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Fünf Goldmedaillen und 44 Silbermedaillen für Neuheiten

Fünf Goldmedaillen und 44 Silbermedaillen für Neuheiten
DLG Europa
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Fünf Goldmedaillen und 44 Silbermedaillen für Neuheiten

Die vom 10. bis 14. November 2015 (Exklusivtage am 8. und 9. November) auf dem Messegelände in Hannover stattfindende, weltweit führende Landtechnikausstellung Agritechnica wird durch zahlreiche Innovationen gekennzeichnet sein. Dies zeigen die 311 Neuheitenanmeldungen, die beim Agritechnica-Veranstalter DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) eingegangen sind. Eine von der DLG eingesetzte, neutrale Expertenkommission hat aus den angemeldeten Neuheiten nach strengen Kriterien insgesamt fünf Neuheiten mit Goldmedaillen und 44 Neuheiten mit Silbermedaillen ausgezeichnet:

Goldmedaillen

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    Fendt VarioGrip Pro

AGCO GmbH – Fendt, Marktoberdorf, Deutschland; Halle 20, Stand B08f und
MITAS a. s., Prag, Tschechien, Halle 3, Stand E29

Traktorreifen schnell für Straßenfahrt gefüllt 

Trotz unbestritten vieler Vorteile, haben Reifendruckregelanlagen den Nachteil, dass die Wiederbefüllung der Reifen vor einer Straßenfahrt teilweise lange Zeit in Anspruch nimmt. Für eine hohe Kompressorleistung muss in dieser Standzeit auch teilweise noch eine erhöhte Motordrehzahl gehalten werden. Beim Fendt „VarioGrip Pro“ befindet sich im Innern des neu entwickelten Reifens des Traktors ein zweiter Hochdruckreifen, der als Druckspeicher für die schnelle Reifendruckanpassung dient. Zur Druckluftversorgung genügt eine einfache Drehdurchführung, über die der Innenreifen kontinuierlich gefüllt gehalten wird. Sowohl die Schaltenergie der Ventile als auch die Energie für die Drucksensoren und die Steuerimpulse werden innerhalb der Achse induktiv übertragen. Auf zusätzliche Luftpresser, Druckbehälter und Druckluftsteuerleitungen kann verzichtet werden. So kann der Reifeninnendruck durch den direkten Druckaustausch innerhalb von 30 Sekunden von 0,8 auf 1,8 bar erhöht werden, ohne die Motordrehzahl zu ändern. Durch die schnelle Luftdruckanpassung reduziert sich die Fahrzeit und die Befahrung des Feldes mit bodenschonendem niedrigem Luftdruck wird möglich.

Fendt VarioGrip Pro

  • Connected Nutrient Management

John Deere GmbH & Co. KG, Mannheim, Deutschland; Halle 13, Stand E30 und
LAND-DATA Eurosoft, a BayWa Company, Pfarrkirchen, Deutschland, Halle 15, Stand G30 und
Vista Geowissenschaftliche Fernerkundung GmbH, München, Deutschland, Halle 15, Stand G31j und
RAUCH Landmaschinenfabrik GmbH, Sinzheim, Deutschland, Halle 9, Stand A63 und
SULKY BUREL, CHATEAUBOURG, Frankreich, Halle 11, Stand C23

Umfassendes Nährstoffmanagement

Die Nährstoffbilanz von Ernte zu Ernte bedeutet zurzeit für den Landwirt noch einen großen händischen Rechen- und Planungsaufwand. Connected Nutrient Management ist ein benutzerfreundliches, optimiertes Nährstoffmanagementsystem zur bedarfsgerechten und präzisen N und P Applikation mit organischen sowie mineralischen Düngern. Das System erlaubt die Planung und Optimierung als gesamtheitliche Betrachtung von Ernte zu Ernte und bindet Technologien zur zielgenauen Düngerapplikation ein. Daten, Wissen und Schlüsseltechnologien der Innovationspartner John Deere, Land Data Eurosoft, Vista, Rauch und Sulky werden intelligent miteinander verknüpft und ermöglichen dem Anwender eine agronomisch optimierte sowie düngeverordnungskonforme, teilschlagspezifische Nährstoffapplikation. So werden eine höhere Präzision in der organischen und mineralischen Düngeplanung und -anwendung, eine Kostenreduktion, eine Ertragsoptimierung in Quantität und Qualität sowie die gleichzeitige Einhaltung der Düngeregularien bei feldspezifischer Dokumentation erreicht. Es wird erstmals möglich, Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphat im Teilschlag exakt zu bestimmen, zu applizieren und zu dokumentieren, unabhängig davon, ob organische und/oder mineralische Düngemittel eingesetzt werden. Die optimale Nährstoffverteilung pro Teilschlag und Vegetationszeitpunkt ermöglicht eine höhere Nährstoffeffizienz und gleichzeitig optimierte Nährstoffbilanzen. Eine vergleichbare integrierte Lösung hat es bisher nicht gegeben.

Connected Nutrient Management

  • Connected Crop Protection mit Pflanzenschutz-Anwendungs-Manager

John Deere GmbH & Co. KG, Mannheim, Deutschland; Halle 13, Stand E30 und
BASF SE, Ludwigshafen, Deutschland; Halle 15, Stand G33A und

Informationssystem Integrierte Pflanzenproduktion (ISIP) e.V., Bad Kreuznach, Deutschland; Halle 15, Stand G31H und
Zentralstelle der Länder für EDV-gestützte Entscheidungshilfen und Programme im Pflanzenschutz (ZEPP), Bad Kreuznach, Deutschland, Halle 15, Stand G31H und
Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL), Darmstadt, Deutschland, Halle 15, Stand H20 und
Julius Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Quedlinburg, Deutschland; Halle 15, Stand G31H

Umfassende Unterstützung für den Anwender

Entscheidungen beim Pflanzenschutz bedeuten für den Landwirt derzeit noch: viele Einzelinformationen selbst zusammenzufassen. Durch die steigende Komplexität der zu berücksichtigenden Informationen und Auflagen kann es ungewollt zu Fehlanwendungen mit der Gefahr des Eintrags von Pflanzenschutzmitteln auf sogenannten Nicht-Zielflächen kommen. Connected Crop Protection mit Pflanzenschutz-Anwendungs-Manager ist ein intuitives Entscheidungsunterstützungssystem zur zielorientierten, termingerechten und präzisen Applikation von Pflanzenschutzmitteln. Bei diesem System werden Schlüsseltechnologien für die Pflanzenschutzempfehlungen, Fahrerunterstützung bei der Befüllung der Spritze und Ausbringung im Feld unter automatisierter Berücksichtigung von Abstandsauflagen sowie deren lückenloser Dokumentation integriert. So wird der von BASF und John Deere gemeinsam mit den öffentlichen Partnern ISIP, ZEPP, JKI und KTBL entwickelte Service Pflanzenschutz-Anwendungs-Manager nahtlos in die Gesamtlösung integriert. Die Datenübergabe erfolgt im herstellerunabhängigen ISO-XML Format, welches die Offenheit für weitere Implementierungen des Pflanzenschutzanwendungs-Managers sichert. Auf Basis dieses Industriestandards können zukünftig auch Beiträge anderer Partner oder Entscheidungsunterstützungssysteme eingebunden oder die Planung mit der Pflanzenschutztechnologie anderer Hersteller umgesetzt werden. So werden alle notwendigen Informationen wie Daten, Wissen und Werkzeuge erstmalig zu einem Ganzen miteinander verknüpft, um dem Anwender eine agronomisch optimierte sowie rechtskonforme, teilflächenspezifische Pflanzenschutzapplikation zu ermöglichen. Der Anwender steuert den Kreislauf, plant und editiert teilschlagspezifische Anwendungen, dokumentiert erledigte Arbeiten und erteilt den Partnern Zugang zur Beratung. Der anschließenden Ausführung der definierten und rechtskonformen Anwendung, inklusive der berührungslosen Einfüllunterstützung durch Gesten- oder Sprachkontrolle sowie der integrierten TankFillCalculator Funktionalität steht nun nichts mehr im Wege. Zur Sicherheit kann der jeweilige Produktcode zur Vorbereitung und weiteren Automatisierung der Dokumentation gescannt werden. Zusammenfassend stellt dieses System erstmalig eine Option für den Praktiker dar, um den Pflanzenschutz von der Befallsdiagnose über die Mittelempfehlung und rechtskonforme Anwendung bis hin zur Dokumentation zeitnah und effizient zu erledigen.

