1. Dezember 2025, 08:04
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Der Rief-Hof im Westallgäu verbindet Tradition mit moderner, nachhaltiger Landwirtschaft und setzt auf Tierwohl und Energieautarkie.
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Für die Reinigung nutzt der Betrieb mobile Kärcher Hochdruckreiniger mit Heiß- und Kaltwassergeräten, die flexibel und effizient für Stallhygiene, Fahrzeugpflege und PV-Anlagen eingesetzt werden.
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Das Heißwassergerät beschleunigt die Stallreinigung und reduziert Krankheitserreger, während das Kaltwassergerät mit ökologischem Reiniger für die schonende Fahrzeugwäsche sorgt.
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Innovative Zubehörteile wie die „ecoBooster“-Düse und das iSolar-System erhöhen die Flächenleistung und schützen empfindliche Solarmodule bei der Reinigung.
Nutzung von Hochdruckreinigungsgeräten in der Landwirtschaft
Hochdruckreiniger sind auf fast allen Bauernhöfen eine feste Größe. Während Heißwassergeräte vor allem bei der Stallhygiene die Nase vorn haben, sorgen kompakte Kaltwassergeräte als echte Allrounder für schnelle und wirksame Sauberkeit bei unterschiedlichen Hofeinsätzen. Wie sich aus modernen Hochdruckreinigern mit dem passenden Zubehör noch mehr rausholen lässt, zeigt ein Vorort-Besuch auf einem bäuerlichen Familienbetrieb im Westallgäu.
Der Hof der Familie Rief liegt am Rande der zum Landkreis Lindau (Bodensee) gehörenden Gemeinde Opfenbach, die geografisch zur Voralpenlandschaft des westlichen Allgäus zählt. Typisch für die Region sind Streusiedlungen mit einzelnen Höfen. Einer davon ist der Rief-Betrieb, der seit den 1870er Jahren in Familienbesitz ist und in fünfter Generation von Ludwig Rief (30) geführt wird. 2020 hat der Agrartechniker, der bewusst Tradition mit Modernität verknüpft und dabei neue Ideen wie eine eigene Biogasanlage oder einen Tierwohlstall mit Aussichtsplattform für interessierte Besucher und Schulklassen umsetzt, den Hof übernommen.
Hof – mit klarem Wertesystem
Schon lange bestimmt ein klares Wertesystem – bestehend aus Regionalität, Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Tierwohl – die Abläufe auf dem Hof. Typisch für das Allgäu, ist das Milchvieh eine tragende Säule. Täglich werden rund 1.500 l Heumilch erzeugt, die an eine Käserei im 6 km entfernten Wangen geht. Eine Besonderheit: Der Rief-Hof ist der einzige Sauenhalter im Landkreis Lindau. Neben dem Zuchtbereich mit 140 Muttertieren, unterhalten die Riefs auch einen Mastbetrieb mit 1.450 Schweinen, deren Fleisch den lokalen Markt versorgt. Wie ambitioniert man das Thema Tierwohl angeht, zeigt der anstehende Neubau eines 3.000 m2 großen Schweinestalls nach Schweizer Vorbild, der den Masttieren mehr als doppelt soviel Fläche wie vorgeschrieben und jede Menge Strohkomfort bietet. „Wir tun das aus Überzeugung, weshalb wir auch den Besucherbalkon bewusst in unser Projekt eingebunden haben“, so Hof-Chef Rief.
80 ha Grünland, auf dem sämtliches Heu für die Versorgung des Milchviehs gemäht wird, und 18 ha nachhaltig bewirtschafteter Wald runden das Portfolio des Rief-Hofes ab, der auf einer weiteren Säule steht: Der energieautarken Versorgung des Betriebs durch Photovoltaik-Anlagen sowie eine Biogasanlage. „Zwei PV-Anlagen liefern rund 25 % unseres Strombedarfs“, so Rief. „Für einen Quantensprung sorgte die moderne Biogasanlage, mit der wir seit zwei Jahren unsere Gülle verstromen. Noch müssen wir etwas Reststrom zukaufen, werden aber mit einer weiteren PV-Anlage, die auf dem neuen Tierwohlstall installiert wird, die völlige Energieautarkie schaffen.“
Mobile Heiß- und Kaltwassergeräte – im Doppelpack bewährt
„Seit Jahren verlassen wir uns bei den anstehenden Reinigungsarbeiten auf den parallelen Einsatz von modernen Heiß- und Kaltwassergeräten von Kärcher, die nach einem klar definierten Plan in Aktion treten“, erklärt Rief. Der beheizte Hochdruckreiniger HDS 10/21-4 MXA, bei dem ein integrierter Brenner für bis zu 85 °C heißes Wasser sorgt, spielt die Hauptrolle bei der Stallhygiene. Ergänzend dazu kommt ein Kaltwasseraggregat, das kompakte Upright-Gerät HD 10/25-4 SXA, für unterschiedlichste Reinigungsaktionen zum Einsatz. Das Spektrum reicht von Adhoc-Einsätzen auf wechselnden Baustellen, wo etwa Verschalbretter mit bis zu 250 bar von Betonresten befreit werden müssen, über die Waschpflege der umfangreichen Fahrzeug- und Anbaugeräteflotte bis zur Reinigung der PV-Anlagen im 6-Monatsrhythmus, die so vor schmutzbedingten Leistungseinbußen von bis zu 30 % geschützt werden.
