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Industrie-Produktion in Europa muß wettbewerbsfähig bleiben - CECE und CEMA übergeben „10-Punkte-Aktionsplan“ an das EU Parlament

Die Präsidenten der europäischen Bau- und Landmaschinenverbände CECE und CEMA, Johann Sailer und Gilles Dryancour, haben vorgestern in Brüssel ihr gemeinsames Manifest, einen „10-Punkte-Aktionsplan“ für eine starke Industrieproduktion in Europa vorgestellt und an das EU Parlament übergeben. Damit unterstreicht die europäische Bau- und Landmaschinenindustrie ihren Willen, aktiv dazu beitragen zu wollen, dass das von der Europäischen Kommission ausgerufene Ziel, die Industrieproduktion in Europa von bisher 16 Prozent des Bruttoinlands-produktes auf 20 Prozent bis 2020 zu steigern, erreicht wird. Beide Branchen unterhalten große und wichtige Fertigungs- und Forschungsstätten in Europa.

„Wir rufen die EU auf, das Thema “Wettbewerbsfähigkeit der Industrie” ins Zentrum ihrer Politik zu stellen. Mit diesem Manifest bieten wir unseren Beitrag an“, sagte Gilles Dryancour anlässlich der Übergabe des Manifestos an den Parlamentarier Malcom Harbour auf dem CECE-CEMA Gipfel im Europäischen Parlament. „Eine starke und wettbewerbsfähige Industrieproduktion in Europa ist essenziell, um Europa aus der Rezession zu führen, unseren Wohlstand weiterhin zu sichern, ebenso wie unseren ökonomischen Erfolg im Weltmaßstab“.  Weil der internationale  Wettbewerb unerbittlich ist, fordern beide Branchen, dass die EU  gesetzliche Rahmenbedingungen so gestalten muss, dass Unternehmen weiter wachsen können, neue Arbeitsplätze schaffen und die Nase im internationalen Wettbewerb vorne haben. Zehn wichtige Handlungsfelder wurden identifiziert:

  1. Einführung von Wettbewerbsfähigkeits- und Fitness Checks
  2. Kohärentere Politikgestaltung
  3. Unterstützung der Innovationskraft der Unternehmen durch EU-Gesetzgebung zur Sicherung ihrer globalen Wettbewerbsfähigkeit
  4. Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit zum Abbau von technischen Handelshemmnissen
  5. Abbau von Bürokratie
  6. Vollendung des Binnenmarktes
  7. Schaffung eines fairen Wettbewerbsfumfeldes durch Marktüberwachung
  8. Mehr Investitionen in Infrastruktur
  9. Schmieden von Partnerschaften zur besseren Qualifizierung von Fachkräften
  10. Förderungen des freien Marktzuganges

Die Punkte sind im Manifest ausgeführt. Es liegt dieser Presseinformation in englischer Sprache bei, kann aber auch von den Webseiten der beiden Verbände heruntergeladen werden.

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Der CECE-CEMA Gipfel zählte mehr als 300 Teilnehmer aus Industrie, EU Institutionen und den beiden Branchen partnerschaftlich verbundenen Organisationen. Gastgeberin der Veranstaltung war Amalia Sartori, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzende des wichtigen Ausschusses Industrie, Forschung und Technologie des Parlaments.

Weitere Hauptredner waren Massimo Baldinato, Mitglied des Kabinets von Antonio Tajani, dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission und seitens der Industrie Olof Persson, Präsident und CEO der Volvo Group sowie Andreas Klauser, COO EMEA der CNH Industrial und Präsident von Case IH und Steyr.

CECE/CEMA übergeben „10-Punkte-Aktionsplan“ für eine wettbewerbsfähige Industrie-Produktion in Europa (v.l. nach r.: Gilles Dryancour (CEMA), Malcom Harbour (EU-Abgeordneter), Johann Sailer (CECE))

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