Connected Crop Protection mit Pflanzenschutz-Anwendungs-Manager

  • PREMOS 5000

Bernard Krone GmbH, Spelle, Deutschland, Halle 27, Stand G20

Halmgutpellets im Feld produzieren

Pellets von Halmgütern haben als Brennstoff, Einstreu, Futter und Beschäftigungsmaterial einen breitgesteckten Markt. Der PREMOS 5000 ist der erste mobile Pelletvollernter im Markt, der ohne Vorzerkleinerung Pellets mit 16 mm Durchmesser mit zwei ineinandergreifenden Matrizenwalzen erzeugt. Neben dem Einsatz direkt auf dem Feld ist auch ein stationärer Einsatz möglich. Hervorzuheben ist die hohe Schlagkraft des Gerätes bei gleichzeitig relativ günstigem spezifischem Energieverbrauch.

PREMOS 5000

  • John Deere ProCut

John Deere GmbH & Co. KG, Mannheim, Deutschland, Halle 13, Stand E30

Scharfe Einstellung

Auch unter Zeitdruck gilt es im Häckslereinsatz, die Messer an der Häckseltrommel scharf zu halten und eine korrekte Einstellung der Gegenschneide vorzunehmen. Das John Deere „ProCut“ nimmt die direkte Abstandsmessung der Gegenschneide zu den Messern nicht über Klopfsensoren, sondern über ein induktives Messverfahren mit zwei speziellen Sensoren vor. Außerdem ist eine automatische Schärfenmessung aller Messer einzeln möglich. Der Kundennutzen ist sehr hoch, da immer der optimale Betriebspunkt zum Einstellen der Gegenschneide und zum Schärfen der Messer mit den empfohlenen Schleifzyklen angegeben wird. Durch den optimalen Betriebszustand der betroffenen Aggregate lassen sich nicht nur Energiekosten einsparen, sondern auch Betriebsmittel wie Messer, Gegenschneide und Schleifstein.

John Deere ProCut

Silbermedaillen

  • CVT Frontzapfwelle

ZUIDBERG Frontline Systems B.V., Ens, Niederlande, Halle 3, Stand C25 und
CVT CORP, Sainte Julie (Qc), Kanada, Halle 17, Stand B09a

Stufenlose Frontzapfwelle

Da diese in der Regel direkt an die Kurbelwelle des Motors gekoppelt sind, hängt die Drehzahl der Frontzapfwelle bei Traktoren üblicherweise direkt von der Motordrehzahl ab. Bei vielen Anwendungen könnte eine optimale Drehzahl für den Arbeitsmaschinenantrieb, aber auch bei niedriger Motordrehzahl des Traktors, eingehalten werden. Dies ist mit der neu entwickelten CVT-Frontzapfwelle möglich. Ihre Drehzahl wird in weiten Bereichen unabhängig von der Motordrehzahl konstant gehalten, beispielsweise ist eine Zapfwellendrehzahl von 1000 min-1 im Motordrehzahlbereich von 1400 bis 2100 min-1 möglich. Die Zapfwellendrehzahl selbst ist stufenlos zwischen zwei Grenzwerten einstellbar.
So werden Kraftstoff eingespart und die Arbeitsqualität gesteigert.

  • Peecon Gull Wing double tyre systém

PEECON, Etten-Leur, Niederlande, Halle 25, Stand D05

Zwillingsbereifung huckepack

Mit Zwillingsbereifung an der Hinterachse erreichen heutige Traktoren schnell Gesamtbreiten, mit denen eine Fahrt auf öffentlichen Straßen nicht mehr erlaubt ist. Das neu entwickelte hydraulische Klappsystem ermöglicht erstmals einen zeitsparenden An- und Abbau von Zwillingsrädern an der Hinterachse von Traktoren. Zum Transport auf öffentlichen Straßen verbleiben die Zwillingsräder am Traktor und werden hinter die Traktorkabine geklappt. Am Feldrand wird das Ein- und Ausschwenken aus der Kabine gesteuert. Auf diese Weise können die Zwillingsräder einfach und schnell durch ein Kuppelsystem an die Hinterräder montiert werden und sind nach kurzer Zeit einsatzbereit.

  • John Deere Intelligenter Allradantrieb

John Deere GmbH & Co. KG, Mannheim, Deutschland, Halle 13, Stand E30

Allrad nur wenn nötig

Heute am Markt verfügbare Allradsysteme schalten sich abhängig von Geschwindigkeit und Lenkwinkel ab, um Verspannungen im Antriebsstrang zu vermeiden. In vielen anderen Situationen muss aber der Fahrer den Allradantrieb händisch zu- oder abschalten. Das intelligente Allradmanagementsystem von John Deere verbessert die Effizienz des Traktors, indem es den Allradantrieb abhängig vom Lastzustand automatisch zu- oder abschaltet. So wird in Abhängigkeit vom Schlupf an der Hinterachse der Allradantrieb automatisch zugeschaltet. Sobald die Vorderachse aber beispielsweise aufgrund geänderter Vorderachslasten oder der Fahrt auf festem Untergrund keinen wesentlichen Beitrag zur Gesamtzugleistung liefert, wird der Allradantrieb automatisch abgeschaltet und so eine ungewollte Verspannung des Antriebsstranges vermieden. Die Regelung basiert auf einer Erfassung des Drehmomentes in der Allradkupplung und kann je nach Ausrüstung des Traktors den Schlupf sowohl aus dem Radarsignal, den GPRS-Daten als auch der Differenzdrehzahl von Vorder- und Hinterachse ermitteln. Das System stellt somit eine deutliche Verbesserung der bisher marktverfügbaren Systeme dar und entlastet Mensch und Material.

  • ULTRA-LIGHT Tankanhänger

ZUNHAMMER GmbH, Traunreut, Deutschland, Halle 22, Stand A12

Gülletransport mit Leichtigkeit

Um Selbstfahrer oder Gülleverteilgespanne mit hoher Schlagkraft im Feld ausreichend zu versorgen und so Leerlaufzeiten zu vermeiden, werden zur Zulieferung in der Praxis häufig sehr große Traktoren eingesetzt. Der Ultra-Light UL-T18 ist ein auf Nutzlast optimierter zweiachsiger Gülletankwagen mit einem neuartigen Konstruktionskonzept. Der selbsttragende Tank aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) ist direkt mit zwei luftgefederten Achsen ausgestattet, ohne ein separates Chassis zu benötigen. Die GFK-Bauweise weist zudem eine hohe Korrosionsbeständigkeit gegenüber Gülle und Biogas-Substrat auf, zusätzliche Beschichtungen der Tankinnenseiten sind nicht erforderlich. Dadurch verringert sich das Eigengewicht gegenüber vergleichbaren Gülletankwagen mit Stahltanks um 40 % bei gleichzeitiger Erhöhung der Nutzlast um 19 %. Durch die zweiachsige Ausführung mit Drehschemellenkung wird der Einsatz kleinerer Traktoren sowie ein schnelles An- und Abkuppeln möglich.

  • Fendt VarioDrive – Antriebsstrang

AGCO GmbH – Fendt, Marktoberdorf, Deutschland, Halle 20, Stand B08f

Antrieb neu definiert

Wachsende Motorleistungen und weiter nötige Effizienzsteigerungen machen ein Überdenken der bisherigen Antriebsstrangkonzepte nötig. Das innovative Antriebsstrangkonzept Fendt VarioDrive sorgt für eine kontinuierliche Drehzahlanpassung zwischen Vorder- und Hinterachse. So wird unnötiger Schlupf und eine ungewollte Verspannung des Antriebsstrangs in allen Fahrsituationen vermieden. „Pull-in-Turn“ sorgt für einen verkleinerten Wendekreis. Die Abkopplung des Vorderachshydromotors bei höherer Fahrgeschwindigkeit verbessert die Effizienz des Antriebs, niedrige Getriebeeingangsdrehzahlen sorgen für eine weitere Effizienzsteigerung. So werden der Gesamtwirkungsgrad der Leistungsübertragung verbessert, Blindleistung vermieden und der Boden geschont.

Fendt Grip Assistant

AGCO GmbH – Fendt, Marktoberdorf, Deutschland, Halle 20, Stand B08f

Keine Qual bei der Wahl

Da (zu) viele Fahrer nicht wissen, dass neben dem Reifeninnendruck auch Ballastierung und Fahrgeschwindigkeit einen großen Einfluss auf die Zugkraftübertragung haben, wird auch bei Reifendruckregelanlagen oft nur zwischen Feld- und Straßeneinstellung gewechselt. Hier hilft der Fendt Grip Assistant. Das System schlägt dem Fahrer die optimale Fahrgeschwindigkeit und den passenden Reifeninnendruck bei gegebener Ballastierung oder optimaler Ballastierung und Reifeninnendruck bei gewünschter Fahrgeschwindigkeit vor. Der Fahrer muss dazu lediglich die Art der Geräteanhängung, die Art des Gerätes und die Bodenbeschaffenheit am Varioterminal auswählen. In Verbindung mit der Reifendrucksteuerung stellt sich der passende Reifeninnendruck für das Feld und für die Straße automatisch ein. So wird eine optimale Einstellung für höchste Bodenschonung und effiziente Zugkraftübertragung automatisch erzielt.

