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Rolf Eiten

Interview Lectura mit Rolf Eiten, President & CEO CLARK Europe GmbH

Frage LECTURA Press:

Sie haben neben der S-Serie auch die Baureihe CGC auf der CEMAT vorgestellt. Wie kommen diese neuen Konzepte bei Ihren Kunden und Händlern an?

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Antwort Rolf Eiten:

Die neuen verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstapler der S-Series kommen sehr gut bei unseren Kunden und Händlern rund um den Globus an. Ich denke bei dieser Baureihe ist uns der Spagat gelungen, auf der einen Seite für europäische und US-amerikanische Kunden moderne und leistungsfähige Fahrzeuge zu entwickeln, die dem Bediener einen hohen Komfort bieten sowie für den Betreiber die Effizienz verbessern. Und gleichzeitig haben wir für unsere Kunden in Asien, dem Mittleren Osten und Afrika das gute Preis- Leistungs-Verhältnis gewahrt, das diese Regionen erwarten. Damit wir den Anforderungen der jeweiligen Region optimal entsprechen konnten, haben unsere Kompetenzzentren in Amerika, Asien, Australien und Europa bei der Entwicklung der S-Series sehr eng zusammengearbeitet und die neuen Fahrzeuge in zahlreichen Feldtests weltweit auf Herz und Nieren geprüft. Das Feedback der Fahrer und Betreiber ist dann in das Fahrzeugkonzept eingeflossen. Damit haben wir mit der S-Series unser oberstes Ziel, unseren Kunden die bestmögliche Lösung für die jeweilige Transportaufgabe zu bieten, recht gut erfüllt. Wir ruhen uns auf unserem Erfolg auch nicht aus, sondern stellen zur LogiMAT 2019 weitere Verbesserungen und Neuerungen an der S-Series vor, von denen unsere Kunden profitieren.

Was die CGC-Baureihe anbelangt, so muss man ganz klar sagen, dass Stapler mit Bandagenbereifung in Europa eher Nischenprodukte sind. Mit der Neuauflage dieser Baureihe wollten wir aber auf spezielle Kundenanwendungen reagieren, wie beispielsweise dem Handling von Papierrollen oder Stahl-Coils. Insbesondere Betreibern in der Stahlbranche, im Baugewerbe, der Beton- sowie der Papier- und Zellstoffindustrie möchten wir mit Treibgasstaplern mit Bandagenbereifung und mit Tragfähigkeiten von 4 bis 7 t eine Lösung für platzkritische Anwendungen mit schweren Lasten bieten. In diesen Einsatzbereichen kann mit den kompakten Bandagenstaplern nicht nur die Sicherheit beim Materialumschlag erhöht werden, sondern es lässt sich mit diesen Staplern auch die Umschlagleistung im Vergleich zu Fahrzeugen mit Superelastik- oder Luftbereifung steigern. Als Beispiel: Der Clark Treibgasstapler C 40 mit einer Tragfähigkeit von 4 t und Superelastik- oder Luftbereifung hat einen Wenderadius von 2.843 mm, während der CGC 70 mit einer Tragfähigkeit von 7 t einen Wenderadius von nur 2.728 mm aufweist. Das Fahrzeug kann also bei nahezu gleichem Wenderadius 3 t mehr heben. Bei der Arbeitsgangbreite hat der CGC 70 ebenfalls mit einer Breite von 4.425 mm die Nase vorn – beim C 40 liegt die Arbeitsgangbreite bei 4.816 mm. Auch bei der Resttragfähigkeit in großen Hubhöhen punkten die Bandagenfahrzeuge aufgrund der soliden Bauweise des Hubgerüsts. Grundsätzlich möchten wir unseren Kunden zukünftig möglichst für jedes Einsatzprofil das passende Fahrzeug anbieten, damit diese bei ihren Logistikprozessen eine höhere Effizienz erzielen können. Aus diesem Grund erweitern oder überarbeiten wir stetig unsere Produktpalette.

Frage LECTURA Press:

Wie sehen Sie die weitere Entwicklung Ihrer Maschinen in Bezug auf die fortschreitende Digitalisierung?

Antwort Rolf Eiten:

Mit der S-Series haben wir eine komplett neue Staplergeneration entwickelt, die den Attributen Smart, Strong und Safe Rechnung trägt. Denn neben bewährten Systemkomponenten haben wir bei dieser Baureihe erstmals aktive Sicherheitssysteme und ein smartes Informationssystem implementiert, das sich an interne IT-Systeme anbinden lässt, damit die Sicherheit und Effizienz gesteigert und die Kosten für den Materiaumschlag gesenkt werden können. Smart, Strong und Safe steht für die Kerneigenschaften zukünftiger Entwicklungen aus dem Hause Clark. Das heißt Clark Flurförderzeuge standen schon immer für Robustheit und Zuverlässigkeit und punkten zukünftig ebenfalls mit einem hohen Fahrerkomfort sowie Dank aktiver Sicherheitssysteme mit einem noch sichereren und umschlagstärkeren Betrieb auch unter härtesten Einsatzbedingungen. Ich glaube, dass sind genau die Eigenschaften, auf die ein Großteil unserer Kunden großen Wert legen, denn für kleine und mittlere Unternehmen, die keine Gabelstaplerflotten sondern eher einzelne Geräte betreiben, ist das Thema Digitalisierung immer noch sehr kostspielig. Der Fokus liegt hier meist noch auf dem Preis und den Kosten über die Laufzeit eines Fahrzeugs. Da ein Großteil unserer Kunden hier in Europa dies noch nicht zwingend verlangt, haben zum Beispiel

