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Garten- und Landschaftsbauer erweiterte das Leistungsspektrum des väterlichen Unternehmens mit Maschinen von HYDREMA

Als Joachim Bösch sen. das Landwirtschaftliche Lohnunternehmen 1935 gründete, konnte er noch nicht wissen, welche Auswirkungen das mal haben sollte. Die Begeisterung für solide Technik aber übertrug sich aus verständlichen Gründen, denn hierzu hatte schon der Senior eine besondere Ader. Das erste Fahrzeug, ein HANOMAG Schlepper, überführte er nämlich höchst selbst per Ach-se auf der 230 km langen Strecke von Hannover nach Revenahe, dem Gründungsort des Unter-nehmens. Man muss dabei berücksichtigen, dass der Schlepper keine Kabine hatte und die Strecke mit nur 20 km/h durchschnittlich hinter sich bringen konnte.

Der Sohn, Joachim Bösch jun., die zweite Genera-tion, spezialisierte das Unternehmen bereits auf den Bereich Erdarbeiten und verlagerte das Unter-nehmen nach Wiegersen. Der Tradition folgend ist man im Bereich der großen Radlader der Marke HANOMAG treu geblieben, hat sich aber bei größ-eren Baggern sehr schnell für die Marke HYDREMA entschieden. Im Jahr 2002 übernahm nun in der dritten Generation, der ebenso technisch versier-te, wie fachlich gut ausgebildete Thomas Bösch die Aufgabe, das Spektrum des Unternehmens zu erweitern. Seine Ausbildung als Garten- und Landschaftsbauer und sein Studium als Bauingenieur (Siedlungswasserwesen) kam ihm dabei zu Gute und so wurde aus dem auf Erdarbeiten ausgeichte-tes Einzelunternehmen ein breit aufgestellter Bauunternehmer, der Roden& Schreddern, Pflasterarbeiten und Erdbewegungen genauso ausführt, wie Kläranlagen- und Rohrleitungsbau, Reitplatzbau, Kanal- und Tief- und Straßenbau sowie zahlreiche andere Arbeiten. So entstand aus dem Lohnunternehmen die Joachim Bösch Tiefbau GmbH.

Bei diesen Arbeiten wird natürlich ein umfang-reicher Maschinenpark benötigt, wobei man in der zielgerichteten Investition schon immer auf besondere Eigenschaften der Geräte geachtet hat. Dass von 30 Maschinen heute noch über die Hälfte von HYDREMA sind, ist daher keine Besonderheit. Besonders stolz ist man auf die 2 Baggerlader, die am Markt in Ihrer Art wirklich einzigartig sind. Sie sind als Radlader besonders kräftig, und verfügen außerdem noch über einen ebenso starken Heckbagger, bei dem man den Tieflöffel auch als Hochlöffel über den Schnellwechsler montieren kann. Durch den enormen 280 Grad Schwenkwinkel, diesen bietet nur der HYDREMA, ist der Heckbagger nur minimal eingeschränkt, im Vergleich zu einem normalen Bagger mit 360 Grad – Drehkranz. Dafür verfügt der Heckbagger aber serienmäßig über sämtliche Lasthaltvorrichtungen und kann heben und baggern wie ein 8-Tonner.

Da er außerdem per Achse mit dem Lader schnell zu verfahren ist, hat man eine höchst flexible und leistungsstarke 1-Mann-Arbeitseinheit. Dies war bereits für den Senoir in den 80igern ein wichtiges Argument, da zu diesem Zeitpunkt auch das Unternehmen nur aus einem Mann bestand. Noch heute schwärmt Thomas Bösch von der Leistungsfähigkeit der Maschine, die mit Ihren gleich-großen Reifen und der Knicklenkung wie ein Büffel im Gelände zu Werke geht. „Der Baggerlader ist für den GaLaBauer DAS Universalgerät, da man damit Paletten verfahren, Schottertragschichten sehr präzise einarbeiten, Auskofferarbeiten durchführen und auch bei größeren Flächen ein Laserblade betreiben kann. Hierbei lassen sich Einbaupreise für Planum und Tragschicht von unter 1,0 Euro pro Quadratmeter realisieren.“ erzählt der technisch bewanderte Unternehmer mit Überzeugung. „Die 3 HYDREMA Dumper haben uns noch nie im Stich gelassen, wenn es darum geht, Erdmaterial auf besonders schwierigen Bodenverhältnissen zu transportieren, wie zum Beispiel im Elbvorland, wo der Boden extrem schwer und bindig ist.“ Sie zeichnen sich aus durch ein besonders leichtes Eigengewicht, das der Hersteller erreicht, indem er mit einem eigenen Stahlbau und besonders gehärtetem Stahl arbeitet. So wiegt der 10 Tonnen Dumper nur 7 Tonnen und kann daher auch voll beladen zugelassen am Straßenverkehr teilnehmen. Bei dem 20 Tonner ist das ähnlich mit dem Gewichtsverhältnis. Er bringt gerade mal 15 Tonnen Eigengewicht auf die Waage, was nicht nur der enormen Geländegängigkeit zu Gute kommt, sondern auch den Kraftstoffverbrauch günstig beeinflusst. Durch den steilen Kippwinkel lassen sich in Kombination mit der enorm beweglichen Boogie-Achse nach hinten sehr hohe Mieten sogar übereinander abkippen.

