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Axel Fischer, Geschäftsführer Wacker Neuson Deutschland

Axel Fischer, Geschäftsführer Wacker Neuson Deutschland im Interview mit LECTURA Press

In diesem Jahr wurde Ihr Niederlassungsnetz durch zwei neue Standorte, Berlin-Nord und Kassel, erweitert. Wie viele Wacker Neuson Niederlassungen gibt es jetzt in Deutschland?

Wacker Neuson zeichnet sich durch sein flächendeckendes Vertriebsnetz aus. Derzeit stehen den Kunden unsere Mitarbeiter in rund 60 eigenen Niederlassungen sowie ausgewählte Händlerpartner zur Verfügung.

Die Baubranche boomt ja nach wie vor. Wie ist das Verhältnis vom Mietgeschäft zum Neukauf Ihrer Baumaschinen?

Kundennaher Service mit intensiver und individueller Betreuung ist für Wacker Neuson von großer Bedeutung.

Neben dem Vertrieb von Neugeräten bietet der Konzern umfassende Dienstleistungen für seine Produkte an. Diese enthalten die Geschäftsfelder Reparatur und Ersatzteile, Gebrauchtmaschinen, Finanzierung, Telematik sowie in Zentraleuropa flexible Mietlösungen. Der Anteil der Dienstleistungen am Gesamtumsatz beträgt aktuell ungefähr ein Viertel und wird strategisch ausgebaut. 

Bei Bedarfsspitzen können erforderliche Maschinen sofort bereitgestellt werden. Vor allem aber auch mittel- und längerfristige Lösungen, Wiedervermietungen, Mietkäufe und eine gut ausgestattete Flotte an jungen Gebrauchten sind Teil des agilen Lösungsangebots.

Im Bereich zero emission testen unsere Kunden gerne erst die Produkte, um sich von ihnen im Einsatz zu überzeugen. Deswegen sind im Bereich unserer emissionsfrei arbeitenden Baumaschinen und -geräte Zuwächse auch in der Miete zu verzeichnen.AS30e und AS50e

Sie haben auf der bauma und auf der Demopark den Fokus auf das umfangreiche zero emission Sortiment gesetzt. Gibt es auf der Nordbau einen neuen Schwerpunkt?

In der gesamten Branche rückt das Thema Elektromobilität weiter in den Fokus. Wir haben den Marktbedarf nach emissionsfrei arbeitenden Baumaschinen und -geräten frühzeitig erkannt, entsprechende Ressourcen eingesetzt und uns stetig weiterentwickelt.

Deswegen verfügen wir in dem Bereich schon über viel Erfahrung und können unseren Kunden bereits jetzt ein breites Portfolio an zero emission Produkten anbieten.

Auch auf der NordBau legen wir unter dem Motto „Electrified NordBau“ einen Schwerpunkt auf zero emission und  zeigen unsere völlig emissionsfrei arbeitenden Lösungen.Dual View Dumper

Daneben möchten wir jedoch auch andere Produkte in den Fokus rücken, zum Beispiel unsere innovativen Dual View Raddumper. Mit den Dual View Dumpern, die mit 6, 9 oder 10 Tonnen Nutzlast erhältlich sind, setzen wir neue Maßstäbe. Durch den um 180-Grad schwenkbaren Sitz kann der Fahrer seine Blick- und die Fahrtrichtung einfach ändern. Zum Be- und Entladen schaut der Bediener in Richtung Mulde und hat damit den Arbeitsbereich bestens im Blick. Danach muss er jedoch nicht mehr wenden oder rangieren, sondern schwenkt einfach seinen Sitz und hat beim Vorwärtsfahren eine einwandfreie Sicht in Fahrtrichtung. Das bedeutet mehr Sicherheit auf der Baustelle und Komfort für den Bediener.Dual View Dumper DV90

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Die Dual View Dumper sind eine echte Innovation. Deswegen haben wir dazu auch eine Kommunikationskampagne entwickelt, die auf unterhaltsame Weise die Vorteile der neuen Dumper zeigt: Da der Fahrer seinen Kopf nicht mehr drehen und somit nicht mehr durch Yoga seine Beweglichkeit verbessern muss, kann er nun die Sportstunden ausfallen lassen. Auf Youtube ist unser Video dazu zu finden.  (https://youtu.be/gMCGEbQrHYk)

In wie weit ist die Umstellung auf Elektroantrieb bei den größeren Verdichtungsmaschinen geplant?

Wir planen weitere Investitionen im Bereich zero emission. Grundsätzliches Ziel ist es, mindestens ein emissionsfrei arbeitendes Produkt pro Kernproduktgruppe anzubieten.

Wacker Neuson denkt dabei auch an größere Produkte. Derzeit sind hier die Entwicklungen noch etwas limitiert, da die Batteriepreise noch sehr hoch sind. Eine der Bedingungen für die Einführung eines neuen zero emission Produkts bei uns ist nämlich, dass sich der Anschaffungspreis innerhalb von 2-3 Jahren amortisiert.

Quelle: LECTURA GmbH Verlag

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