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Kippaufbauten für die Zukunft

MEILLER präsentiert auf der IFAT (von links) den TRIGENIUS D212, den TECTRUM RS21 und den TECTRIS AK14
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MEILLER präsentiert auf der IFAT (von links) den TRIGENIUS D212, den TECTRUM RS21 und den TECTRIS AK14

Bildquelle: F. X. MEILLER Fahrzeug- und Maschinenfabrik - GmbH & Co KG

Zur IFAT vom 13.05. – 17.05.24 präsentiert MEILLER als Spezialist für Kippaufbauten innovative Lösungen, die auf die Zukunft der Mobilität und Nachhaltigkeit ausgerichtet sind. Das bayerische Traditionsunternehmen zeigt an verschiedenen Exponaten, dass seine Aufbauten auch mit LKWs, die mit alternativen Antriebskonzepten ausgestattet sind, problemlos kombiniert werden können. Vor Ort auf der Messe werden TRIGENIUS Dreiseitenkipper, TECTRUM Abrollkipper, TECTRIS Absetzkipper sowie ein Behältertransportanhänger zu sehen sein.

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MEILLER setzt sich nicht erst seit gestern mit den alternativen Antrieben der OEMs auseinander. „Für uns als Aufbauhersteller ist es wichtig, breit aufgestellt zu sein und immer eine gute Lösung parat zu haben – egal ob der LKW mit klassischem Kraftstoff, Gas oder batterieelektrisch betrieben wird“, erklärt Michael Eicheldinger, Leiter Produktmanagement. MEILLER ist bereits heute in der Lage, auf alle Elektro-LKWs der gängigen Hersteller aufzubauen. Unabhängig davon, ob diese mit einem für den hydraulischen Antrieb des Aufbaus notwendigen mechanischen (mPTO) bzw. elektromechanischen (emPTO) oder lediglich mit einem elektrischen Nebenabtrieb (ePTO) ausgestattet sind. Durch den elektrischen Antrieb ergibt sich ein klarer Vorteil: Die Hydraulik kann bedarfsgerecht betrieben werden. Das bedeutet, die Pumpe beziehungsweise die Hydraulik laufen nur, wenn der Aufbau sich bewegt. Mit dieser Methode kann unnötiger Energieverbrauch verhindert werden.

MEILLER setzt auf eine KTL-Grundierung, die auch kathodische Tauchlackierung genannt wird. Diese umweltfreundliche Vorbehandlung auf Wasserbasis bietet den idealen Korrosionsschutz, speziell auch in den Hohlräumen, sowie eine verbesserte Steinschlagbeständigkeit.

Neben der Verwendung der Oberflächentechnologie nutzt MEILLER ein neues modulares Montagekonzept: „Schrauben statt Schweißen“ stellt die Nachhaltigkeit sowie Einfachheit in den Vordergrund. Für Kunden bedeutet dies einen schnelleren Austausch von Ersatzteilen sowie eine flexible Anpassbarkeit des Aufbaus.

Der Abrollkipper TECTRUM RS21 hat ein Facelift verpasst bekommen. Mit dem TECTRUM RS21 können schwere Einsätze mit Dreiachsern bis 28 Tonnen Gesamtgewicht gefahren werden. Der Aufbau überzeugt mit einer Hubkraft von 21 Tonnen, wiegt gegenüber seinem Vorgänger bis zu 200 Kilogramm weniger und baut dank besonders flachem Grundrahmen 20 Millimeter niedriger. Der tief auf dem Fahrgestell sitzende TECTRUM RS21 senkt den Schwerpunkt des Fahrzeugs ab, was die Stand- und Fahrsicherheit erhöht und mehr Spielraum bei niedrigen Durchfahrtshöhen verspricht. Diese Vorteile kommen außerdem dem Ladevolumen und der Zuladung hinzu.

Optional können verschiedene Ausstattungsvarianten gewählt werden: Die hydraulische Rollenauflage, die den aufgezogenen Container beim Verschieben automatisch anhebt und für geräuschreduziertes Arbeiten bei gleichzeitig materialschonender, minimaler Krafteinleitung in die Stahlbaukonstruktion ermöglicht. Die Rollen senken sich anschließend wieder in die Behälterauflage ab, sodass der Container sicher auf einer festen Metallauflage aufsteht und nicht verrutschen kann. Ebenfalls optional ist eine hydraulische Innenverriegelung, die den aufgezogenen Container sichert und während des Transports zuverlässig für die nötige Ladungssicherung sorgt.

