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Gelungener Auftritt mit neuem Mercedes-Benz Actros

Daimler

Für Lkw-Fahrerin Bianca Dold sind die knapp 600 Kilometer der anstehenden Tour eigentlich reine Routine. Von Ulm geht es nach Berlin. Dort war sie schon ein paar Mal, alles kein Problem. Trotzdem ist sie heute ganz schön aufgeregt, als sie in ihren weißen Actros steigt. Denn diese Fahrt ist keine gewöhnliche Dispo ihres Arbeitgebers, der Schenker Deutschland AG, nein, es geht zum ZDF. Bianca ist eingeladen in die neue Mittagstalkshow „Inka!“, die Moderatorin Inka Bause seit dem 5. September täglich im Zweiten präsentiert. Eine hübsche, zierliche, junge Frau, die hauptberuflich einen 40-Tonner lenkt. Nicht ganz alltäglich. Das dachte sich auch Fernseh-Redakteurin Janine Bleker: „Wir entdeckten Bianca und ihre Fahrerinnen-Gruppe im sozialen Netzwerk Facebook und fanden toll, was sie macht. Darum luden wir sie ein.“ Dass Bianca Dold ganz selbstverständlich mit dem kompletten Sattelzug, bestehend aus einem knapp drei Monate alten Actros 1845 StreamSpace und einem nagelneuen Curtainsider von Schmitz Cargobull, anreist und, wie immer, auch Hundedame Sissi an Bord hat, begeistert die TV-Macher um so mehr.

Doch bevor es so weit ist, steht zuerst ein Kunde auf dem Plan, Leerfahrten sind schließlich nicht im Sinne der Umwelt. In der Nähe von Potsdam wartet ein Agrarhandel auf 7,5 Tonnen Verpackungsmaterial. An der Lieferadresse angekommen, stellt sich heraus, dass die eigentliche Abladestelle noch ein paar Kilometer weiter ist. Auf einer recht schmal bemessenen, rustikalen Kopf­steinpflasterstraße, links und rechts nur von Sand und Wiesen gesäumt, geht es ab in die brandenburgische Pampa. „Ja, die eine oder andere Ladestelle ist schon ein Abenteuer.“ Bianca zwinkert vielsagend.

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Der Actros begegnet dem schlüpfrigen Untergrund mit Fassung, Dämpfer­einsatz, ASR und ABS und stellt sich nebenbei als sehr geländegängig heraus. Der Trailer hoppelt spurtreu hinterher. Inmitten der großen Milchviehhaltung, die am Ende der Holperpiste im Grünen liegt, wirkt der strahlende 40-Tonner vollends wie ein Raumschiff. Zumindest beäugen ihn die Kühe recht kritisch. Aber die können ja schließlich nicht wissen, dass mit der Euro VI-Ausführung ein höchst umweltfreundliches Fahrzeug vor ihnen steht. Die Arbeiter vor Ort scheinen dagegen weniger vom Lkw irritiert, denn von der Person, die aus dem Fahrerhaus hüpft – zumindest kurzfristig. Bis Bianca mit geübten Handgriffen die Plane öffnet und die Aluspannlatten abmontiert. Sie nimmt es gelassen: „Die meisten Kunden sind inzwischen daran gewöhnt, dass auch mal ein weibliches Wesen im Truck ankommt. Es werden schließlich immer mehr Frauen, die diesen Beruf für sich entdecken, und ihn mit Leidenschaft ausüben.“

Bianca erzählt, wie es dazu kam, dass sie nicht Ballerina wurde, sondern Berufskraftfahrerin: „Als Kind machte ich Ballett, dann fing ich mit dem Reit­sport an und nahm professionell an Springturnieren teil. Daher rührt auch mein Lkw-Führerschein, denn ich fuhr meinen Pferdetransporter, als ich alt genug dafür war, selbst.“ Nach einer kaufmännischen Ausbildung, die ihr nicht so richtig Freude macht, beschließt die gebürtige Schwarzwälderin, der Faszination für Lkw nachzugeben und bewirbt sich als Fahrerin. „Mein Vater hatte eine Manufaktur und lieferte seine Schwarzwälder Uhren selbst aus. So kam ich schon früh mit Lkw in Kontakt und war immer mit Feuereifer dabei“, erklärt sie, „also warum das nicht zum Beruf machen? Bereut habe ich es bislang nicht.“ Von den familieneigenen Lieferfahrzeugen, über den Pferde­transporter und die Trucks verschiedener Arbeitgeber bisher, war und ist Bianca übrigens stets in einem Mercedes-Benz unterwegs.

Dann lässt sie die Liftachse ab, damit das Gespann noch etwas wendiger wird und los geht’s mitten hinein in den wuseligen Berliner Stadtverkehr. Das Produktionsstudio „fernsehwerft“, hier wird „Inka!“ aufgezeichnet, befindet sich am Osthafen in Friedrichshain. Dort angekommen, erhält der Sattelzug einen Parkplatz in bester Lage direkt an der Spree. Nebenan schaukelt ein Hausboot, der Drehort für eine Doku-Soap.