„Wichtig bei der Anschaffung war, dass beide Kärcher-Maschinen mobil sind und sich flexibel zwischen verschiedenen Einsatzorten hin- und herschieben lassen“, so Rief. Besonders einfach ist dies bei dem Kaltwassergerät, das sich dank des geringeren Gewichts und großer Räder mit einer Hand ziehen lässt. Zwei Hände reichen, um das wegen der aufwändigen Heiztechnik wesentlich schwerere Heißwassergerät, das über zwei Räder und eine zentrale Lenkrolle verfügt, sicher von A nach B zu bugsieren – wichtig beim regelmäßigen Pendeln zwischen verschiedenen Anwendungsorten.
Heißwasser – unabdingbar bei der Stallhygiene
„Im Stall verlassen wir uns voll und ganz auf unser Heißwassergerät”, unterstreicht Rief. Zur Verfügung stehen ihm dabei 210 bar Arbeitsdruck und eine max. Förderleistung von 1.000 l/h. Durch die Kombination von Hochdruck und Wärme lassen sich Verschmutzungen wesentlich schneller aufbrechen, was für eine Verkürzung der Reinigungszeit um bis zu 40 % sorgt. Dies kompensiert schnell den höheren Anschaffungspreis und sorgt für eine wirksame Senkung der Arbeitskosten. “Bedeutend ist außerdem, dass bei hohen Temperaturen Krankheitskeime wirkungsvoll reduziert werden”, so Rief.
Tägliche Grundreinigung des Melkroboters mit Warmwasser Besonders hohe Hygienestandards gelten am vollautomatischen Melkstand, der bereits seit 2013 im Laufstall existiert und reibungslos funktioniert. „Um auf Nummer sicher zu gehen und weil wir am Melkstand unmittelbar Lebensmittel erzeugen, gehen wir trotz integriertem Selbstreinigungssystem noch einen Schritt weiter und legen den Melkroboter täglich morgens für eine Stunde still, um die gesamte Anlage einer intensiven Grundreinigung mit unserem Heißwassergerät zu unterziehen.“
Der komplett in Edelstahl ausgeführte Melkroboter und der gekachelte Zugangsbereich schaffen beste Voraussetzungen für die schnelle und gründliche Reinigung mit dem Kärcher-Gerät, das beim morgendlichen Routineeinsatz durchgängig im ‚Eco-Efficiency‘-Modus betrieben wird. Hierbei arbeitet das Gerät – besonders effizient und sparsam – im wirtschaftlichsten Temperaturbereich von 60 °C bei vollem Wasserdurchlauf. Durch Optimierung der Brennerzyklen wird der Kraftstoffverbrauch im Vergleich zum Volllastbetrieb um 20 % reduziert.
„Vibrasoft“ – der leise Dreckfräser
Um den Grobschmutz, vor allem in der Melkbox, schnell zu beseitigen, kommt zu Beginn mit der „Vibrasoft“ eine neu entwickelte Rotordüse zum Einsatz, die mit 50% mehr Aufpralldruck als konventionelle Hochdruckdüsen aufwartet. Besonderheit der „Vibrasoft“: Sie erzeugt 30% weniger Vibration und ist leiser als die typischen Rotordüsen, die gemeinhin auch als ‚Dreckfräser‘ bekannt sind. Dies bedeutet wesentlich angenehmeres Arbeiten für den Bediener.
Automatische Schlauchtrommel integriert – 50 % kürzere Rüstzeit Ein echtes Plus ist auch die integrierte Schlauchtrommel. Sie erlaubt automatisches Auf- und Abrollen des 20 m langen, teflonbeschichteten Hochdruckschlauchs bis zu einem Winkel von 45 °C, selbst unter Druck. Dies verhindert ein Verheddern und gefährliche Stolperfallen. Bei den regelmäßigen Ortswechseln besonders wichtig: Das Gerät ist schnell einsatzbereit, da sich die Rüstzeiten um bis zu 50 % reduzieren lassen.