  • iTEC AutoLearn - der weltweit erste selbstlernende Traktor

John Deere GmbH & Co. KG, Mannheim, Deutschland, Halle 13, Stand E30

Die Automatisierung, die sich selber anlernt

Die Bedienung von Vorgewendemanagementsystemen und Programmierung wiederkehrender Routinen verlangen vom Fahrer einen tiefen Einstieg in die Menüführung und stellt Ungeübte regelmäßig vor Probleme. Das „iTec AutoLearn“-System von John Deere erleichtert die Bedienung des Vorgewendemanagementsystems, indem es ähnliche Bediensequenzen erkennen kann. Nach dreimaliger Wiederholung wird die letzte Sequenz als automatischer Ablauf vorgeschlagen und kann mit einem einzigen Knopfdruck in den Speicher übernommen werden. So gespeicherte Sequenzen können natürlich nachträglich editiert werden. Das neue System erhöht somit die Akzeptanz arbeitserleichternder und effizienzsteigernder Vorgewendemanagementsysteme.

  • John Deere EZ Ballast

John Deere GmbH & Co. KG, Mannheim, Deutschland, Halle 13, Stand E30

Hinterachsballastierung auf die Schnelle 

Die Anpassung der Traktormasse durch Montage oder Demontage der Hinterradgewichte bzw. Veränderung der Flüssigkeitsfüllung in den Reifen findet in der Praxis aufgrund des hohen Arbeitsaufwandes nahezu keine Anwendung. Nur um bei wenigen Schwerlasteinsätzen ausreichend Zugkraft zu haben, ist der Traktor die meiste Zeit überballastiert und verbraucht mehr Kraftstoff als notwendig. Mit dem EZ Ballast System kann unterhalb des Traktors ein zusätzliches Gewicht hydraulisch aufgenommen werden. So wird in kürzester Zeit eine zusätzliche Ballastierung mit ausgeglichener Achslastverteilung erreicht. Im praktischen Einsatz bedeutet dies eine deutliche Verbesserung der Gesamteffizienz.

  • System zur Zugpunkteinstellung bei Aufsatteldrehpflügen

LEMKEN GmbH & Co. KG, Alpen, Deutschland, Halle 11, Stand B42

Zugpunkt einfach verstellen

Da die Zugpunkte an Traktor und Pflug fixiert sind, entsteht bisher bei Aufsatteldrehpflügen – im Gegensatz zu Anbaudrehpflügen – eine in ihrer Lage und Ausrichtung nicht beeinflussbare Traktor-Pflug-Zuglinie. Bei falscher Einstellung entsteht zur Mitte der Hinterachse hin ein Drehmoment um die Hochachse des Traktors. Dies führt in der Folge zu Seitenzug an der Vorderachse, zu schmaler Vorderfurchenbreite und erhöhtem Kraftstoffverbrauch. Das neu entwickelte System bietet die Möglichkeit, den Zugpunkt über eine Hydraulikvorspannung einzustellen, was zu einer Verschiebung der Traktor Pflug-Zuglinie in Richtung der Traktorhinterachsmitte führt. So kann der Bediener die Parameter Anlagedruck am Pflug und Seitenzug des Traktors beeinflussen und damit den Kraftstoffverbrauch optimieren. Weil kein Seitenzug mehr existiert, braucht der Fahrer nicht mehr Gegenlenken, was auch bei ihm zu einer deutlichen Entlastung führt.

  • John Deere TruSet™-Gerätesteuerung

John Deere GmbH & Co. KG, Mannheim, Deutschland; Halle 13, Stand E30

Bodenbearbeitungsmaschinen einstellen leicht gemacht

Bisher werden Bodenbearbeitungsgeräte in der Regel mithilfe von Steuergeräten hydraulisch verstellt, z.B. in der Arbeitstiefe. In dem einen oder anderen Fall erfolgt auch eine elektrische Ansteuerung dieser Funktionen. Das von John Deere entwickelte TruSet™-Gerätesteuerungssystem ermöglicht erstmals die Steuerung, Kontrolle und Kalibration aller Werkzeuge einer Bodenbearbeitungskombination über den zentralen ISOBUS-Monitor in der Kabine. Eine weitere Neuerung ist die Autokompensationsfunktion der einzelnen Werkzeuge: Musste man bisher jede Funktionseinheit separat verstellen, passen sich jetzt bei der Verstellung einer Werkzeugeinheit (Scheibenegge) alle anderen Einheiten (Grubber, Packerwalze, Striegel) automatisch an. Die Einstellungsprofile lassen sich während der Fahrt schnell an unterschiedliche Einsatzbedingungen anpassen, entlasten den Fahrer und helfen Einstellfehler zu vermeiden. Geplant ist mit TruSet™ die teilflächenspezifische Gerätesteuerung über die volle Integration in das John Deere Farmsight System mit Anbindung zum offenen Precision Farming-Portal MyJohnDeere.com.

  • Väderstads Methode zur automatischen Maschineneinstellung

VÄDERSTAD GmbH, Werder, Deutschland, Halle 12, Stand B24

Maschine liest Feldstruktur

Väderstad bietet die Möglichkeit, die Einstellung einer Maschine in Echtzeit und in Abhängigkeit von den aktuellen Bodenbedingungen zu kontrollieren und zu regeln. Zur Umsetzung sind verschiedene Sensoren nötig, deren in Echtzeit erfassten Werte und Signale von einer zentralen Recheneinheit in eine automatisierte Maschineneinstellung verarbeitet werden: So wird die Werkzeugeinheit mittels Winkelsensor automatisch parallel zur Bodenoberfläche eingestellt. Über den Väderstad Gyrosensor werden Drehbewegungen und die Richtungsänderungen in Echtzeit erfasst. Des Weiteren stellt sich das CrossBoard über Drucksensoren selbständig ein und führt so immer gleichviel Boden vor sich her, was zu einer Optimierung des Einebnungseffekts und Dieselverbrauchs führt.

  • Automatische Abdrehprobe zur Saatguteinstellung von pneumatischen Drillmaschinen

LEMKEN GmbH & Co. KG, Alpen, Deutschland, Halle 11, Stand B42

Abdrehen leicht gemacht

Heutige Sämaschinen werden über eine manuelle Abdrehprobe durch den Bediener eingestellt. Bei der automatisierten Abdrehprobe zur Saatguteinstellung stellt sich die Dosiereinheit vollkommen selbständig ein, indem eine Saatmengenkalibrierung über eine Bypassverwiegung des Saatgutes erfolgt. Der Bediener muss lediglich die notwendigen Parameter Aussaatmenge und -dichte mit Tausendkornmasse und maximaler Fahrgeschwindigkeit eingeben und dann den Abdrehprozess (Kalibrierung) starten. Mit dem Start des automatischen Abdrehvorganges wird das Saatgut aller Dosiereinheiten nicht zu den Säscharen, sondern über einen Bypass in eine Wiegezelle gefördert. Nach Wiegung und Übertragung des Gewichtes wird das Saatgut einfach in den Saatgutbehälter entleert. Der Bediener muss nun die Wiegezahl und mögliche Arbeitsgeschwindigkeit bestätigen, ohne dass ein direkter Zugang zur Dosiereinheit mit einer Abdrehmulde nötig wäre, und kann mit der Aussaat beginnen. Auch zwischendurch schafft eine schnelle Kontrolle mehr Sicherheit über die gesamte Aussaatperiode, da die Saatmengenkalibrierung erfolgen kann, ohne dass der Bediener vom Traktor absteigen muss. Dabei werden die Abdrehmenge nicht mehr durch die Größe der Abdrehmulde begrenzt und der Kontakt mit gebeiztem Saatgut auf das Nötigste reduziert. Außerdem kann der Bediener zeitgleich andere vorbereitende Tätigkeiten ausführen.

