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Robotik: Der Hyster Geh-Gabelhochhubwagen mit Gegengewicht der Serie S1.0-1.5C folgt einer einprogrammierten Route. Foto: Hyster Gehe zu Fotos
Robotik: Der Hyster Geh-Gabelhochhubwagen mit Gegengewicht der Serie S1.0-1.5C folgt einer einprogrammierten Route. Foto: Hyster

Industrie 4.0: Hyster Europe setzt auf staplerbasierte Robotik-Lösungen

Hyster Europe arbeitet jetzt mit dem französischen Robotertechnik-Spezialisten Balyo zusammen. Auf der Intralogistik Fachmesse LogiMAT in Stuttgart zeigte der Flurförderzeugehersteller intelligente Robotik-Lösungen am Beispiel des Hyster Schleppers LO7.0T.

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Wie von Geisterhand bewegt fährt der Schlepper auf dem Hyster Stand in Halle 10. Die mit innovativer staplerbasierter Robotertechnik ausgestattete Maschine ist eines der ersten Modelle, die Hyster Europe mit der innovativen Technologie anbietet. „Unsere Robotertechnik arbeitet mit der Balyo Geo-Navigationstechnologie, die keine komplexen Änderungen an der Infrastruktur erfordert, um logistische Abläufe zu automatisieren“, sagt Timo Antony, Area Business Director Central Europe bei Hyster. „Stattdessen orientieren sich die Flurförderzeuge an der Umgebung mithilfe der natürlichen Gebäudemerkmale.“

Hyster Stapler fahren automatisch

Hyster setzt für die Navigation der Flurförderzeuge vor allem auf das System „Geoguidance“. Dieses auf der so genannten LIDAR-Technologie basierende System bestimmt die Position des Staplers, indem es sich an festen Punkten orientiert, beispielsweise an Wänden, Regalen oder der Gebäudestruktur. Reflektoren oder sonstige physische Navigationshilfen sind nicht nötig.

„Da unsere Robotik-Lösungen auf Staplern aus der Serienproduktion basieren, lassen sich die Flurförderzeuge nach wie vor auch manuell bedienen“, sagt Antony. „Das hat den großen Vorteil, dass der Fahrer die Maschinen bei Bedarf auch per Hand steuern kann. Die Robotertechnik lässt sich jederzeit ausschalten. Der Stapler kann deshalb spontan auch für andere Aufgaben eingesetzt werden.“ Dadurch unterscheiden sich die Robotik-Lösungen für Hyster Stapler deutlich von „Fahrerlosen Transportsystemen“ (FTS). Denn die ursprünglich für den Transport von Kleinteilen eingesetzten FTS folgen automatisch ihren festgelegten Routen und lassen sich nicht manuell bedienen.

Zudem sind einige FTS in der Navigation eingeschränkt und können Hindernissen nicht immer ausweichen. Die mit der Balyo Geo-Navigationstechnologie ausgestatteten Hyster®  Stapler nehmen bei Bedarf einfach eine andere Route. Wenn ein mit Geoguidance-System ausgerüsteter Stapler auf Hindernis trifft, ermittelt die Software in den meisten Fällen eine alternative Strecke und der „Roboter“ kann seine Fahrt automatisch fortsetzen.

Robotertechnik passt sich der Infrastruktur an

Die Industrie 4.0 wird die gesamten Logistikprozesse verändern. Wesentlichen Anteil daran haben innovative Robotertechnik-Lösungen, die sich ohne großen Aufwand an die jeweilige Infrastruktur anpassen lassen. „Wir rüsten unsere Standardstapler individuell mit der Robotertechnik aus“, sagt Antony. „Dabei kann ein einzelner ‚Robotik-Stapler‘ oder eine ganze Flotte eingesetzt werden.“ Zudem vereinfacht der Einsatz von Hyster®  Staplern aus der Serienfertigung die Wartung, Fehlersuche und Diagnose der Flurförderzeuge.

Schlepper steuern Ziele automatisch an

Derzeit bietet Hyster® mehrere Flurförderzeuge an, die mit der innovativen Robotertechnik arbeiten. Dazu zählen die Produktreihe der Gabelhochhubwagen mit Gegengewicht S1.0C, S1.2C und S1.5C und die Niederhubkommissionierer wie der LO2.5. Darüber hinaus lassen sich mehrere Hyster® Schlepper, die mit Routenzügen zur Beschickung von Fertigungslinien eingesetzt werden, mit den Robotik-Lösungen ausstatten.