Kaltwassergerät – ideal für die Fahrzeugwäsche
Voll in seinem Metier ist das mobile Kaltwassergerät auf dem Waschplatz, wo es um die regelmäßige Reinigung der Fahrzeug- und Anbaugeräte-Flotte geht. Vor die Hochdrucklanze kommt hier alles, vom Radlader, über die insgesamt fünf Traktoren bis zu den diversen Gerätschaften wie Wender, Schwader, Ballenpressen oder Ladewagen. „Bei der Hochdruckreinigung der Maschinen greift die klassische ‚3-Schritt-Methode’, wie beim Händewaschen: Nassmachen, einschäumen, abwaschen“, erklärt Rief mit einem Lächeln. Zum Auftakt wird das gesamte Objekt – bei Volllast des Hochdruckgeräts (1.000 l Wasser/h; 250 bar) – einmal komplett von oben nach unten mit dem Strahlrohr abgespritzt. Dies dient der Beseitigung von Grobschmutz und dem Einweichen hartnäckiger Verschmutzungen. Beim Abstrahlen sensibler Komponenten, wie etwa dem Motor, lassen sich Druck und Wassermenge bequem über den ‚ServoControl’-Drehgriff vor der Hochdruckpistole stufenlos regeln.
Becher-Schaumlanze und natürliche Waschkraft
Da Kaltwasser besser mit ‚sanfter Chemie‘ funktioniert, kommt im nächsten Schritt das passende Reinigungsmittel zum Einsatz, das über den Hochdruckreiniger als weißer Schaum ausgetragen wird und Schmutznester schnell und wirksam aufbricht. Erzeugt wird der Schaum über eine Becher-Schaumlanze, die per Schnellverschluss statt der klassischen Strahlrohrlanze an die Hochdruckpistole angedockt wird. Aufgefüllt wird die Becher-Schaumlanze mit dem Aktivreiniger RM 82N von Kärcher, der zu 99 % aus Naturstoffen besteht, kennzeichnungsfrei ist und in der Betriebsmittelliste für ökologische Produktion in Deutschland (FiBL) geführt wird. Das leistungsstarke, hochkonzentrierte Reinigungsmittel, das dem Hochdruckwasser per Ansaugschlauch in geringer Dosierung zugeführt wird, eignet sich zur Entfernung von Ölen, Fetten, mineralischen und organischen Verschmutzungen.
Abschließend ist wieder die Hochdrucklanze gefordert, um den vom Schaum gelösten Schmutz mit der vollen Schwemmwirkung komplett zu beseitigen. „Das Ergebnis ist makellose Sauberkeit“, freut sich Rief.
Flächenwunder – „ecoBooster“-Düse
Begeistert ist der Hof-Chef von einer weiteren Neuheit – der im Mai 2024 vorgestellten „ecoBooster“-Düse, die neue Maßstäbe bei der schonenden Reinigung großer Flächen setzt. Der Schmutzabtrag ist deutlich breiter als mit dem bisherigen Flachstrahl und sehr gleichmäßig. Im Vergleich zur Standard-Flachstrahldüse von Kärcher erhöht sich die Flächenleistung, und damit die Effizienz des Wasser- und Energieeinsatzes, um 50 %. Neben der Ressourceneinsparung wird auch die Arbeitszeit deutlich verkürzt. Ermöglicht wird die erhöhte Effektivität, indem der austretende Hochdruck-Wasserstrahl durch einen Luftmantel geführt wird. So kommt ein gleichmäßig kraftvoller, breiterer Strahl auf der Oberfläche an, der das Arbeiten erheblich erleichtert. „Mit Strahlrohr und „ecoBooster“-Düse wird aus unserem Hochdruckreiniger ein echtes ‚Flächenwunder‘, mit dem sich – von der Fahrzeugwäsche bis zur Reinigung großer Rolltore – Zeit und Geld einsparen lassen“, so Rief.
iSolar-Baukasten macht Hochdruckreiniger fit für PV-Anlagen Schon seit Jahren sind die Kaltwasser-Hochdruckgeräte eine feste Größe bei der regelmäßigen Reinigung der Solardächer auf dem Rief-Hof, mit der die Leistung der beiden PV-Anlagen dauerhaft sichergestellt wird. Zum Einsatz kommt dabei das von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG e.V.) zertifizierte Zubehör iSolar, mit dem Kärcher seine professionellen Hochdruckreiniger (ab 700 l/h Fördermenge) fit für die Reinigung von sensiblen Solarmodulen gemacht hat. Herzstück des iSolar-Baukastens sind rotierende Doppelbürsten, die vom Wasser des Hochdruckgerätes im Niederdruck-Betrieb angetrieben werden. Befestigt sind die iSolar-Bürsten, deren kratzfreie Nylon-Beborstung für schonenden Umgang mit den empfindlichen Oberflächen der PV-Module sorgt, an bis zu 10 m langen Teleskoplanzen, die sich stufenlos ausziehen lassen. Mit den stabilen Auslegern aus leichtem Carbon-Verbundstoff lassen sich die bis zu 600 m2 großen Solaranlagen problemlos bis in den letzten Winkel reinigen – wobei in der Regel ein Bediener reicht. „Mit der iSolar-Nutzung ziehen wir buchstäblich alle Register, um aus unseren Hochdruckreinigern das Maximum rauszuholen,“ lautet das Fazit von Hof-Chef Rief.
Quelle: Alfred Kärcher SE & Co. KG