  • Qualitätssystem mit Infield-Automatisierung für John Deere ExactEmerge

John Deere GmbH & Co. KG, Mannheim, Deutschland, Halle 13, Stand E3

Einzelkornsaat auch bei hohen Geschwindigkeiten

Für hohe Fahrgeschwindigkeiten von bis zu 16 km/h bei der Einzelkornsaat müssen diverse Parameter aufeinander abgestimmt werden, um eine hohe Qualität der Pflanzenverteilung und Kornablage unter wechselnden Einsatzbedingungen zu erreichen. Beim Qualitätssystem mit Infield-Automatisierung für John Deere ExactEmerge handelt es sich um ein komplexes Automatisierungssystem für die Hochgeschwindigkeits-Einzelkornsaat mit diversen Steuerungs-, Überwachungs- und Dokumentationsfunktionen. Dabei gewährleistet die Vakuum-Automation eine hohe Vereinzelungsqualität der Körner und somit eine genaue Kornplatzierung. Mit der Active-Downforce-Control wird ein pneumatisches Anpressdrucksystem aktiviert, das nach Bedarf die Anpressdruckreserve aktiviert. Eine Curve-Compensation steuert die Einzelaggregate unterschiedlich bei Kurvenfahrt, so dass überall gleiche Kornabstände erreicht werden. Die Einzelaggregate arbeiten dabei mit Nullablage, das heißt, die eingestellten Kornabstände erreichen eine hohe Gleichmäßigkeit. Eine Section-Control mit kurzen Reaktionszeiten ermöglicht genaues Säen auch von keilförmigen Flächen. Die Auto-Load-Funktion für ITEC Pro integriert gerätespezifische Daten und traktorspezifische Sequenzen über ISOBUS in das Vorgewendemanagement und das Lenksystem. Darüber hinaus werden mit der Software GoPlant-App und SeedStar-Mobile umfassende Möglichkeiten geboten, um einfach Anbau, Konfigurierung und Betrieb von Maschine und Traktor als auch von Precision Farming Anwendungen zu realisieren. Der Fahrer kann sich mit diesem System ganz auf die Überwachung der Aussaat konzentrieren. Die Aufzeichnung der Prozessdaten zu Dokumentationszwecken ist selbstverständlich integriert.

  • GPS-Switch mit AutoPoint

AMAZONEN-WERKE, Hasbergen-Gaste, Deutschland, Halle 9, Stand G14

Überlappungen weiter reduziert

Aufgrund der Verzögerung zwischen Einschalten des Dosiermotors und dem Förderbeginn des Saatguts am Schar ist die Handhabung bei allen pneumatischen Sämaschinen in der Praxis schwierig. Immer wieder kommt es so zu Fehlstellen im Bestand, insbesondere am Reihenbeginn und -ende. "GPS-Switch mit AutoPoint" ist eine Weiterentwicklung zur Reduzierung von Überlappungen am Vorgewende bei pneumatischen Sämaschinen. Durch eine vereinfachte, automatische und präzisere Steuerung wird die Effizienz des Saatguteinsatzes weiter gesteigert. Bei der Neuheit detektiert ein Sensor den Förderbeginn des Saatguts direkt am Schar. So kann sogar auf Änderungen im Förderverhalten des Saatgutes reagiert werden, da die Förderzeit abhängig von der Geometrie der Förderstrecke, der Gebläsedrehzahl und den Flugeigenschaften des Saatgutes ist. Die Maschinensteuerung berechnet automatisch die Förderzeit und kann deshalb den optimalen Zeitpunkt für Start und Stopp der Dosierung am Vorgewende bestimmen. Eine optische Darstellung im Display, kombiniert mit einem akustischen Signal zeigt dem Fahrer, dass ab diesem Zeitpunkt die Geschwindigkeit bis zum Erreichen bzw. Verlassen des Vorgewendes (Wendegeschwindigkeit) konstant gehalten werden muss. Das Assistenzsystem gibt dem Fahrer somit eine Hilfestellung, um ein optimales Schalten und damit verbessertes Säbild zu erreichen.

  • EasyCheck

AMAZONEN-WERKE, Hasbergen-Gaste, Deutschland, Halle 9, Stand G14

Querverteilung schnell und einfach kontrollieren

Die Vor-Ort-Kontrolle der Querverteilung bei Zentrifugaldüngerstreuern mit den bisher üblichen Schalenprüfsets ist mit einem hohen Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden. Die Schalenprüfsets können oft nicht in der Traktorkabine mitgeführt werden, sondern ein zweites Fahrzeug muss den Transport übernehmen. Anders mit dem digitalen mobilen Prüfstand EasyCheck zur Bestimmung der Querverteilung von Zentrifugaldüngerstreuern, bestehend aus einer Smartphone-App und Auffangmatten. Die Düngerkörner werden mit flexiblen, leicht zu transportierenden Haftmatten aufgefangen, dann mit dem Smartphone fotografiert und über Bildverarbeitung in einer Smartphone-App ausgewertet, um daraus automatisch die optimale Einstellung zu errechnen. Der digitale mobile Prüfstand bietet somit einen erheblichen arbeitswirtschaftlichen und organisatorischen Vorteil: So benötigt der Landwirt nur etwa ein Viertel der Zeit zur Überprüfung der Querverteilung, was sich in einer höheren Akzeptanz der Überprüfung der Querverteilung im Feld und damit zu einer weiten Verbreitung niederschlagen dürfte.

  • IDTA Air-Injektor-Doppelflachstrahldüse

Lechler GmbH, Metzingen, Deutschland, Halle 8, Stand B15

Alle Vorteile: Doppelflachstrahldüse mit maximalem Anwenderschutz 

Doppelflachstrahldüsen bieten zusätzliche Vorteile, um den Behandlungserfolg abzusichern. Jedoch sind bisherige Systeme bei Verstopfungen schwierig zu reinigen. Gerade bei diesen Tätigkeiten verweisen zahlreiche Studien auf die Notwendigkeit des Tragens von Schutzhandschuhen, da hier die größte Gefahr der Anwenderkontamination besteht.
Bei der IDTA handelt es sich um eine asymmetrische Doppelflachstrahldüse (30° vorne, 50°hinten) die, anders als andere Systeme, eine gleiche effektive Strahlbreite an der Zielfläche durch die Geometrie der beiden Spritzstrahlen erreicht. Erreicht wird dies durch einen 120° Spritzwinkel in Fahrtrichtung, der einen Anteil von 60 % des Volumenstromes besitzt und einen 90° Spritzwinkel nach hinten, der 40 % des Volumenstromes ausbringt. Des Weiteren handelt es sich um ein „Düse-Kappe-System“ und lässt sich selbst mit Pflanzenschutzhandschuhen im Feld einfach ausbauen und reinigen. Selbst der Injektor kann bei Verstopfungen mit Handschuhen demontiert und somit gereinigt werden. So ermöglicht einem diese Düse die Vorteile einer Doppelflachstrahldüse in der Praxis zu nutzen und ebenfalls den Umwelt- und Anwenderschutz nicht zu kurz kommen zu lassen.

  • Horsch Gestängesteuerung

HORSCH Maschinen GmbH, Schwandorf, Deutschland, Halle 12, Stand C41

Gestänge mit Blick auf das Umfeld

Die herkömmliche sensorgesteuerte Steuerung von Spritzengestängen mit Hilfe von Ultraschallsensoren stößt insbesondere bei Lücken in den Beständen, wie sie durch Wildschäden, Fahrgassen o. ä. entstehen, an ihre Grenzen. Diese würden hier das Gestänge nachregeln, obwohl kein Bedarf besteht. Anders beim Laserscanner-gestützten vorausschauenden Erkennungssystem zur Gestängesteuerung von Horsch: Hier wird ein Laserscanner auf dem Kabinendach montiert, der das Umfeld nach vorne und zur Seite hin über die komplette Arbeitsbreite vorausschauend abtastet, erfasst und ein Flächenmodell erstellt. Somit besteht erstmals die Möglichkeit, das Gestänge im Vorhinein so einzustellen, dass eine möglichst geringe Regelabweichung entsteht. Während der Fahrt wird das Gestänge anschließend anhand des Flächenmodells in Höhe und Lage gesteuert. So können auch Hindernisse, die sich im Bestand befinden, sicher erfasst werden und das System entscheidet, ob es ausreicht, das Gestänge anzuheben oder sogar eine Bremsung eingeleitet werden muss.

  • easyFlow QF

agrotop GmbH, Obertraubling, Deutschland, Halle 8, Stand D20

Sicher dosieren und Kontaminationen vermeiden

Im Hinblick auf die künftigen Forderungen der Zulassungsbehörden zum Anwenderschutz bei Neu- und Wiederzulassungen von Pflanzenschutzmitteln kommt geschlossenen, kontaminationsvermeidenden Entnahme- und Dosiersystemen im Pflanzenschutz auf europäischer Ebene eine besondere Bedeutung zu. easyFlow QF stellt hier eine universelle und präzise Ausführung dar, die bei der kleinen Anbauspritze wie auch beim Selbstfahrer eingesetzt werden kann. Es bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Gebindegrößen bis hin zu Großgebinden an einem System kombiniert zu verwenden und macht so ein Umschalten oder Umbauen der Entnahmemittel und/oder Dosierhilfsmittel sowie eine separate Reinigung derselben überflüssig. Das easyFlow QF ist durch seine Bauweise auch bei Teilmengenentnahmen im geschlossenen System extrem einfach zu reinigen. So lässt sich insgesamt erheblich Zeit einsparen. Zusätzlich vermindert das easyFlow QF das Risiko von Fehldosierungen und deren umständlicher Beseitigung erheblich. Auch die Entkopplung von der Einspülschleuse hin zur Saugleitung, hilft dem Landwirt, Fehlanwendungen zu vermeiden, die oft durch mangelnde Reinigung zustande kommen. Mit den Schlüsselfunktionen Arbeitszeiteinsparung und Anwenderschutz trägt das System effizient zum Anwender- und Umweltschutz bei.

