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Leichter Umsatzrückgang (-0,2%) für Produzierenden Bereich im Jahr 2016

Ende Dezember 2016 waren in den 63.280 Ein- und Mehrbetriebsunternehmen (-0,6% im Vorjahresvergleich) des gesamten Produzierenden Bereichs (Sachgüterbereich und Bau) 886.809 unselbständig Beschäftigte (+0,5%) tätig, die im gesamten Jahr 2016 Umsatzerlöse in Höhe von 256,0 Mrd. Euro (-0,2%) realisieren konnten. Im Bau wurden von 33.452 Unternehmen (-0,1%) rund 42,5 Mrd. Euro (+2,1%) umgesetzt, wie aktuelle Daten von Statistik Austria zeigen.

Unternehmen: Plus bei Beschäftigung, jedoch Umsatzrückgang

Ende Dezember 2016 gab es im gesamten Produzierenden Bereich (Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008) 63.280 Unternehmen (-0,6% gegenüber Dezember 2015) mit insgesamt 886.809 unselbständig Beschäftigten (+0,5%). Von diesen Unternehmen wurde in der Berichtsperiode Jänner bis Dezember 2016 insgesamt eine Brutto-Verdienstsumme (inkl. Brutto-Sonderzahlungen und Brutto-Abfertigungen) von 38,0 Mrd. Euro aufgewendet, das sind um 2,2% mehr als im Vergleichszeitraum 2015. Gleichzeitig erreichten die Umsatzerlöse 256,0 Mrd. Euro und lagen damit um 0,2% unter dem Niveau der Vorjahresperiode. Somit setzte im Jahr 2016 ein Unternehmen des Produzierenden Bereichs mit durchschnittlich 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern etwas mehr als 4,0 Mio. Euro um. Die Exportintensität, definiert als das Verhältnis des Auslandsumsatzes zum Gesamtumsatz, lag im gesamten Produzierenden Bereich bei durchschnittlich 47,1%. (siehe Tabelle 1)

Der Schwerpunkt der Aktivitäten im Produzierenden Bereich lag im Bereich "Herstellung von Waren" (inklusive Bergbau), in dem Ende Dezember 2016 mit 25.367 rund zwei Fünftel (40,1%) aller Unternehmen und rund zwei Drittel (609.639 bzw. 68,7%) aller unselbständig Beschäftigten des Produzierenden Bereichs tätig waren. Diese erzielten im Jahr 2016 mit 175,0 Mrd. Euro auch 68,3% der gesamten Umsatzerlöse. Die 33.452 Unternehmen im Bau (Abschnitt F der ÖNACE 2008) entsprachen einem Anteil von 52,9% und erwirtschafteten mit 232.120 bzw. 26,2% der unselbständig Beschäftigten einen Umsatz in Höhe von 42,5 Mrd. Euro (anteilig 16,6%).

Betriebe: Plus bei Beschäftigung und Arbeitsvolumen, geringfügiger Rückgang bei Produktion

Produzierender Bereich insgesamt: Beschäftigung +0,4%, Arbeitsvolumen +0,2%, Produktion -0,1%

Die 63.863 Betriebe (-0,6% gegenüber Dezember 2015) des Produzierenden Bereichs (Sachgüterbereich und Bau) hatten Ende Dezember 2016 insgesamt 885.476 unselbständig Beschäftigte (+0,4%). Den in der Berichtsperiode Jänner bis Dezember 2016 ausgewiesenen Brutto- Verdiensten (inklusive Brutto-Sonderzahlungen und Brutto-Abfertigungen) in Höhe von etwa 38,0 Mrd. Euro (+2,2%) stand ein geleistetes Arbeitsvolumen der unselbständig Beschäftigten von rund 1.451,3 Mio. Arbeitsstunden (+0,2%) gegenüber. Die im gesamten Produzierenden Bereich auf dem Markt abgesetzten Güter und Leistungen repräsentierten einen Wert von 252,5 Mrd. Euro und lagen damit geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres (-0,1%; siehe Tabelle 2).

Oberösterreich erwirtschaftete dabei mit einem Anteil von 17,9% der Betriebe 24,2% der gesamten abgesetzten Produktion Österreichs, gefolgt von Niederösterreich (18,4% der Betriebe bzw. 16,7% der abgesetzten Produktion), Wien (13,2% bzw. 17,1%) und der Steiermark (je 14,7%). Dabei waren in Oberösterreich rund ein Viertel, in Niederösterreich und der Steiermark je rund ein Sechstel und in Wien rund ein Achtel aller unselbständig Beschäftigten tätig. (siehe Tabelle 3)