Ein weiteres Highlight zur IFAT 2024 ist bei MEILLER der Absetzkipper TECTRIS AK14. Passend für Zweiachsfahrgestelle und mit einer Hublast von 14 Tonnen weiß er optisch wie technisch zu überzeugen. Das neue Wiegesystem stellt beim ausgestellten TECTRIS AK14 eine Besonderheit dar, denn das Gewicht der Container wird schon beim Aufladen ermittelt. Die Werte werden sofort in der MEILLER i.s.a.r.-control 3 angezeigt. Dies gibt dem Fahrer eine schnelle Kontrolle der Beladung. Die Funkfernsteuerung erlaubt dem Fahrer eine komfortablere Bedienung aus sicherer Distanz, mit freier Sicht auf das Geschehen beim Aufund Abladen von Behältern. Die Vernetzung der Aufbausteuerung mit dem Fahrgestell führt zur Energieeinsparung und bei herkömmlichen Motoren zu verminderter Schadstoff- und Lärmbelastung. Die Start-Stopp-Funktion sowie die patentierte MEILLER Drehzahlautomatik sorgen ferner dafür, dass der Antriebsmotor des Lastkraftwagens nur läuft, wenn mit dem Aufbau auch tatsächlich gearbeitet wird, beziehungsweise die Drehzahl je nach benötigter Leistung gesenkt oder erhöht wird. Intelligente Funktionen wie die Folgesteuerung machen den Behältertransport zusätzlich effizient, einfach und wirtschaftlich.

Nicht nur der Behälter des Absetzkipper TECTRIS AK14 selbst, sondern auch die darin transportierte Ladung muss vorschriftsgemäß gesichert werden. So wird, wenn das Ladungssicherungspaket Komfort Plus konfiguriert wurde, mit einer zusätzlichen Behälterklemmeinrichtung sowie einer hydraulische Containerverriegelung vorne und hinten der Container befestigt. MEILLER bietet auf Wunsch Planenlösungen an, die eine einfache, schnelle Bedienung unabhängig vom Standort ermöglichen. Das Planensystem fährt sauber und ohne Beschädigung über den Container.

Zusammenfassend zeigt sich, die MEILLER i.s.a.r.-control 3 Funkfernsteuerung ist ein wichtiges Werkzeug, welches mit der Folgesteuerung Arbeitsabläufe vereinfacht, hohe Sicherheit über die Steuerung von Sicherheitsoptionen garantiert und somit zu mehr Effizienz der Transporte über Zeiteinsparungen sorgt.

Vielseitig und stark in verschiedenen Aufgaben ist der Dreiseitenkipper TRIGENIUS D212. Dieser ist ein weiterer Aufbau, den MEILLER auf der IFAT präsentiert. Das kommunale Multitalent kann auf einen zweiachsigen Lkw mit 15,0 bis 18 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht und einer Nennlast von zehn oder zwölf Tonnen aufgebaut werden. Die Kippbrücke des TRIGENIUS D212 ist mit einer Innenbreite von 2,45 m für den formschlüssigen Transport von leichten Baucontainer geeignet. Standardmäßig beträgt die Seiten- und Rückwandhöhe 600 mm. Die Stirnwand kann modular bis auf Fahrerhaushöhe erhöht werden. Sie wird für diesen Kippertyp generell aus 2,5 Millimeter starken, hochfestem Stahlblech gefertigt. Die Bordwände sind aus dem gleichen Material (HBW450) hergestellt, können bei Bedarf aber auch 4,0 Millimeter stark sein. Zudem bietet MEILLER ein neues, flexibles und modulares Entlastungssystem für alle Seitenwandvarianten an.

Die Seiten- und Rückwände präsentieren sich im modernen M-Jet Design. Die rechte Seitenwand ist pendelnd und abklappbar. Eine neue Sperre verhindert das gleichzeitige Öffnen von Pendel- und Abklappfunktion. Die linke Seitenwand wurde mit der neuen Bordmatik mit LED-Safetylight ausgestattet. Das labyrinthartige Anschlagprinzip der Seitenwände garantiert eine dauerhaft hohe Dichtigkeit. Die Rückwand ist am ausgestellten Aufbau hydraulisch abklappbar, alternativ sind aber auch klassische Klauenverschlüsse erhältlich. Das verlängert beim Abkippen den Auslauf und sorgt für ein möglichst sauberes Fahrzeugheck. Die Seitenwände kann MEILLER alternativ doppelschalig anbieten. Das zusätzliche 2,5-Millimeter starke Außenwandblech übernimmt dabei eine Schutzfunktion und sorgt für einen langen Erhalt der Optik bei schweren Einsätzen.

Mit den drei Fahrzeugen will MEILLER an seinem Stand zeigen, dass sich an dem eigentlichen Transport in Zukunft nicht viel ändert „Im Hinblick auf die IFAT haben wir unser Produktportfolio für die Herausforderung der Transformation der Kreislaufwirtschaft angepasst. Unser Ziel ist es, unsere Kunden bestmöglich zu unterstützen“, erläutert Michael Eicheldinger, Produktmanagement bei F. X. MEILLER Fahrzeug- und Maschinenfabrik.

Insgesamt präsentiert MEILLER auf der gesamten Messe 12 Fahrzeuge an verschiedenen Ständen. „Es freut uns sehr, dass zahlreiche Partner unsere Aufbauten an ihren Ständen ausstellen. Dies bestätigt, dass wir mit unseren Lösungen die Erwartungen der Kunden erfüllen“, kommentiert Dr. Daniel Böhmer, CEO der F. X. MEILLER Fahrzeug- und Maschinenfabrik. „Wir sind auf dem richtigen Weg. Unser Absatz ist für 2023 erhöht. Für das Jahr 2024 planen wir, dieses positive Geschäftsergebnis fortzusetzen und weiter zu steigern.“

Quelle: F. X. MEILLER Fahrzeug- und Maschinenfabrik - GmbH & Co KG