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Die rund 16.000 m2 große Baugrube wird mittels Silikatgelsohle (LWS-Sohle) abgedichtet. Gehe zu Fotos
Die rund 16.000 m2 große Baugrube wird mittels Silikatgelsohle (LWS-Sohle) abgedichtet.

Bauer an Großprojekt Quartier Heidestrasse in Berlin beteiligt

Inmitten des Berliner Ortsteils Moabit entsteht in direkter Nachbarschaft zum Hauptbahnhof und nur wenige Minuten vom Bundestag und dem Brandenburger Tor entfernt das neue Quartier Heidestrasse. Unterteilt in sieben einzelne Gebäudekomplexe, soll der neue Stadtteil künftig sowohl Raum für Wohn- und Bürogebäude, Gewerbe, öffentliche Straßen und Plätze als auch Grünflächen, Cafés und Restaurants bieten. Das geplante Quartier umfasst ein rund 11,5 ha großes Areal und ist Teil der städtebaulichen Entwicklung Europacity.

Im Rahmen dieses Großprojekts wurde die BAUER Spezialtiefbau GmbH von der Quartier Heidestraße GmbH mit verschiedenen Spezialtiefbauarbeiten für das Teilprojekt „QH Track“ beauftragt. Das in der künftigen George-Stephenson-Straße gelegene Gewerbegebiet umfasst als Teil des Gesamtprojekts Quartier Heidestrasse eine Fläche von rund 23.000 m2 und ist als Gebäudekomplex mit Büronutzung geplant. Der Komplex wird sich aus insgesamt neun Baukörpern unterschiedlicher Typologien zusammensetzen: Gewerbehäuser, sogenannte „Warehouses“, mit überhohen Räumen, diese werden akzentuiert von einzelnen schlanken Hochhäusern („Pencils“). Am südlichen Ende der Häuserkette sowie am Nordhafenplatz und am nördlichen Ende setzen drei markante Gebäudekubaturen, die als „Headquarter“ angedacht sind, städtebaulich Akzente.

Für das neue Quartier Heidestrasse führt Bauer verschiedene Spezialtiefbauarbeiten aus, u. a. rund 23.000 m2 Mixed-in-Place-Wand zur Umschließung der Trogbaugrube.

Unterirdisch ist der gesamte Komplex durch eine zweigeschossige Tiefgarage verbunden, wobei sich die Bodenplatte des zweiten Untergeschosses ca. 8,3 m unter der Geländeoberkante befinden wird. Die Herstellung der Tiefgarage erfolgt in einer Trogbaugrube, deren Wände mit einer Mächtigkeit von 0,55 m im Mixed-in-Place-Verfahren (MIP) hergestellt werden. „Die rund 23.000 m2 an MIP-Wand werden dabei größtenteils nicht rückverankert, sondern mit Rohrsteifen ausgesteift“, so Klaus Wecker, Projektleiter der BAUER Spezialtiefbau GmbH.

Zudem sind eine Einbeziehung und enge Abstimmung mit den Eigentümern der Nachbargrundstücke essentiell: „Für die Ausführung der MIP-Wände und die Rückverankerung in einem Teilbereich der Baugrube müssen auch die Nachbargrundstücke genutzt werden. Es herrscht viel Bauaktivität auf den angrenzenden Flächen.“ Zusätzlich wird im Kopfbereich der MIP-Wände ein Steckträgerverbau erstellt, um den Geländesprung zwischen Geländeoberkante und MIP-Wand-Oberkante zu sichern.

Die horizontale Abdichtung der rund 16.000 m2 großen Baugrube erfolgt in Form einer Silikatgelsohle (LWS-Sohle) mithilfe einer RG 19 der RTG Rammtechnik GmbH in einer Tiefe von rund 16 m. Zusätzlich wird die Trogbaugrube zur Reduzierung des Havarierisikos durch insgesamt acht statisch nicht wirksame Dichtschotts in neun kleinere Teilbaugruben unterteilt. Zur anschließenden Durchführung des rund 130.000 m3 umfassenden Erdaushubs ist eine Restwasserhaltung ebenfalls Bestandteil des Auftrags. Bei den MIP-Arbeiten kommen eine RG 25 sowie eine RG 16 zum Einsatz. Die Spezialtiefbauarbeiten von Bauer werden voraussichtlich im Mai 2020 abgeschlossen.

Quelle: © BAUER Group

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