 Mrd. Euro (+6,5% bzw. +6,1% bei arbeitstägiger Bereinigung) umgesetzt, wie aktuelle Daten von Statistik Austria zeigen.

Unternehmen: Plus bei Beschäftigung und Umsatz

65.470 Unternehmen (+3,2% gegenüber Februar 2016) mit insgesamt 886.487 unselbständig Beschäftigten (+1,6%) konnten Ende Februar 2017 im gesamten Produzierenden Bereich (Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008) gezählt werden. Von diesen Unternehmen wurde in der Berichtsperiode Jänner und Februar 2017 insgesamt eine Brutto-Verdienstsumme (inkl. Brutto-Sonderzahlungen und Brutto-Abfertigungen) von 5,3 Mrd. Euro aufgewendet, das sind um 2,3% mehr als im Vergleichszeitraum 2017. Gleichzeitig erreichten die Umsatzerlöse 40,7 Mrd. Euro und lagen damit um 11,9% über dem Niveau des Vorjahres. Die Berichtsperiode Jänner und Februar 2017 wies allerdings einen Arbeitstag mehr auf als der vergleichbare Vorjahreszeitraum. Arbeitstägig bereinigt ergab sich im Vergleich zur Vorjahresperiode für den gesamten Produzierenden Bereich ein Plus von 10,0%. Somit setzte ein Unternehmen des Produzierenden Bereichs in der aktuellen Berichtsperiode mit durchschnittlich 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern etwas mehr als 600.000 Euro um.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten im Produzierenden Bereich lag im Bereich "Herstellung von Waren" (inklusive Bergbau), in dem Ende Februar 2017 mit 25.908 rund zwei Fünftel (39,6%) aller Unternehmen und etwas mehr als zwei Drittel (612.813 bzw. 69,1%) aller unselbständig Beschäftigten des Produzierenden Bereichs tätig waren. Diese erzielten in der Berichtsperiode Jänner und Februar 2017 mit 27,4 Mrd. Euro auch 67,3% der gesamten Umsatzerlöse. Die 34.995 Unternehmen im Bau (Abschnitt F der ÖNACE 2008) entsprachen einem Anteil von 53,5% und erwirtschafteten mit 228.549 bzw. 25,8% der unselbständig Beschäftigten einen Umsatz in Höhe von 4,7 Mrd. Euro (anteilig 11,5%).

Betriebe: Plus bei Beschäftigung, Arbeitsvolumen und Produktion

Produzierender Bereich insgesamt: Beschäftigung +1,6%, Arbeitsvolumen +1,8%, Produktion +12,7%

Die 66.052 Betriebe (+3,2% gegenüber Februar 2016) des Produzierenden Bereichs (Sachgüterbereich und Bau) hatten Ende Februar 2017 insgesamt 885.252 unselbständig Beschäftigte (+1,6%). Den in der Berichtsperiode Jänner und Februar 2017 ausgewiesenen Brutto- Verdiensten (inklusive Brutto-Sonderzahlungen und Brutto-Abfertigungen) in Höhe von etwa 5,3 Mrd. Euro (+2,2%) stand ein geleistetes Arbeitsvolumen der unselbständig Beschäftigten von rund 224,0 Mio. Arbeitsstunden (+1,8%) gegenüber. Die im gesamten Produzierenden Bereich auf dem Markt abgesetzten Güter und Leistungen repräsentierten einen Wert von 40,4 Mrd. Euro und lagen damit – absolut gesehen – weit über dem Vorjahresniveau (+12,7%). Auch arbeitstägig bereinigt stieg der Produktionswert um beachtliche 10,9%. Oberösterreich erwirtschaftete dabei mit einem Anteil von 17,8% der Betriebe 23,8% der gesamten abgesetzten Produktion Österreichs, gefolgt von Wien (13,4% der Betriebe bzw. 21,5% der abgesetzten Produktion), Niederösterreich (18,4% bzw. 15,5%) und der Steiermark (14,6% bzw. 13,7%). Dabei waren in Oberösterreich ein Viertel, in Niederösterreich und der Steiermark je rund ein Sechstel und in Wien rund ein Achtel aller unselbständig Beschäftigten tätig.