Im Schlepper kann die Fahrtstrecke abgespeichert werden, die der Routenzug nehmen soll. Nach entsprechendem Training fahren die Routenzüge ihre Ziele dann automatisch an und halten selbständig an den einzelnen Stationen. Voraussetzung: Die Konfiguration des Routenzuges bleibt unverändert und das Gewicht der zu transportierenden Lasten in Etwa gleich. Ansonsten müssen die Schlepper neu angelernt werden. Bei Bedarf kann die Robotertechnik auch ausgeschaltet werden und die Schlepper werden wie gewohnt vom Fahrer gesteuert.

„Diese Robotik-Lösung erfüllt die Anforderungen bei Nachfrageschwankungen oder -spitzen deutlich besser“, betont Antony. „Was unsere Lösung jedoch wirklich von anderen unterscheidet, ist ihr Ansatz. Anstelle eines festen Technologiepakets erarbeiten wir gemeinsam mit dem Kunden individuelle Lösungen.“

Laser scannen die Umgebung

Beim laserbasierten Navigationssystem für die Robotik Stapler von Hyster® wird zunächst die Umgebung mithilfe eines oben auf dem Stapler sitzenden Lasers aufgezeichnet. Dies geschieht, indem der Stapler manuell durch den gesamten vorgesehenen Arbeitsbereich manövriert wird. Der so erstellte Plan wird anschließend von einem Ingenieur korrigiert. Anschließend werden die Routen definiert und der Karte hinzugefügt. Die fertige Karte wird dann auf die weiteren Geräte im Fuhrpark hochgeladen.

Während des Betriebs scannt der Laser die Umgebung und vergleicht sie mit der gespeicherten Karte. Auf Basis dieses Vergleichs wird die aktuelle Position berechnet und der automatisierte Stapler führt seine Aufgaben aus. „Grundsätzlich ist es die größte Herausforderung bei der Robotertechnik die verschiedenen Lösungen in bestehende Lagerlogistiksysteme zu integrieren – und wenn es um die Neuplanung von automatisierten Systemen geht, müssen die Platzverhältnisse optimal ausgeschöpft werden“, sagt Antony.

Amortisierung in zwei bis drei Jahren

Die Kosten richten sich nach dem Staplertyp und den spezifischen Anforderungen. Betriebe. Grundsätzlich sollten Unternehmen mit dem Vier- bis Fünffachen eines manuell gesteuerten Staplers rechnen. Hinzu kommen noch die Installationskosten. „In den meisten Fällen dürfte sich ein automatisiertes System, unabhängig von der Größe, in zwei bis drei Jahren amortisieren“, so Antony. „Wir empfehlen allen Kunden, vor der Umsetzung eines automatisierten Systems, die potenzielle Rendite genau zu prüfen.“ Um im Zeitalter der Industrie 4.0 die Kosten des Fuhrparks zu reduzieren, lohnt sich auch der Einsatz eines Fuhrparkmanagementsystems.

Hyster Tracker reduziert Kosten

Mit dem Fuhrparkmanagementsystem Hyster Tracker unterstützt der Flurförderzeuge-Hersteller Unternehmen auch bei der Datenerfassung – von der täglichen Wartungsdurchsicht bis zur Nutzungsanalyse. Das System kann in verschiedenen Flurförderzeugen und Containerstaplern nachgerüstet werden. Damit lassen sich die Betriebskosten, die regelmäßige Wartung, Fehlercodes und Aufpralldaten überwachen und bei bestimmten Fehlern oder bei einem Aufprall automatisch per E-Mail versenden. So können Schäden leichter aufgezeichnet und geprüft werden. Mithilfe der GPS-Überwachung lassen sich zudem Bereiche identifizieren, in denen die Wahrscheinlichkeit von Unfällen erhöht ist – etwa besonders stauanfällige Strecken.

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Hyster Tracker kann auch mit RFID-Karten verwendet werden, sodass bestimmte Maschinen ausschließlich von befugten oder entsprechend geschulten Fahrern genutzt werden können. Zur Senkung der Kraftstoff- oder Stromkosten lässt sich die Leerlaufabschaltung so einstellen, dass der Stapler nach einem voreingestellten Zeitraum abgeschaltet wird, wenn er nicht bewegt wird. Zu Schichtbeginn kann der Fahrer eine Checkliste durchgehen und so Staplerprobleme erkennen, die dann unverzüglich bearbeitet und behoben werden können. Dadurch sinken die Kosten und potenzielle Stillstandzeiten können reduziert oder vermieden werden.

„Unsere Technologien und Innovationen orientieren sich immer an dem Bedarf der Logistikbranche“, sagt Antony. „Dank der robusten und zuverlässigen Stapler sowie des umfassenden Service und Supports durch unsere kompetenten Händler vor Ort profitieren unsere Kunden von einer Komplettlösung für jede Stufe der Logistikkette.“

 

Quelle: Lupin PR

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