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Festplatten für Waren

Ob im E-Commerce, im klassischen Versandhandel oder in der Filiallogistik – kleine Losgrößen, aufwändige Bearbeitung der Retouren und zu hohe Logistik-Stückkosten belasten das Ergebnis. Nicht selten liegen die Ursachen in wenig flexiblen Förder- und Lagersystemen, die sich nicht an veränderte Märkte und Sortimente anpassen lassen. Während die Computer das Bestellwesen aus dem Effeff beherrschen, krankt es beim Fulfillment an allen Ecken und Enden. Es sei denn, ein Unternehmen reorganisiert sein gesamtes Förder- und Lagerwesen – auch mit neuartigen, soeben patentierten Modulen – und richtet bei überschaubaren Investitionen eine "Festplatte für Waren aller Art" ein.

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Ein solches System hat die Landsberger Schönenberger Systeme GmbH entwickelt und bereits erfolgreich für ein französisches Unternehmen realisiert, das nach dem Shop-im-Shop-Prinzip mehrere Tausend ‘Verkaufspunkte‘ betreibt. Den Vergleich mit einer Festplatte für Waren rechtfertigt das Intra-Logistik-System Schönenberger System ILS 2100 vor allem dadurch, dass es sich wie eine Computerfestplatte einrichten lässt: mit Partitionen zur Lagerung oder Zwischenlagerung von Waren, mit Sammel- und Sortierfunktionen, mit dem Schnellzugriff auf jede sich im System befindliche Ware, aber auch mit der Möglichkeit, unter laufendem Betrieb ohne lohnkostenintensive Prozesse Anpassungen an veränderte Bedingungen vorzunehmen.

Während die Kernelemente des Systems bereits seit mehr als dreißig Jahren weltweit in der Bekleidungsindustrie, im Automobil- und Fahrzeugbau sowie in der Möbelindustrie eingesetzt werden, eröffnet ein neuer Warenträger vor allem dem E-Commerce, der Ersatzteillogistik und allen von Retouren geplagten Branchen neue Lösungen. Anders als AKL- und Shuttlesysteme, die neben hohen Investitionen auch einen hohen Flächen- und Energiebedarf aufweisen, fasst das Schönenberger System ILS 2100 die Funktionen “Warenannahme und Qualitätskontrolle“, "Fördern", "Lagern", "Sortieren" und "Kommissionieren" bis zum “Warenausgang" und "LKW-Beladung“ in einer einzigen Technik zusammen.

Diese Technik stellt obendrein – mit dem neu entwickelten Warenträger– die Logistik förmlich auf den Kopf: alles was liegend zu viel Fläche beansprucht – Kartons, Liegeware in Polybeuteln oder unverpackte Hartwaren – wird automatisch oder von Hand in einen "Rucksack" gepackt, in die Senkrechte gekippt und platzsparend gefördert, gelagert, sortiert oder bei Rücksendungen mit sofortiger Wieder-Lieferbereitschaft in das System re-integriert. Selbst die Qualifizierung der Rückläufer lässt sich elegant in die Abläufe einbinden.

Die Partitionen einer Computerfestplatte lassen sich mit den Lager- und Sortierkreiseln vergleichen, und diese können in nahezu beliebiger Zahl und Dimension konfiguriert werden, wie die Festplatten auf dem internen Computerbus. Kommen Waren als Einzelstücke zurück, während die Verkaufs- oder Logistikeinheit zum Beispiel eine ‘Griffeinheit mit 8 oder 12 Teilen‘ ist, werden sie in einem "Ordner" gesammelt und nach Vervollständigung der Einheit nur noch en bloc gefördert, gelagert und automatisch kommissioniert.

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Ein weiteres Merkmal legitimiert den Vergleich mit einer Computerfestplatte: Alle Daten, sprich Waren, können sich im System an beliebiger Stelle befinden, trotzdem ist der schnelle Zugriff darauf sichergestellt. Und ähnlich wie bei der Festplatte erfordern alle Warenbewegungen und Sortiervorgänge sowie die Zugriffe nur wenig Strom. Zumal jeder zum System gehörende Kreisel nur einen Zentralantrieb mit Start-Stopp-Automatik besitzt. Viele Weichen sind obendrein ‘energieautark‘, da sie direkt von den Trolleys gesteuert und ausgelöst werden.

Versandbereite ‘Griffeinheiten‘ können im System auch ohne Etikettierung identifiziert werden. Erst zum letztmöglichen Zeitpunkt, kurz vor dem Laden des LKW, wird jedes Packstück dem Empfänger zugeordnet und für seine Zieladresse etikettiert. Dadurch kann die Auslastung der Touren weiter maximiert werden, während die Kosten für den Fuhrpark und die Filialbelieferung sinken. Die genannten Vorteile führen zu attraktiven Amortisationszeiten und machen somit deutlich, welches Potenzial in einer modernen "Festplatte für Waren" steckt.

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