9. Februar 2026, 14:35
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Ökologische Grünflächenpflege erfordert eine klare Priorisierung verschiedener Ziele wie Artenvielfalt und Biotopverbund unter Berücksichtigung praktischer Rahmenbedingungen.
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Pflege ist unverzichtbar, um Verbuschung und Funktionsverlust zu verhindern; ein Wechsel zwischen intensiver und extensiver Pflege wird als praktikabel angesehen.
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Die Technik ist ein Werkzeug im Pflegekonzept, wobei der Maschinentyp weniger entscheidend ist als die konsequente Umsetzung des Gesamtkonzepts.
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Kommunikation und Mitarbeiterbindung sind Schlüsselfaktoren für Akzeptanz und die Umsetzung ökologischer Pflegeansätze.
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AS-Motor versteht sich als Impulsgeber und Wissensvermittler, unterstützt durch Schulungen, Leitfäden und technische Weiterentwicklung für ökologische Anwendungen.
Wie lässt sich Grünflächenpflege ökologisch sinnvoll und zugleich praktikabel gestalten, ohne die funktionalen Anforderungen aus dem Blick zu verlieren? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Diskussionsrunde, zu der AS-Motor Vertreter aus Wissenschaft, Praxis und Fachpresse eingeladen hatte.
Ausgangspunkt der Initiative war das langjährige Engagement von AS-Motor für ökologisch orientierte Grünflächenpflege. Spätestens seit der öffentlichen Debatte um das bayerische Volksbegehren „Rettet die Bienen“ im Jahr 2019 steht auch die Mulchtechnik verstärkt in der Kritik. Für AS-Motor war dies Anlass, die eigene Rolle als Gerätehersteller kritisch zu hinterfragen und sich vertieft mit den ökologischen Auswirkungen unterschiedlicher Pflegeentscheidungen auseinanderzusetzen. Die Diskussionsrunde knüpfte daran an und brachte Perspektiven und Erfahrungen aus Wissenschaft, Praxis und Medien zusammen.
In der Diskussion wurde deutlich, dass es kein einheitliches Ziel ökologischer Grünflächenpflege gibt. Stattdessen stehen mehrere ökologische Zielgrößen nebeneinander, darunter der Erhalt der Artenvielfalt sowie die Sicherung von Biotopverbünden und Landschaftsdurchgängigkeit. Pflege bewegt sich dabei immer innerhalb klarer Rahmenbedingungen, etwa mit Blick auf Verkehrssicherheit, rechtliche Vorgaben, Wirtschaftlichkeit und gesellschaftliche Akzeptanz. Priorisierung ist unvermeidbar. Pflege muss flächenbezogen und zielabhängig geplant werden.
Besonders hohe ökologische Bedeutung haben Flächen mit geringer Nutzung, aber hoher Vernetzungswirkung. Dazu zählen Straßenbegleitgrün, Ackerrandstreifen, Waldränder, Streuobstwiesen, kommunale Grünflächen sowie Privatgärten. Gerade lineare Strukturen übernehmen eine zentrale Funktion im Biotopverbund.
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Pflege ist unverzichtbar
Einigkeit bestand darüber, dass Nichtpflege keine tragfähige Option ist. Als Kulturlandschaft sind viele Flächen auf gezielte Pflege angewiesen, um Verbuschung, Arten- und Funktionsverlust zu vermeiden. Entscheidend sind Mähzeitpunkt, Mähhäufigkeit, Schnitthöhe, Flächenaufteilung sowie rotierende und mosaikartige Pflegeansätze. Als besonders praktikabel wurde eine Wechselpflege bewertet: intensiv gepflegte Bereiche dort, wo es erforderlich ist, und extensiv gepflegte, bewusst gestaffelte Teilflächen in angrenzenden Bereichen.
Auch die Rolle der Technik wurde in der Runde differenziert betrachtet. Maschinen sind Mittel zum Zweck, nicht die Lösung an sich. Balkenmäher können naturschutzfachliche Vorteile bieten, sind jedoch nicht überall wirtschaftlich oder geländebedingt sinnvoll einsetzbar. Mulcher und Sichelmähwerke können bei angepasstem Einsatz ökologisch sinnvoll arbeiten. Entscheidend ist eben nicht nur der Maschinentyp, sondern das gesamte Pflegekonzept und seine konsequente Umsetzung.
In der Praxis zeigt sich zudem, dass ökologisch orientierte Grünflächenpflege nicht zwangsläufig mit höheren Kosten verbunden ist. Reduzierte Mahdhäufigkeit kann Mehraufwand ausgleichen. Herausforderungen bestehen weiterhin bei der Entsorgung von Schnittgut sowie bei begrenzten Investitionsmöglichkeiten in neue Technik.
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Kommunikation entscheidet
Als Schlüsselfaktor wurde die Kommunikation identifiziert. Konflikte entstehen häufig weniger aus fachlichen Gründen als aus ästhetischen Erwartungen. Flächen, die ungewohnt oder unordentlich wirken, stoßen ohne Erklärung auf Ablehnung. Entscheidend ist eine erklärende, kontinuierliche Kommunikation, die Verständnis schafft und positive Beispiele sichtbar macht. Das Leitbild einer „geordneten Unruhe“ wurde dabei mehrfach genannt.
Ebenso zentral ist die Rolle der Mitarbeitenden. Veränderung gelingt nur mit den Menschen, die Pflege umsetzen. Wissen, Einbindung und Wertschätzung fördern Verantwortung und Motivation. Viele praktikable Lösungen entstehen direkt aus der Erfahrung vor Ort.
In der Diskussion wurde AS-Motor nicht nur als Gerätehersteller wahrgenommen, sondern als Wissensvermittler und Impulsgeber für den fachlichen Austausch. Schulungsangebote, praxisnahe Leitfäden, erprobte Praxislösungen sowie die Weiterentwicklung von Technik mit Blick auf ökologische Anwendung wurden als sinnvolle Ansatzpunkte benannt.
Quelle: AS-Motor
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