  • DIS-PSM Direkteinspritzung von Pflanzenschutzmitteln ohne Verzögerungszeiten und Reinigung bei einem Mehrkammer Fass-System

Herbert Dammann GmbH, Buxtehude-Hedendorf, Deutschland, Halle 9, Stand B31

Schaltverzögerungen minimiert

Viele Direkteinspeisungssysteme scheiterten in der Vergangenheit an den langen Schaltzeiten, ausschließlicher Verarbeitung von flüssigen Pflanzenschutzmitteln und nicht zuletzt an der Reinigung der Leitungen, um Spritzfehler zu unterbinden. Bei dem DIS-System werden nun die komplette Spritze gereinigt und die anfallende Reinigungs-Brühe in einem separaten Behälter aufgefangen, um sie anschließend fachgerecht in verdünnter Form auf dem Feld auszubringen. Dazu wurde das Spritzenfass insgesamt fünffach unterteilt, so dass mit drei unterschiedlichen Mitteln gearbeitet werden kann. Das System arbeitet vollautomatisch und wird über ein entsprechendes Terminal bedient. Durch die spezielle Einbindung in das Dammann Fluidsystem werden Verzögerungszeiten auf ein Minimum reduziert, wobei die erforderliche Dosiergenauigkeit von max. +/- 5 % eingehalten werden kann.

  • AmaSpot

AMAZONEN-WERKE, Hasbergen-Gaste, Deutschland, Halle 9, Stand G14 und
agrotop GmbH, Obertraubling, Deutschland, Halle 8, Stand D20 und
Rometron B.V., Steenderen, Niederlande, Halle 9, Stand G14a

Düsen intelligent über Sensoren steuern

Beim AmaSpot System handelt es sich um eine Gemeinschaftsanmeldung der Firmen Agrotop, Amazone und Rometron und stellt ein intelligentes Sensor-Düsen-System zur Reduktion von Aufwandmengen im Pflanzenschutz dar. Dieses kann grüne Pflanzen vom Boden unterscheiden und punktgenau Herbizide applizieren. Durch die Ausbringung von Herbiziden allein auf die Zielpflanzen können Mitteleinsparungen zwischen 20 bis 80 % realisiert werden. Dank modernster Infrarot-Sensorik, einmaliger, ultraschneller Pulsweitenmodulation (50 Hz) und eigens entwickelter abdriftarmer Düsentechnik im Amazone Super-L-Gestänge werden Grünpflanzen quadratzentimetergenau behandelt – und das Tag und Nacht bei Geschwindigkeiten von bis zu 20 km/h. Bei der extrem hohen Schaltgeschwindigkeit können die Menge unmittelbar und stufenlos von 100 % auf 30 % reduziert oder auch die Düse vollständig abgeschaltet werden. Außerdem ist die ständige Anpassung der Ausbringmenge bei Kurvenfahrt möglich. Die Kombination der verschiedenen Technologien und die Integration in die Amazone Pflanzenschutztechnik ermöglichen eine gezielte und bedarfsorientierte Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Sie sichern den Behandlungserfolg im Ackerbau und helfen durch Verminderung der Aufwandmengen auch erheblich Kosten zu sparen. 

  • ICA-WIRELESS - Intelligenter Beregnungskontroller

PESSL INSTRUMENTS GmbH, Weiz, Österreich, Halle 15, Stand K07 und
BAUER Ges.m.b.H. Röhren- und Pumpenwerk, Voitsberg, Österreich, Halle 23, Stand A05 und
LAND-DATA Eurosoft GmbH & Co. KG - a BayWa company, Pfarrkirchen, Deutschland, Halle 15, Stand G30

Bewässerung in einer Hand

Für die Steuerung von Feldbewässerungsanlagen sind eine umfassende Kenntnis des aktuellen Boden-Bewässerungszustands sowie eine häufige und regelmäßige Vor-Ort-Kontrolle nötig. Das neue ICA-WIRELESS ist ein intelligenter Bewässerungskontroller, der alleine über eine APP via Smartphone oder Tablet herstellerübergreifend alle Beregnungsanlagen, wie z. B. Pivots oder Beregnungsmaschinen sowie auch Tropfbewässerungssysteme, steuern und überwachen kann. ICA-WIRELESS vereint durch die Kooperation dreier Unternehmen vorhandene Einzellösungen zu einem logischen Systemansatz, der alle Bereiche der Bewässerung umfasst und kombiniert. Basierend auf Echtzeitmessungen von Bodenfeuchte und Niederschlag und unter Berücksichtigung von Pflanzen- und Bodeneigenschaften sowie der aktuellen Wettervorhersage werden tägliche Bewässerungsempfehlungen errechnet, die manuell oder automatisch umgesetzt werden können. Durch eine Echtzeit-Überwachung können zudem Störungen im Bewässerungssystem erkannt und frühzeitig behoben werden. Darüber hinaus wird eine lückenlose Dokumentation der Bewässerungsmaßnahmen durch direkte Übernahme in eine Schlagkartei realisiert. Der Bewässerungskontroller ICA-WIRELESS hat einen hohen Nutzen für die landwirtschaftliche Bewässerung, da sowohl eine deutliche Effizienzsteigerung beim Wasser- und Energieeinsatz als auch eine nennenswerte Arbeitszeiteinsparung erreicht werden kann.

  • Zürn i-flow

Zürn Harvesting GmbH & Co. KG, Schöntal-Westernhausen, Deutschland,
Halle 13, Stand C24 und
Gebr. Schumacher GmbH, Eichelhardt, Deutschland, Halle 13, Stand D26 und
Eichelhardter Werkzeug und Maschinenbau GmbH, Eichelhardt, Deutschland, Halle 13, Stand D26 und
Compact Dynamics GmbH, Starnberg, Deutschland, Halle 13, Stand C24 und
HTW Dresden, Professur für Grundlagen der Elektrotechnik / Elektrische Antriebe, Dresden, Deutschland, Pavillon 34, Stand B13c

Elektrifizierung erleichtert optimale Schneidwerkseinstellungen für alle Erntebedingungen 

Bislang war die Schneidwerkseinstellung – abgesehen von der Haspel – üblicherweise nicht stufenlos und unabhängig von den übrigen Mähdreschereinstellungen, das heißt nach Erntebedingungen und den Anforderungen des Mähdreschers bzw. der Fahrgeschwindigkeit, zu regeln. Zur Optimierung der Funktionen des Schneidwerkes hat Fa. Zürn das vollkommen elektrisch angetriebene Getreideschneidwerk i-Flow entwickelt. Die Schachtwelle des Mähdreschers treibt ein 60 Volt Generatorpaket an, das die - bei elektrischen Antrieben gleichzeitig als Sensor dienenden - Elektromotoren aller drehenden Baugruppen mit Energie versorgt. Dies schafft neue Freiheitsgrade zur Optimierung der Schneidwerksfunktionen. Die Drehzahlen aller Baugruppen können einzeln an die Erntebedingungen angepasst werden, wie beispielsweise reduzierte Drehzahl von Förderbändern und/oder Einzugsschnecke bei geringem Ertrag. Oder sie können an die Anforderungen des Mähdreschers angepasst werden, wie eine Regelung der Schnittfrequenz in Abhängigkeit von der Erntegeschwindigkeit. Das elektrisch angetriebene Schneidwerk dient gleichzeitig als intelligenter Überlastschutz. Es eröffnet weitere Möglichkeiten zur Optimierung des Gutflusses bei reduziertem Verschleiß sowie Interaktionen mit dem Mähdrescher.

  • Linde HMV 105 D

Linde Hydraulics GmbH & Co. KG, Aschaffenburg, Deutschland, Halle 16,
Stand D19

Mehr Leistungsdichte und höhere Effizienz im Antriebsstrang

Bei zunehmend leistungsstärkeren Maschinen mit größeren Massen und Volumina stehen effizientere Antriebsstränge im Entwicklungsfokus. Die Fa. Linde hat dazu einen neuen Doppel-Axialkolben-Hydraulikmotor, den HMV 105 D entwickelt. Er besteht aus zwei Schrägscheibenmotoren, die kolbenseitig auf einer Welle zueinander (face to face) angeordnet sind. Diese Konstruktion ermöglicht die Verwendung einer Schrägscheibe zur Verstellung der Fördermenge beider Motoren. Dies bewirkt die Kompensation der inneren Kräfte des Motors und erlaubt somit die Nutzung von kleiner dimensionierten Lagern, wodurch sich insgesamt die Reibungskräfte verringern. Der neue Doppelmotor HMV 105 D erlaubt höhere Maximaldrehzahlen und somit ein größeres Wandlungsverhältnis von Ölvolumenstrom in Drehbewegung als ein vergleichbarer Einfachmotor. Er ist etwa 30 Prozent leichter als ein Motor mit Achsverteilergetriebe und kürzer als andere Modulbauvarianten. Seine beiden Triebwellenenden ermöglichen den kompakten Einbau in Antriebsstränge, woraus insgesamt eine höhere Leistungsdichte resultiert.