„Autonomous Guided Vehicles“ (AGVs) für uns noch nicht allerhöchste Priorität. Erst wenn die Nachfrage steigt, widmen wir uns dieser Thematik intensiver. Im Moment konzentrieren wir uns auf Bereiche, wie zum Beispiel die Verbesserung des Fahrerkomforts. Hier punktet die S-Series mit einem durchdachten ergonomischen Arbeitsplatzkonzept, das dafür sorgt, dass Fahrer ermüdungsfrei und sicher arbeiten können. Für eine höhere Sicherheit beim Rückwärtsfahren mit dem Stapler bietet Clark bei der S-Series serienmäßig ein großes 5- Zoll-TFT-Farbdisplay und für einen moderaten Aufpreis ein Kamera-System an, das von der Qualität ein Pkw-ähnliches Bild beim Rückwärtsfahren liefert. Dieser gängige Standard beim Pkw hatte sich bislang bei Flurförderzeugen noch nicht durchgesetzt. Mit der Rückfahrkamera hat der Fahrer bei Rückwärtsfahrt einen optimalen Blick auf die Aktivitäten auf seinem Fahrweg. Dies schont nicht nur den Nacken- und Schulterbereich, sondern trägt auch dazu bei, das Unfallrisiko zu reduzieren.

Frage LECTURA Press:

Wie wichtig ist die LogiMAT, und was erwartet die Besucher an Ihrem Stand?

Antwort Rolf Eiten:

Die LogiMAT hat für unser Haus einen hohen Stellenwert. Wir haben die Entwicklung der Messe in den letzten Jahren genau beobachtet und sind zu dem Schluss gekommen, dass das Messekonzept deutlich ausgereifter ist und unseren Ansprüchen an eine Fachmesse eher entspricht, als das Format der letzten CeMAT in Hannover, die etwas unglücklich in den Rahmen der Hannover Messe eingebunden worden ist. Hier ist die Zahl der Fachbesucher deutlich zurückgegangen, während die LogiMAT in den letzten Jahre deutliche Zuwächse verzeichnen konnte. Wir schauen auch bei der kommenden LogiMAT genau hin, ob sich der Aufwand lohnt. Grundsätzlich sind wir auch aufgeschlossen, eigene Formate zu entwickeln, wenn die traditionellen Fachmessen hinter unseren Erwartungen bleiben.

Im Mittelpunkt unseres Messeauftritts steht zum einen unsere im letzten Jahr zur CeMAT 2018 dem Markt erstmals vorgestellten verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstapler der S-Series. Diese haben wir weiter verbessert: Die Fahrzeuge wurden mit neuen Ford-Motoren der Abgasstufe 5 ausgestattet. Zudem wurde ein neues DBS-System implementiert, das dafür sorgt, dass die Lenkachse der Fahrzeuge stabilisiert wird, so dass bei Kurvenfahrt die Kippgefahr reduziert und das Fahrverhalten verbessert werden. Ebenfalls neu im Programm sind neue Kabinenvarianten.

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Zu den Highlights des Clark Messeauftritts gehört ebenfalls der neue Niederhubwagen PPFXS20 mit einer Tragfähigkeit von 2 t und einer Batteriekapazität von bis zu 375 Ah. Dieser ergänzt die Clark Produktpalette im Bereich der Lagertechnik. Der Niederhubwagen besitzt eine integrierte Fahrerstandplattform und ist insbesondere für die Be- und Entladung von Lkw, den Streckentransport von Lasten sowie die Kommissionierung verschiedenster Güter konzipiert. Zudem eignet sich das Fahrzeug ideal für die Be- und Entladung von Lkw über Rampen. Dazu wurde das Chassis abgeschrägt, um ein Hängenbleiben oder Verklemmen an Rampenübergängen zu verhindern. Die Fahrerplattform ist voll gefedert und garantiert einen schwingungsfreien Betrieb, so dass der Fahrer sich auf seine Arbeit konzentrieren kann. Der Hubwagen ist mit einem wartungsfreien und gekapselten 2,5 kW Drehstromfahrmotor mit einer Höchstgeschwindigkeit von 12 km/h und einem 2,0 kW Hubmotor ausgestattet, die für höchste Effizienz beim Heben und Senken von Lasten sorgen. Der neue Niederhubwagen verfügt über eine vollelektrische Servolenkung, mithilfe derer sich das Fahrzeug intuitiv und sicher bedienen lässt. Seine Vorteile spielt das Fahrzeug besonders in engen Arbeitsbereichen aus, denn hier punktet der Hubwagen durch ein präzises und sicheres Manövrieren. Für ein hohes Maß an Sicherheit sorgt ebenfalls die automatische Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit in Kurven.

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Quelle: LECTURA Verlag GmbH

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