Negativer Produktionstrend im Sachgüterbereich

Gegenüber der Vorjahresperiode ging die Produktion im gesamten Sachgüterbereich (Abschnitte B bis E der ÖNACE 2008) um 0,5% auf 210,1 Mrd. Euro zurück. Dieses Minus basiert im Wesentlichen auf der negativen Entwicklung der Abteilungen "Energieversorgung" (-7,6%, absolut 32,5 Mrd. Euro) sowie "Metallerzeugung und -bearbeitung" (-6,4%, 14,2 Mrd. Euro). Positiv hingegen entwickelten sich auf Jahressicht die Abteilungen "Herstellung von elektrischen Ausrüstungen" (+9,2%, 11,8 Mrd. Euro), "Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen" (+8,1%, 6,4 Mrd. Euro), "Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen" (+4,8%, 15,4 Mrd. Euro) sowie "Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel)" (+4,4%, 8,1 Mrd. Euro; siehe Tabelle 4).

Bau mit Produktionsplus

Im Jahr 2016 erwirtschafteten die 33.553 Betriebe (-0,1%) der österreichischen Bauunternehmen einen abgesetzten Produktionswert von 42,4 Mrd. Euro. Das bedeutet ein Plus von 2,2% im Vergleich zur Vorjahresperiode. (siehe Tabelle 5)

Dabei gingen vor allem von den Hochbausparten "Wohnungs- und Siedlungsbau" (+17,7%) sowie "Erschließung von Grundstücken; Bauträger" (+9,3%) sowie der Tiefbausparte "Kabelnetzleitungstiefbau" (+8,6%) positive Impulse aus. Die deutlichsten Rückgänge wiesen hingegen die Bausparten "Bau von Bahnverkehrsstrecken" (-10,7%), "Sonstiger Tiefbau anderweitig nicht genannt" (-7,7%), "Bau von Straßen" (-7,4%) und "Wasserbau" (-7,2%) auf. (siehe Tabelle 5)

Die abgesetzte Produktion der Bautätigkeit für den öffentlichen Sektor lag im gesamten Jahr 2016 mit rund 7,1 Mrd. Euro um 2,1% unter jener des Vorjahres. Die (absolut gesehen) höchsten öffentlichen Investitionen gab es dabei in den Teilsparten "Bau von Straßen" (2,1 Mrd. Euro), "Sonstiger Hochbau" (1,2 Mrd. Euro) sowie "Wohnungs- und Siedlungsbau" (998,5 Mio. Euro).

Den höchsten Zuwachs im öffentlichen Bereich verzeichnete von Jänner bis Dezember 2016 die Bausparte "Wohnungs- und Siedlungsbau" (+26,0%). Es folgten die Bausparten "Bauinstallation" (+10,6%), "Sonstiger Ausbau" (+8,8%) sowie "Adaptierungsarbeiten im Hochbau" (+6,6%). Starke Rückgänge beim öffentlichen Produktionsvolumen wurden hingegen in den Teilsparten "Erschließung von Grundstücken; Bauträger" (-79,4% – wobei hier berücksichtigt werden muss, dass die absolute Veränderung eine nur sehr untergeordnete Rolle im Aggregat einnimmt), "Sonstiger Hochbau" (-13,9%), "Wasserbau" (-11,8%) und "Abbrucharbeiten und vorbereitendende Baustellenarbeiten" (-11,2%) verbucht.

Regional betrachtet konnten Tirol (+6,7%), die Steiermark (+4,4%), Wien (+2,0%) und Niederösterreich (+1,9%) den Wert der abgesetzten Produktion im Vergleich zur Vorjahresperiode am meisten steigern, wobei im Jahresvergleich in keinem Bundesland Produktionseinbußen zu beobachten waren. (siehe Tabelle 6)

Ende Dezember 2016 wiesen die österreichischen Baubetriebe (ohne Baunebengewerbe) Auftragsbestände im Ausmaß von insgesamt 10,5 Mrd. Euro auf. Damit blieben die Auftragsbestände im Vergleich zum Vorjahresstichtag konstant. Auf Bundesländerebene gab es dabei in Oberösterreich (+15,7%) und Salzburg (+15,3%) die höchsten Zuwächse. Die höchsten Rückgange hingegen waren im Burgenland (-47,8%), in Kärnten (-23,3%) und in Vorarlberg (-14,3%) zu beobachten.

Tabelle 1: Ergebnisse der Unternehmen

Tabelle 2: Ergebnisse der Betriebe

Tabelle 3: Ergebnisse der Betriebe – regionale Verteilung

Tabelle 4: Ausgewählte Branchen des Sachgüterbereichs – Wert der abgesetzten Produktion

Tabelle 5: Bau – Wert der abgesetzten Produktion

Tabelle 6: Bau – Wert der abgesetzten Produktion sowie Auftragsbestände (regionale Verteilung)

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