  • GoHarvest Premium Mähdrescher-Simulator

John Deere GmbH & Co. KG, Mannheim, Deutschland, Halle 13, Stand E30

Fahrer schulen und Fehlbedienungen vermeiden

Durch unsachgemäße und suboptimale Bedienung eines Groß-Mähdreschers entstehen erhebliche und unnötige Kosten. Daher sollten Anfänger und ungeübte Fahrer die zunehmend komplexe Bedienung eines Mähdreschers trainieren. Um dies außerhalb der Erntezeit zu ermöglichen, hat die Fa. John Deere den Fahrsimulator GoHarvest Premium entwickelt, der alle Arbeitssituationen darstellt. Drei Bildschirme vermitteln dem auf einem Original-Mähdreschersitz mit Bedieneinheit sitzenden Fahrer ein virtuelles Umfeld, in dem er die Grundbedienung des Mähdreschers vom Transport über das Rangieren sowie den An- und Abbau des Erntevorsatzes bis zum Überladen beim Ernteeinsatz üben kann. Wartungsanweisungen sind ebenfalls integriert. Darüber hinaus wird wie bei bekannten Lösungen der Ernteeinsatz inklusive der Optimierung der Mähdreschereinstellung simuliert. Der Lerneffekt ist größer als bei Onlinelösungen, weil die Simulation ein Erlebnis vermittelt. Der beim Händler befindliche Simulator kann in Schulungsveranstaltungen eingebunden oder an Kunden vermietet werden. Fehlbedienungen und damit verbundene Ausfallkosten in der Ernte werden vermindert.

  • Automatische Gutflusskontrolle für CLAAS LEXION Mähdrescher zur Steigerung der Maschinenleistung und Entlastung des Fahrers

CLAAS-Vertriebsgesellschaft, Harsewinkel, Deutschland, Halle 13, Stand C05

Es geht: Hybrid-Mähdrescher bis zur Leistungsgrenze auslasten

Viele Mähdrescher werden aus Furcht vor möglichen Verstopfungen und dem zu deren Beseitigung hohen Arbeitsaufwand nicht bis zur technischen Leistungsgrenze ausgelastet. Die Fa. Claas hat mit der automatischen Gutflusskontrolle für Hybridmähdrescher ein Warn- und Regelsystem entwickelt, das eine Mähdrescherauslastung bis an die technische Grenze zulässt. Sämtliche erfassten Sensorwerte, von der Schichtdicke im Einzugskanal bis zur Rotordrehzahl werden kontinuierlich mit dem für diese Baugruppe maximal möglichen Durchsatz- und maximalen Schlupfwert im Antrieb verglichen. Wird ein Wert geringfügig überschritten, so wird der Fahrer gewarnt. Darüber hinaus reagiert die Gutflusskontrolle je nach Intensität der Grenzwertüberschreitung mit automatisch reduzierter Fahrgeschwindigkeit oder dem Schnellstopp des Erntevorsatzes. Folglich kann der Fahrer ohne Verstopfungsgefahr auch mit extremen Einstellungen, wie beispielsweise großen Dreschspaltweiten bei der Rapsernte oder geringen Rotordrehzahlen zur Langstrohbergung, dauerhaft am technischen Limit ernten. Der Nutzungsgrad des Mähdreschers nimmt bei gleichzeitig reduzierten Ausfall- und Reparaturkosten zu.

  • CLAAS 4D-Reinigung für LEXION-Hybrid Mähdrescher - Rotorklappen- und Windgebläseregelung für volle Reinigungsleistung in Längs- und Seitenhanglagen

CLAAS-Vertriebsgesellschaft, Harsewinkel, Deutschland, Halle 13, Stand C05

Seitenhangausgleich auch mit Bandlaufwerk möglich

Bei der Ernte am Seitenhang nehmen die Kornverluste in der Reinigung bei hohem Durchsatz zu, weil das von den Rotoren bzw. dem Rücklaufboden mehr talseitig auf den Vorbereitungsboden geförderte Korn-Spreu-Gemisch die Reinigung talseitig überlastet. Bekannte Radfahrwerk-Hangausgleichstechniken lassen sich bei meistens mit bodenschonenden Bandlaufwerken ausgerüsteten Groß-Mähdreschern nicht realisieren. Um die Druschleistung von Hybrid-Mähdreschern auf hügeligen Feldern in Längs- und Querrichtung zu stabilisieren, hat Fa. Claas die sogenannte 4D-Reinigung entwickelt. Die auf drei Segmente erweiterten Rotorkorb-Verschlussklappen können pro Segment halbseitig angesteuert werden. Abhängig von der Seitenhangneigung werden sie passend geöffnet oder geschlossen, um das abgeschiedene Korn-Spreu-Gemisch nur bergseitig auf den Rücklauf- und somit auf den Vorbereitungsboden zu leiten. Eine talseitige Überlastung der Reinigung mit der Folge schlagartig zunehmender Reinigungsverluste wird dadurch vermieden. Das bautechnisch einfache, aber regeltechnisch komplexe System erhöht die Leistungsstabilität und damit die Effizienz von Groß-Mähdreschern beim Einsatz in Hanglagen.

  • Integrated Combine Adjustment 2 (ICA2)

John Deere GmbH & Co. KG, Mannheim, Deutschland, Halle 13, Stand E30

Automatisches Einstellen entlastet den Fahrer

Die Arbeitsqualität und Arbeitsleistung des Mähdreschers über eine längere Arbeitszeit konstant hoch zu halten, ist eine Herausforderung an den Fahrer, die ihn oft überfordert. Die Fa. John Deere hat daher die bestehende Einstelltechnik Interactive Combine Adjustment um komplexe Regeltechnik erweitert, die nun Integrated Combine Adjustment (ICA2) genannt wird. Kernstück des Regelsystems sind je eine Kamera im Körner- und im Überkehrelevator sowie neue, genauere Kornverlustsensoren. Die Bilder der beiden Kameras kann der Fahrer getrennt oder gemeinsam am Bildschirm anschauen. Entspricht das Arbeitsergebnis nach der eigenen Einstellung oder der mit Hilfe des Einstellassistenten erfolgten Optimierung der Mähdreschereinstellungen seinen Vorstellungen, speichert er es als Sollwert. Sobald das Arbeitsergebnis von diesem Sollwert abweicht, korrigiert ICA2 alle entsprechenden Non-Stopp-Einstellungen automatisch, von der Rotordrehzahl und der Dreschspaltweite bis zur Gebläsedrehzahl, den Siebeinstellungen und den Durchsatz, entsprechend der vom Fahrer gewählten Priorität von Leistung und Qualität. Die Einstelländerungen werden zur Kontrolle gelistet. Das Dreschen wird erstmals automatisch an Sollvorgaben angepasst, ein weiterer Schritt zur Optimierung des Gesamtprozesses.

  • John Deere Active Yield

John Deere GmbH & Co. KG, Mannheim, Deutschland, Halle 13, Stand E30

Automatisch kalibrieren, Ertragsmessung optimieren

Die Daten von Ertragsmesseinrichtungen in Mähdreschern sind oft ungenau, weil das System nicht bei jeder Veränderung der Erntebedingungen neu kalibriert werden kann oder der Kalibriervorgang gerade den Ernteablauf stört. Die Folge sind ungenaue Ertragskarten. Die Fa. John Deere ergänzt daher die Ertragsmesseinrichtung um das Kalibriersystem Active Yield. Im Kornbunker sind drei Wiegezellen zur Messung der Vertikalkräfte bei zunehmendem Füllstand angeordnet. Basierend auf einer Grundkalibrierung vergleicht das System diese Kräfte mit den Werten des Ertragssensors, unter Berücksichtigung der Werte des Feuchtigkeitssensors. Mit zunehmender Anzahl Bunkerfüllungen nimmt die Genauigkeit des Kalibrierwertes zu, so dass im Ergebnis eine Ungenauigkeit von plus/minus drei Prozent verbleibt, die andernfalls nur durch den geübten Fahrer bei mehrmaligem täglichen Kalibrieren erreicht wird. Zunehmende Messungenauigkeiten durch Verschleiß der Elevatorkette über Erntekampagnen werden kompensiert. Das neue automatische System Active Yield vermeidet den Arbeitsaufwand für die Kalibrierung und schafft die Basis für eine konstant hohe Genauigkeit der Ertragsmessung im Mähdrescher.