Zweistelliges Produktionsplus im Sachgüterbereich

Gegenüber der Vorjahresperiode stieg die Produktion im gesamten Sachgüterbereich (Abschnitte B bis E der ÖNACE 2008) nominell um 13,6% auf 35,7 Mrd. Euro. Dieses satte Plus basierte im Wesentlichen auf der positiven Entwicklung einer Vielzahl von Branchen im Sachgüterbereich, wobei sich die Abteilungen "Energieversorgung" (+43,9%, absolut 7,8 Mrd. Euro), "Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen" (+29,1%, 1,1 Mrd. Euro), "Metallerzeugung und -bearbeitung" (+15,4%, 2,7 Mrd. Euro) sowie "Maschinenbau" (+13,4%, 3,4 Mrd. Euro) als besonders prosperierend erwiesen. Einen Rückgang gab es lediglich bei der "Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen" (-4,3% bzw. 2,2 Mrd. Euro).

Bau mit Produktionsplus

In der Berichtsperiode Jänner und Februar 2017 erwirtschafteten die 35.096 Betriebe (+4,3%) der österreichischen Bauunternehmen im Vergleich zur Vorjahresperiode einen abgesetzten Produktionswert von 4,7 Mrd. Euro. Das entspricht einem nominellen Plus von 6,4% im Vergleich zur Vorjahresperiode. Betrachtet man den arbeitstätig bereinigten Produktionswert, ergibt sich ein Plus von 6,3% gegenüber Jänner und Februar 2016 (siehe Tabelle 2). Dabei gingen vor allem von der Hochbausparte "Erschließung von Grundstücken; Bauträger" (+24,0%) sowie den Tiefbausparten "Brücken- und Hochstraßenbau" (+127,2% – wobei hier berücksichtigt werden muss, dass die absolute Veränderung eine nur sehr untergeordnete Rolle im Aggregat einnimmt), "Kabelnetzleitungstiefbau" (+89,7%) und "Bau von Bahnverkehrsstrecken" (+28,4%) positive Impulse aus. Rückgänge wiesen lediglich die Bausparten "Wasserbau" (-26,2%), "Sonstiger Tiefbau anderweitig nicht genannt" (-15,2%), "Sonstiger Hochbau" (-7,4%) und "Sonstige spezialisierte Bautätigkeiten" (-3,2%) auf .

Die abgesetzte Produktion der Bautätigkeit für den öffentlichen Sektor lag in der Berichtsperiode Jänner und Februar 2017 mit 664,2 Mrd. Euro um 3,6% über jener der Vorjahresperiode. Die (absolut gesehen) höchsten öffentlichen Investitionen gab es dabei in den Teilsparten "Bau von Straßen" (141,3 Mio. Euro), "Sonstiger Hochbau" (101,7 Mio. Euro), "Tunnelbau" (98,0 Mio. Euro) sowie "Wohnungs- und Siedlungsbau" (93,4 Mio. Euro).

Von den wirtschaftlich bedeutsamsten Bausparten verzeichnete der Tunnelbau in der Berichtsperiode Jänner und Februar 2017 mit +45,5% die höchsten Zuwächse im öffentlichen Bereich. Rückgänge beim öffentlichen Produktionsvolumen gab es hingegen in der Teilsparte "Sonstiger Hochbau" (-30,8%).

Regional betrachtet wiesen das Burgenland (+18,8%), Vorarlberg (+11,9%), Wien (+10,7%), die Steiermark (+9,9%) und Tirol (+9,4%) die höchsten Produktionssteigerungen im Vergleich zur Vorjahresperiode auf. Produktionseinbußen gab es lediglich in Salzburg (-1,7%; siehe Tabelle 6). Ende Februar 2017 hatten die österreichischen Baubetriebe (ohne Baunebengewerbe) Auftragsbestände im Ausmaß von insgesamt 11,1 Mrd. Euro (+4,2%). Auf Bundesländerebene gab es dabei in Niederösterreich (+31,4%) und Salzburg (+18,4%) die höchsten Zuwächse. Die deutlichsten Rückgange hingegen waren im Burgenland (-40,4%), in der Steiermark (-15,9%) und in Vorarlberg (-15,5%) zu beobachten.

Tabelle 5: Bau – Wert der abgesetzten Produktion

Quelle: Bundesanstalt Statistik Österreich

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