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“100-Stunden Job”: Demag CC 3800-1 Gittermast-Raupenkran hebt 400 Tonnen Brückenelement

Demag CC 3800-1; Copyright Konstantin Hellstern
Demag Europa
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Demag CC 3800-1; Copyright Konstantin Hellstern

Zeitlich limitierte sperrung einer Bahntrasse verlangt akribische Vorbereitung und reibungslose Durchführung

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Die Zeit war der entscheidende Faktor bei der Durchführung dieses Hubs: Gerade einmal 100 Stunden standen dem Krandienstleister Wiesbauer zur Verfügung, um im Auftrag des Metzinger Bauunternehmens Gottlob Brodbeck ein Stahlbeton-Brückenelement für eine Eisenbahnüberführung bei Rottenburg-Kiebingen zu heben. Da hierbei mit der über 400 Tonnen schweren Last verfahren werden musste, entschied man sich für den Einsatz des Demag CC 3800-1 Raupenkrans, der nicht nur die hohe Traglast bewältigen konnte, sondern auch die erforderliche Zuverlässigkeit mitbrachte.

 „Bedingt durch das enge Zeitfenster von nur 100 Stunden für den Abriss der alten und das Einheben der neuen Brücke durfte es bei dem Hub unter keinen Umständen zu Verzögerungen kommen“, berichtet Marco Wilhelm Prokurist und Projektleiter der Wiesbauer GmbH. Um  potenzielle Unklarheiten bereits im Vorfeld auszuschließen, führte das Team daher einen Probehub zur Kontrolle des Hubgewichts am Vortag des Einsatzes durch. Denn vor allem die Aufnahme der Last war mit besonderen Herausforderungen verbunden – doch der Reihe nach.

Asymmetrische Anordnung der Anschlagpunkte

Zunächst einmal musste der Demag CC 3800-1 Raupenkran zur Baustelle verbracht werden, auf der er für insgesamt zwei Wochen verbleiben sollte. Die Anfahrt erfolgte konventionell per Tieflader und Transport LKWs innerhalb von rund drei Tagen. Für den Aufbau mit Hilfe eines Montagekrans und eines Teleskopstaplers benötigte das 4-köpfige Wiesbauer Team vier Tage, um den Kran in SSL_1 Konfiguration mit 54 Meter Auslegerlänge, 225 Tonnen Oberwagenballast, 50 Tonnen Zentralballast und 325 Tonnen Superliftballast zu rüsten – für das erfahrene Team ein Routine-Job. Deutlich komplexer stellte sich hingegen das Anschlagen der Last dar: „Bedingt durch die Form des Betonelements waren die vier Anschlagpunkte asymmetrisch angeordnet. Um gleich lange Anschlagseile verwenden zu können, hat die Baufirma die Stahllaschen zum Anschlagen der Schäkel entsprechend unterschiedlich lang gefertigt. So ist es uns gelungen, eine symmetrische Anschlaggeometrie zu erreichen“, erklärt Marco Wilhelm. Beim bereits erwähnten Probehub erwies sich diese Vorgehensweise als tauglich, sodass dem eigentlichen Hub nichts mehr im Wege stand:

Vorwärtsfahrt mit 403 Tonnen

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Hierbei hob der CC 3800-1 das Brückenelement mit seinem Brutto-Hubgewicht von 403 Tonnen bei einer Ausladung von 19 Metern von der Vormontagefläche auf eine Höhe von vier Metern an, schwenkte die Last um 90 Grad und verfuhr sie um sechs Meter vorwärts in Richtung Bahnlinie. Dort richtete der Kranfahrer das Element mit einem erneuten Schwenk in einer Achse mit der Bahnlinie aus und setzte das Bauteil abschließend exakt in die geforderte Endposition. „Damit hatten wir den durchaus anspruchsvollen Job innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters erledigt“, berichtet Marco Wilhelm, der sich ebenso wie Brodbeck Bauleiter, Matthias Holzwarth, absolut zufrieden mit dem Projektverlauf zeigte: „Die Zusammenarbeit mit Wiesbauer verlief völlig reibungslos. Uns war klar, dass dieser zeitkritische Job nur mit dem richtigen Team und dem richtigen Kran erfolgreich durchzuführen war – und zwar unter Einhaltung der Arbeitssicherheitsvorgaben bei gleichzeitiger technischen Herausforderung. Und weil wir wussten, dass dieser Aspekt bei Wiesbauer die gleiche Priorität genießt wie bei uns, haben wir diesen Projekt-Partner ganz bewusst ausgewählt.“ Eine gute Entscheidung, wie sich gezeigt hat.

Quelle: Demag Mobile Cranes