  • R-Soil Protect - Bodenschonendes hydraulisches Fahrwerkssystem mit neuer Reifentechnologie und erstmals nur 1,4 bar Reifenfülldruck für die nachhaltige Hackfruchternte

ROPA, Herrngiersdorf, Deutschland, Halle 25, Stand G12 und
MICHELIN Reifenwerke AG & Co. KGaA, Karlsruhe, Deutschland, Halle 20,
Stand C02

Bodenschonung ist Trumpf

Noch vor fünf Jahren war Rübenroden mit 1,4 bar Reifenfülldruck und das in allen Rädern bei dreiachsigen Maschinen undenkbar. ROPA und MICHELIN haben im neuen Köpfrodebunker „ROPA Tiger 5“ die Basis für mehr Bodenschutz und somit eine nachhaltige Landbewirtschaftung geschaffen. Erstmals wurde ein neues dreiachsiges, vernetztes Fahrwerkssystem mit hydraulischem Lastausgleich auch am Seitenhang (bis 10 % Neigung) entwickelt und auf den neuen, großvolumigen Reifen CerexBib IF 1000/55 R32 von Michelin angepasst. So werden gerade im unebenen Gelände Lastspitzen auf einzelnen Rädern vermieden und die Masse ähnlich einem Bandlaufwerk jederzeit auf alle Räder gleichmäßig verteilt. In Verbindung mit der neuen Reifentechnologie wird die Gesamtmasse auf einer größeren Aufstandsfläche abgestützt. Der Kontaktflächendruck der Räder wird - trotz bis zu 49 % mehr Masse auf den Hinterrädern - dort um 33 % verringert. Diese Innovation zielt vorrangig auf die Bodenschonung, wirkt aber zusätzlich positiv auf Traktion und Effizienz.

  • Integralantrieb für Fendt Former 12555X

AGCO GmbH – Fendt, Marktoberdorf, Deutschland, Halle 20, Stand B08f

Kreiselschwader elektrisch antreiben

Der Antrieb von Kreiselschwadern erfolgt bislang mechanisch über die Gelenkwelle oder hydraulisch. Der Fendt-Integralantrieb bietet erstmals einen kompakten elektrischen Torqueantrieb, der direkt in die Schwaderglocke integriert ist. Jeder Motor wird über eine eigene Leistungselektronik unabhängig geregelt, was eine automatische Überlastregelung und einen Schnellstopp ermöglicht. Jeder Kreisel kann separat drehzahlgesteuert werden und ist dadurch auf die speziellen Erntebedingungen direkt einstellbar. Der notwendige spezifische Energieverbrauch ist über den Direktantrieb niedriger.

  • John Deere Active Fill Control Sync

John Deere GmbH & Co. KG, Mannheim, Deutschland; Halle 13, Stand E30

GPS-gesteuerte Formationsfahrt von Häcksler und Abfuhrgespann

Es ist beim Häckseln nicht immer einfach, den parallelfahrenden Anhänger auch sicher zu treffen und effizient zu beladen. Die John Deere „Active Fill Control Sync“ nutzt die Positionsdaten von Häcksler und nebenherfahrendem Schlepper, erfasst gleichzeitig Wagenkontur und Füllhöhe und steuert über die Kommunikation zwischen den Maschinen den nebenherfahrenden Schlepper autonom. Damit ist eine automatische Befüllung der Transportfahrzeuge bei Vermeidung von Ernteverlusten gegeben. Die GNSS Daten unterstützen dabei das Kamerasystem zur Positionierung des Auswurfkrümmers. Sind alle Fahrzeuge mit GPS ausgestattet, ist eine automatische Wagensynchronisation durch die Optimierung der In-Feld-Logistik möglich.

  • CLAAS Multi Crop Cracker MCC MAX mit Reib- und Schneidringen – für mehr Energie und Struktur in der Maissilage

CLAAS-Vertriebsgesellschaft, Harsewinkel, Deutschland; Halle 13, Stand C05

Kornaufschluss durch Reibung, Schneid- und Scherkräfte

Mit Corncrackern werden Maiskörner bereits beim Häckseln voraufgeschlossen. Ihr hoher Energie- und Nährstoffgehalt ist somit sowohl für Rinder als auch in Biogasanlagen schneller und effizienter verfügbar. Der MCC MAX ist ein neues Aufbereitungssystem, bei dem die Aufbereiterwalzen mit jeweils 30 Ringsegmenten ausgerüstet sind. Die Anordnung und spezielle Geometrie der Ringsegmente führen dazu, dass das Häckselgut nicht nur durch Reibung, sondern auch durch Schneid- und Scherkräfte aufgeschlossen wird. Dies ermöglicht eine intensivere Aufbereitung der Maiskörner und zusätzlich einen fasernden Aufschluss des Stängel- und Blattmaterials, unabhängig von der Häcksellänge. Für Milchviehhalter und Biogasanlagenbetreiber ergibt sich damit eine höhere Energieausbeute.

  • Kombinierte, automatische Pressdruckregelung und Knoterüberwachung für CLAAS Quaderballenpressen

CLAAS-Vertriebsgesellschaft, Harsewinkel, Deutschland, Halle 13, Stand C05

Knoter im Blick und Pressdruck geregelt

Kontinuierlich den Pressdruck und die Knoterfunktion bei der Packenpresse im Blick zu behalten, stellt eine hohe Belastung für den Fahrer dar. Das neue elektronische Regel- und Überwachungssystem (APC) für Packenpressen umfasst zum einen die automatische Pressdruckregelung, bei der Pressdruck und Pressdichte erstmals nicht nur über den Belastungszustand der Maschine sondern auch über den Parameter Bindegarnqualität geregelt werden. Zugleich werden mit der Knoterüberwachung die Funktionen der Garnbindung überwacht und der Fahrer vor dem Auftreten von Problemen automatisch gewarnt. Für den Fahrer bedeutet dies eine große Entlastung, vor allem bei hohem Arbeitsanfall in witterungsbedingt engen Erntezeitfenstern.

RS 9000 Doppel-Schlaufen-Knoter

Rasspe Systemtechnik, Wermelskirchen, Deutschland, Halle 13, Stand D26B

Auf den Knoten kommt es an

Bislang setzen die Knoten als schwächstes Glied das Limit für die Garnbindung bei Ballenpressen. Der neue Doppelknoter von Rasspe besitzt keine Knüpferscheiben mehr, sondern zwei Knoterhaken. Damit wird die Zugfestigkeit von Garnen besser ausgenutzt, da Schlaufenknoten eine höhere Ausnutzung der maximalen Reißkraft des jeweiligen Pressengarns zulassen. Der neue Knoter hat einen geschlossenen wartungsarmen Hauptantrieb mit nur einer Welle für den gesamten Bindeprozess. Die kompakte Bauweise erlaubt den Einbau von bis zu acht Knotern auf 1,20 m Presskanalbreite. Andererseits kann durch die höhere Reißkraft der Knoten eventuell auf eine Umschlingung mit Bindegarn verzichtet werden.

  • KUHN Quader- und Rundballenwickler SW 4014 AutoLoad™

KUHN Maschinen-Vertrieb GmbH, Genthin-Schopsdorf, Deutschland, Halle 12, Stand C04

Ballenwickeln ohne anzuhalten

Aufnehmen und Absetzen zu wickelnder bzw. eingestretchter Siloballen kosten Zeit. Die Kuhn Auto Load-Funktion gewährleistet eine vollautomatische Nonstop-Einstretchung von Quader- und Rundballen, ohne dass der Fahrer in irgendeiner Form eingreifen muss. Der im Hauptrahmen integrierte Laser scannt beim Fahren den nahenden Ballen, erfasst automatisch seine Länge und bringt die Ladearme in Ladeposition. Der Ballen wird exakt aufgenommen, mit Folie umwickelt und während der Fahrt abgeladen. Das steigert den Arbeitsfluss und erhöht die Verfahrensleistung.

  • Every-Air

Mooij Agro BV, Hegelsom, Niederlande, Halle 24, Stand C10

Gleichmäßigere Verteilung der Luft 

Zur Verbesserung der Lagersicherheit erntefrischer Kartoffeln belüftet man in den letzten Jahren auch vermehrt offene Großkisten mit einem Zwangsdruck- oder -saugsystem. Dabei kommt es in längeren Kistenreihen je nach Arbeitsweise des Ventilators zu einer ungleichmäßigen Luftverteilung innerhalb des Stapels, was wiederum zu Qualitätsverlusten führen kann. Mit Hilfe des neuen und einfachen Luftleitsystems Every-Air von Mooij Agro BV in Form einer vertikal zwischen den Kistenreihen hängenden, perforierten Plane werden bestehende Zwangsdruck-Belüftungssysteme offener Großkisten ergänzt. Es gewährleistet so eine gleichmäßigere Verteilung der Luft über die gesamte Stapellänge im Lagerraum. Die so erreichten konstanten Klimabedingungen und die damit verbundene homogenere Abtrocknung und Abkühlung der Kartoffeln tragen zur Qualitätssicherung und Energieeffizienz der Lagerhaltung bei.

