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Mehr Protein, weniger Faser: regionale Unterschiede

Grassilage
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Grassilage

Bildquelle: Prof. Dr. Katrin Mahlkow-Nerge

  • Die Grassilage-Analysen 2025 aus acht Bundesländern sind jetzt online und basieren erstmals vollständig auf dem neuen GfE-2023-Standard.

  • Trockensubstanzgehalte bleiben stabil, während die Rohproteingehalte im Vergleich zu 2024 deutlich gestiegen sind, besonders in Brandenburg, Sachsen, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern.

  • Die Fasergehalte sind meist niedriger als im Vorjahr, was die Futteraufnahme fördert, jedoch gibt es Ausnahmen bei späten Schnitten mit höheren NDFom-Werten.

  • Regionale Unterschiede zeigen sich auch beim Energiegehalt, der von 9,8 bis 12,0 MJ/kg Trockenmasse variiert, was sich auf die Milchleistung auswirkt.

  • Die neuen GfE-Parameter bieten erweiterte Sicherheit für die Rationsplanung, insbesondere bei Aminosäurenprofilen und RMD-Bilanz, und detaillierte Tabellen sowie Praxishinweise sind online verfügbar.

Analysenergebnisse zur Grassilage 2025 jetzt online

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Aktuelle Analysen nach GfE-2023-Standard liefern wertvolle Kennzahlen für die Rationsplanung – ab sofort digital abrufbar / Proteinmarkt hält aktuelle Ergebnisse und Empfehlungen bereit.

Landwirte und Berater können ab sofort auf www.proteinmarkt.de die neuesten Analyseergebnisse zur Grassilage-Ernte 2025 (erster Schnitt) aus acht Bundesländern einsehen. Die Analysen werden erstmals vollständig nach dem neuen GfE-2023-Standard ausgewiesen – ein wichtiger Schritt, um künftig noch präzisere Rationsberechnungen zu ermöglichen. Die Ergebnisse zeigen dabei ein Silagejahr mit Licht und Schatten.

Stabile Trockensubstanzgehalte, mehr Rohprotein in den Silos

Der erste Schnitt 2025 liefert im Durchschnitt Trockensubstanzgehalte von 35 bis 40 Prozent und liegt damit stabil auf Vorjahresniveau, wobei in sehr trockenen Regionen ein erhöhtes Risiko für eine unzureichende Verdichtung besteht. Die Rohproteingehalte sind gegenüber 2024 deutlich gestiegen und reichen von 144 bis 168 Gramm je Kilogramm Trockenmasse. Besonders hohe Werte zeigen die Silagen aus Brandenburg, Sachsen, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern – ein Vorteil, der teure Protein-Zukäufe reduzieren kann.

Die Fasergehalte liegen in den meisten Bundesländern unter dem Niveau des Vorjahres und fördern somit die Futteraufnahme. Silagen aus sehr späten Schnitten in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bilden jedoch Ausnahmen mit teilweise erhöhten NDFom-Werten zwischen 485 und 557 Gramm je Kilogramm Trockenmasse.

Grassilage<br>BILDQUELLE: Prof. Dr. Katrin Mahlkow-Nerge

Hohe Schwankungen bei der Energie

„Beim Energiegehalt zeigen sich mit 9,8 bis 12,0 Megajoule umsetzbarer Energie je Kilogramm Trockenmasse größere regionale Unterschiede als 2024. Dies entspricht einem Milcherzeugungswert von 1,9 bis 2,4 Kilogramm energiekorrigierter Milch je Kilogramm Trockenmasse“, erläutert Dr. Wolfram Richardt, Leiter Landwirtschaftliches Untersuchungswesen der LKS Landwirtschaftliche Kommunikations- und Servicegesellschaft mbH und verantwortlich für die Analysereihe.

Fazit

Das Fazit der Analysen macht deutlich: Viele Betriebe konnten qualitativ starke Silagen erzeugen, doch ein zu später Schnitt und Rohproteinlücken (kleiner als 14 Prozent) bleiben regionale Herausforderungen. Genau hier liefern die neuen GfE-Parameter zusätzliche Sicherheit für die Planung – von Aminosäurenprofilen (sidLys, sidMet, sidHis) bis zur RMD-Bilanz.

Alle detaillierten Tabellen, Bundesland-Vergleiche und Einordnungen stehen online bereit – inklusive Praxishinweisen zur Anpassung bei Proteinüberschuss oder Energiemangel.

Quelle: Proteinmarkt

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