Die beiden kompakten Radlader stammen noch aus der Zeit, als HYDREMA in den 1996 übernommenen Weimar-Werken die Produktion unter eigenem Namen weiter geführt hatte. Die beiden Maschinen in der Klasse 0,8 und 1,0 cbm sind zuverlässige Helfer auf kompakten Baustellen und bieten das, was einen HYDREMA ausmacht: Kraft und Komfort. Sie sind außerdem in der Lage aufgrund des konstanten Ölstroms des Zusatzverbrauchers hervorragende Arbeiten mit dem Lasergesteuerten Planierschild zu verrichten.

Die 8 HYDREMA - Bagger aber sind die wichtigsten Helfer. Ihre Kraft holen diese Maschinen aus den von HYDREMA selbst gebauten Zylindern und der besonderen Konstruktion heraus. 6 der 8 Maschinen sind Kettenbagger, die HYDREMA bis 2006 gebaut hat. Darunter drei R800, die als 8Tonner laut Thomas Bösch noch heute unschlagbar in Ihrer Kraft und Wirkung im Feld sind. „Was ich mit diesen Maschinen machen kann, ist einzigartig“ schwärmt der 40ig jährige Unternehmer, der seit seinem fünften Lebensjahr bis heute noch gerne (wenn möglich wenigstens am Wochenende) selbst auf den Maschinen sitzt.

Als Thomas Bösch mit dem Ausbau des Unternehmens anfing, war er bereits in der Maschinentechnik sehr versiert und wusste, was gut ist. In 2004 war der Name HYDREMA offensichtlich längst noch nicht überall bekannt in Deutschland und so stieß er im Rheinland bei einem damals namhaften großen Baumaschinenhändler (heute leider nicht mehr existent) aus dem Raum Köln auf ein wahnsinnig günstiges Angebot für einen HYDREMA 1520 mit „allem, was das Herz sich wünschte“. Ausgestattet mit Pratze und Schild, sowie viel Zubehör, konnte Thomas Bösch den Bagger tatsächlich zu einem sensationell günstigen Preis kaufen. „Aufgrund der soliden Technik und der HYDREMA – Kraft konnte ich mit der Maschine arbeiten, wie andere nicht mit Ihren modernen Baggern. Endlich war ich in der Lage monolithische Kläranlagenbodenteile mit einem Durchmesser von 2,5 Metern anzuheben. Durch den irre günstigen Einkaufspreis konnte ich aber über Jahre mit der Maschine zu einem unrealistischen Wertverlust von nur 2,60 € pro Betriebsstunde arbeiten und Geld verdienen, und das mit einem 17-Tonner.“

Wie verbunden das Unternehmen nicht nur aufgrund dieser Erfahrung mit HYDREMA ist, sieht man bereits am Eingangstor, wo auf einem Stein ein Bild von einem HYDREMA-Bagger zu sehen ist, sowie auf der Internetseite, wo man auch sehr viel zur eigenen Maschinentechnik erzählt. Sogar die Farbgebung ist auf den Dänisch-Deutschen Hersteller abgestellt. Leider ist Joachim Bösch Anfang des Jahres verstorben und Thomas Bösch schultert nun auch moralisch ganz alleine die Verantwortung für das Unternehmen, das heute aus 20 Mitarbeitern besteht. Aus der Entwicklung dieses Unter-nehmens ist einmal mehr zu erkennen, welches Potential in einem Garten- und Landschaftsbauer schlummert.

 

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