Am nächsten Tag um acht Uhr morgens geht der Dreh los. Zuerst muss die Blondine in die Maske. Nicht, dass sie das nötig hätte, doch die Kamera verlangt rein technisch nach übergesunder Farbe im Gesicht. Mit einer extra Portion Wimperntusche strahlen Biancas blaue Augen anschließend mit dem beleuchteten Mercedes-Stern um die Wette. Der Kameramann installiert eine kleine Go-Pro-Cam im Fahrerhaus über dem Beifahrerfenster und Redakteurin Janine erklärt, dass Bianca sich doch bitte in der Kabine bewegen und typische Abläufe „nachspielen“ soll. Staufach auf, Pullover raus, anziehen. Aufs Bett setzen, Kühlschrank darunter hervorziehen, einen Joghurt herausnehmen und diesen essen, mit dem Laptop arbeiten, Terrierhündin Sissi, die auf dem Bei­fahrersitz residiert, füttern und so weiter. Zum Schluss noch einige Aufnahmen mit der großen Cam und die Szenen, die das Leben im Lkw zeigen sollen, sind fertig. Jetzt lässt die Fahrerin noch den Motor an, setzt mit dem Zug zwei­hundert Meter zurück, biegt um eine Ecke und wendet. Von dort kommt sie auf „Go!“ angefahren, hupt, stoppt nach Handzeichen punktgenau vor der Kamera und steigt aus. Aus dieser Sequenz und dem anderen Material schneidet die Redakteurin drei Einspieler, die während der Sendung laufen.

Nach einer kurzen Pause und einem Wechsel von Arbeitskleidung in etwas Schickeres werden Bianca und Sissi zur Studiobegehung abgeholt. Dort erklärt der Aufnahmeleiter den Ablauf der Sendung und Moderatorin Inka Bause schaut auch schon mal vorbei, knuddelt den Hund und begrüßt ihren Talk-Gast: „Du bist die Bianca, die Lkw fährt, wow, das finde ich Spitze!“ Dann noch­mal Maske, der Außendreh hat die Frisur etwas verwirbelt. Während dessen nimmt das Publikum im Studio Platz und die Aufzeichnung beginnt mit Promi-Gast Ross Anthony. Der Sänger hat eine neue CD aufgenommen, deutsche Schlager. Das gefalle ihm, ganz ohne Rücksicht auf irgendwelche Klischees, die der Musikrichtung anhaften. Der Zweite in der Runde ist der britische Autor Adam Fletcher. Er lebt in Berlin und schrieb einen Bestseller über seine Liebe zu den Deutschen. Trotz deren typischer Arten und Unarten. Als nächstes stößt der Schweizer Sprachwissenschaftler Professor Roland Ris zum Talk und räumt mit dem Missverständnis auf, Fluchen sei eine negative Ausdrucksform. Fletcher und Ris machen auf dem Sofa Platz für den stärksten Mann Deutschlands, Kraftsportler Patrik Baboumian. Der ist Veganer und studiert Philosophie. Also auch weit entfernt von „Fleisch gibt Kraft“ und „Muki-Männer haben eh nichts im Kopf“. Hier passt Bianca, die als Letzte zu der Runde kommt, in Sachen Vorurteile entkräften doch bestens hin: Lkw-Fahrer sind allesamt ungehobelte Unsympathen? Nein, ganz offensichtlich nicht. Ergänzend dazu ist auch ihr Lkw, der hinter der Couch über den Studiobild­schirm rollt, ein effizientes, schadstoffarmes Hightech-Arbeitsgerät mit komplettem Sicherheits-Ausstattungspaket. Inka Bause äußert großen Respekt vor dem Beruf der Fahrerin und stellt Fragen zum Arbeitsalltag, Ross Anthony beeindruckt die Größe des Innenraums der Actros-Kabine. Nachdem das finale „Schnitt“ ertönt und die Show im Kasten ist, gibt es noch Fotoaufnahmen mit allen Beteiligten.

Tags darauf geht es heimwärts, doch natürlich nicht ohne Rückladung. Um sieben Uhr morgens warten Teile eines Baugerüsts auf ihre Fahrt in Richtung Süden. Die Ladeadresse ist eine riesige Baustelle direkt am Kurfürstendamm, die Einfahrt mündet in eine Sackgasse, der Platz ist für wendige Kipper und Betonmischer ausgelegt. Na prima. Doch Fahrerin und Fahrzeug legen eine 180-Grad-Kehre in Millimeterarbeit hin, die sich sehen lassen kann. Plane auf, Rungen raus und schon kommt der Stapler und verfrachtet die ersten Gitter­boxen und Gestänge auf den Trailer. Während Bianca mit dem Gurten der Ladung beginnt, schaukelt der Actros jedes Mal, wenn der Stapler absetzt, sachte hin und her – wie das TV-Hausboot neben dem er heute Morgen noch parkte. „Ja, das echte Leben hat uns wieder“, lacht Bianca.

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