  • Pfanzelt Pm Trac 2380 4f

Pfanzelt Maschinenbau GmbH, Rettenbach/Allg., Deutschland, Freigelände,
Stand A08

Systemschlepper im Forst

Im Gegensatz zum Einsatz in der Landwirtschaft sind Schlepper im Forst durch fest verbaute Anbaugeräte eher Spezialisten als universelle Arbeitsmaschinen. Der Pfanzelt Pm Trac 2380 4f zeichnet sich durch einen großen An- und Aufbauraum über der Hinterachse mit einem werkzeuglosen Schnellwechselsystem aus. Ein eigenes Schlepperchassis mit Brückenrahmen und hydraulischer, automatisch blockierbarer Federung sorgt für eine Erhöhung der Standstabilität, die Panoramakabine mit um 340° elektrisch drehbarem Bedienerstand ermöglicht Arbeiten mit optimaler Sicht und ergonomischer Bedienung. Der Pfanzelt Pm Trac 2380 4f kann somit kurzfristig in unterschiedlichen Arbeitsbereichen eingesetzt werden und ist als universeller Systemschlepper für den flexiblen Einsatz in der Land- und Forstwirtschaft sowie in der Landschafts- und Umweltpflege konzipiert.

  • Beacon-basierte Fahrzeugerkennung - Fliegl Tracker -

Fliegl Agrartechnik GmbH, Mühldorf, Deutschland, Halle 4, Stand A33

Dokumentieren leichter gemacht – dank Bluetooth-Technologie 

Um eine hohe Lebensmittelsicherheit zu erreichen, ist eine lückenlose Dokumentation der Lebensmittelherstellungskette vom Acker bis zum Teller notwendig. Mit der Beacon-basierten Fahrzeugerkennung „Fliegl Tracker“ kommt man ihr ein gutes Stück näher. Der Beacon ist ein kleiner, kostengünstiger Bluetooth-Sender, der ständig seine Kennung aussendet und von Antennen im Nahbereich empfangen werden kann. Der Fliegl Tracker ist in Fahrzeugen aller Hersteller einsetzbar. Er kann z.B. an einem Mähdrescher angebracht werden. Beim Abtanken auf einen Überladewagen erfährt der Überladewagen die Beacon-Kennung des Mähdreschers. Bei der Übergabe des Getreides auf den LKW für den Straßentransport wird die Kennung des LKW-Beacons an den Überladewagen übermittelt. Am Silo wird die Beacon-Kennung des LKWs erfasst. Damit kann der Getreidestrom vom Acker bis zum Silo eindeutig nachvollzogen werden. Als universelles System ist der Einsatz des Fliegl Trackers nicht allein auf den Erntebereich beschränkt, sondern kann vielmehr Informations- und Dokumentationslücken verschiedenster Art schließen.

  • Topsoil Mapper

Geoprospectors KG, Mödling, Österreich, Halle 15, Stand F44

Bodenparameter im Blick

Der Topsoil Mapper ist ein Messsystem zur berührungslosen Erfassung von Bodenparametern in Echtzeit. Das Gerät wird im Frontanbau des Schleppers montiert und ermittelt automatisch während der Bearbeitungsfahrt verschiedene Bodenparameter wie Verdichtungszonen, Wassersättigung und Bodenart. Über Sende- und Empfangsspulen wird die scheinbare Leitfähigkeit bis in eine Tiefe von max. 1,1 m ermittelt, aus der sich die Bodenparameter berechnen lassen. Die im Gerät integrierte Auswertesoftware ermöglicht nicht nur die Erstellung von 3D Bodenkarten, sondern vor allem auch die online Ansteuerung - z.B. Tiefenführung - von Bodenbearbeitungsgeräten. Das Gerät erlaubt eine hohe Flächenleistung, ist witterungsunabhängig einsetzbar und kann vom Landwirt selbst bedient werden.

  • Fendt 360° Mähdrescherkamera für X-/P- Serie

AGCO GmbH – Fendt, Marktoberdorf, Deutschland, Halle 20, Stand B08f

  • John Deere 360 Grad 3D Kamerasystem

John Deere GmbH & Co. KG, Mannheim, Deutschland, Halle 13, Stand E30 und
Continental Automotive Austria GmbH, Wien, Österreich, Halle 16, Stand G05

  • Driver Extended Eyes

SAME DEUTZ-FAHR, Lauingen, Deutschland, Halle 4, Stand C36

Digitale bildgebende Technologien: Neue Dimensionen zur Fahrerassistenz und Sicherheit

Die Nutzung bildgebender Systeme zur Erfassung des Umfelds einer landwirtschaftlichen Maschine bietet durch die digitale Bildverarbeitung erweiterte Anwendungspotenziale und deutliche Verbesserungen gegenüber Lösungen, die sich auf rein visuelle Darstellungen beschränken. Ab Werk maschinenintegrierte Lösungen können nun durch die Verarbeitung digitaler Bilder den Blickwinkel des Fahrers aus verschiedenen Perspektiven deutlich erweitern oder zusätzliche Informationen in das Bild sowie Bildverarbeitungsalgorithmen integrieren. Die Verwendung mehrerer Kameras eröffnet den Rundumblick, das heißt die 360° Darstellung der Landmaschine und deren Umfeld aus verschiedenen Perspektiven incl. Draufsicht („John Deere 360 Grad 3D Kamerasystem“, „Fendt 360° Mähdrescherkamera“). Zusätzliche Informationen zur Fahrerassistenz wie z. B. die Projektion von Fahrspuren oder von Schwenkbereichen des Hecks (bei John Deere) können integriert werden. Das Potenzial der digitalen Bildverarbeitung wird durch die Verarbeitung der Rohdaten mehrerer Kameras zur Personenmarkierung bei den „Driver Extended Eyes“ von Same Deutz-Fahr deutlich. Die Aspekte Sicherheit, Fahrerunterstützung und Automatisierung erhalten durch diese Innovationen neue Impulse.

  • Deepfield Connect - Asparagus Monitoring

Robert Bosch Start-Up GmbH, Ludwigsburg, Deutschland, Halle 9, Stand F02

Temperatursteuerung im Spargelanbau dank moderner Technologien

Für den Spargelanbau wird mit dem „Deepfield Connect – Spargel Monitoring“ durch die Kombination von Sensor- und Kommunikationstechnologien eine praxisorientierte Lösung für Qualitäts- und Ertragsverbesserungen vorgestellt. Die Daten von drahtlosen Temperatursensoren in verschiedenen Tiefen der Spargelfelder stehen dem Anwender, z. B. Landwirt oder Berater, auf einer Plattform der Robert Bosch Start-Up GmbH zur Verfügung. Mittels in die Lösung integrierter Kommunikationstechnologien wie Smartphone-App und Kommunikationsmöglichkeit für die Beteiligten, können die Messwerte interpretiert und in Handlungsanweisungen überführt werden. Durch die zusätzliche Berücksichtigung der Historie und externer Daten können Prognosen z. B. zum Erntebeginn erstellt werden. Die praxisorientierte Lösung verbessert die Informationsbasis des Landwirts und bietet Erweiterungsmöglichkeiten sowohl hinsichtlich des Spargelanbaus als auch der Übertragung in andere Kulturen.

  • CLAAS Feldroutenoptimierung mit exakter Fahrspurberechnung und Arbeitszeitprognose

CLAAS-Vertriebsgesellschaft, Harsewinkel, Deutschland, Halle 13, Stand C05 und
365FarmNet Group GmbH & Co. KG, Berlin, Deutschland, Halle 15, Stand J 13 und
European GNSS Agency, Prag, Tschechien, Halle 15, Stand K36

Effizienz durch optimale Fahrwege steigern

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Gerade bei großen, unregelmäßig geformten Schlägen stellt sich immer die Frage nach der Bearbeitungsrichtung und einer möglichst effizienten Anlage der Fahrspuren. Die CLAAS Feldroutenoptimierung ist ein Softwaresystem, das die optimale Bearbeitungsroute für die Geometrie jedes Feldes errechnen kann. Als Ergebnis werden dem Nutzer eine Aufteilung des Feldes und Fahrspuren ausgegeben, die es ihm ermöglichen, das Feld zeit- und streckenoptimiert zu bearbeiten. Der Anwender erhält weiterhin eine Prognose, wie viel Zeit für die Bearbeitung benötigt wird. Er kann damit Soll-/Ist-Vergleiche durchführen und gegebenenfalls nötige Optimierungsschritte einleiten. Die Software ist als Planungswerkzeug in die Internet-Plattform 365FarmNet integriert. Die Feldroutenoptimierung ist für alle Feldprozesse im Acker- und Futterbau einsetzbar. Auf Basis der Berechnungsergebnisse kann der Zeitbedarf zur Bearbeitung des Feldes nach Angaben des Herstellers um durchschnittlich sechs % reduziert werden.

Weitere Informationen unter www.agritechnica.com/de/