3. November 2025, 15:34
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ROPA präsentiert auf der Agritechnica 2025 zahlreiche Innovationen in der Kartoffel- und Zuckerrübentechnik, darunter die Marktpremiere des elektrisch angetriebenen Kartoffellegers ROPA Leguan ab 2027.
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Der Keiler 2 RK22 überzeugt mit neuer hydraulischer Triebachse für bessere Traktion, dem modularen DoubleSelect-System zur verbesserten Trennung und einem Schnellwechselsystem für flexible Kulturwechsel.
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Im Bereich Zuckerrübentechnik stellt ROPA den Tiger 6S mit dem Assistenzsystem R-Flow und dem bodenschonenden Fahrwerk R-Soil Protect vor, ergänzt durch neue Lenkmodi und digitale Schnittstellen.
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Digitale Innovationen wie das e-LS connect System zur elektronischen Hydraulikvernetzung und verbesserte Wiegesysteme bei der Maus 6 erhöhen Effizienz und Bedienkomfort.
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Zur Agritechnica wird zudem ein limitiertes Keiler 2 Sondermodell im Maßstab 1:32 mit originalgetreuen Funktionen exklusiv angeboten.
Unter dem Motto „Innovativ, kundenorientiert und praxisnah“ präsentiert ROPA auf der Agritechnica 2025 in Hannover zahlreiche Neuheiten in der Kartoffel- und Zuckerrübentechnik.
Das Familienunternehmen aus Niederbayern zeigt eindrucksvoll, wie präzise Sensorik, modernste Hydraulik und praxisorientierte Maschinenkonzepte die Effizienz, Nachhaltigkeit und Bedienerfreundlichkeit in der Erntetechnik weiter steigern.
ROPA bleibt seiner Philosophie treu: Technik aus der Praxis – für die Praxis.
Kartoffeltechnik
Messepremiere: ROPA Leguan – Präzision in der Pflanztechnik
Mit dem ROPA Leguan präsentiert das Unternehmen erstmals eine elektrisch angetriebene Kartoffellegemaschine und erweitert damit sein Produktportfolio um die Frühjahrstechnik. Die Maschine steht für maximale Präzision, intelligente Steuerung und konsequente Praxistauglichkeit.
Herzstück ist der vollständig elektrische Antrieb der Legeelemente über bürstenlose Servomotoren mit CAN-Bus-Steuerung. Das integrierte 48-V-Bordnetz ermöglicht eine präzise Drehzahlregelung für perfekte Legeabstände – unabhängig von Fahrgeschwindigkeit oder Bodenzustand.
Mit Section Control und Variable Rate Control können Legeelemente, Beizeinrichtung und Mikrogranulatstreuer GPS-basiert einzeln angesteuert werden. Dadurch werden Pflanzabstände teilflächenspezifisch angepasst, Betriebsmittel eingespart und Nährstoffeinträge reduziert.
Die automatische Tiefenführung über Ultraschallsensoren regelt die Pflanztiefe in Echtzeit.
Die Fräse mit einem Mittelgetriebe sorgt für eine ideale Gewichtsverteilung und gleichmäßige Kraftübertragung auf die Fräswelle. Mit einer Außenbreite von 3 Metern ist die Maschine für den Straßenverkehr kompakt und erfordert keine Ausnahmegenehmigung.
Der modulare Aufbau mit klappbaren und abnehmbarem Dammformer reduziert das Gewicht bei Straßenfahrt, erleichtert das Befüllen des Bunkers und eröffnet Möglichkeiten zum schnellen Wechsel zwischen verschiedenen Dammformeinrichtungen.
Mit dem Leguan betritt ROPA ein neues Marktsegment und setzt Maßstäbe in der Präzisionspflanztechnik. Die Markteinführung ist ab 2027 geplant.
Keiler 2 RK22 – Triebachse, DoubleSelect und Schnellwechselsystem
Triebachse – mehr Traktion und Bodenschonung
Der ROPA Keiler 2 RK22 wird auf der Messe in der Variante mit Überladerbunker mit neuem hydraulichen Kistenbefüller, DoubleSelect und vollhydraulischer Triebachse vorgestellt.
In beiden Radnaben sind leistungsstarke Black-Bruin-Radnabenmotoren integriert, die in Verbindung mit einer eigenen Hydraulikpumpe für höchste Schubkraft und Traktion sorgen.
Die Steuerung erfolgt über den von ROPA entwickelten Steuerblock, der eine feinfühlige Regelung der Triebachse und ein ruckfreies Einkuppeln während der Fahrt ermöglicht.
Eine integrierte Anti-Schlupf-Regelung (ASR) verhindert ein Durchdrehen der Räder. Dadurch verbessert sich das Fahrverhalten deutlich, die Bodenstruktur wird geschont und die Einsatzsicherheit auf feuchten Böden und in Hanglagen erhöht.
DoubleSelect – gesteigerte Trennleistung mit mehr Optionen
Mit dem DoubleSelect-System erweitert ROPA die Trenntechnik des Keiler 2 modular um eine zusätzliche Dreifach-UFK-Baugruppe (Umlaufender Fingerkamm) am zweiten Igelband. Optional verfügt der DoubleSelect über eine eigene Beimengenspur und einen zusätzlichen Verlesestand mit Dach.
Durch die frühe Abtrennung von Kluten und Steinen wird der Gutstrom bereits im vorderen Bereich erheblich gereinigt – Beschädigungen an den Kartoffeln werden reduziert, die Rodegeschwindigkeit kann erhöht werden.
Die Drehzahlen der Doppel- und Einfach-UFK-Reihen sind getrennt einstellbar, was eine präzise Anpassung an unterschiedliche Böden erlaubt. Alternativ lassen sich die UFK-Einheiten auch mit umlaufenden Bürsten (UBK) bestücken. Die Antriebsleistung entspricht dem Standard 4-Igel wodurch ist die Reinigung auch energetisch sehr effizient ist.
Das Ergebnis: spürbar gesteigerte Trennleistung und noch schonendere Ernte bei hoher Leistung.
Schnellwechselsystem – flexibel für verschiedene Aufnahmesysteme
Ein besonderes Merkmal des Keilers ist das ROPA Schnellwechselsystem, das den Wechsel der Aufnahme auf verschiedene Kulturen in kürzester Zeit ermöglicht.
Das System wurde bereits 2015 eingeführt und seither stetig weiterentwickelt – es gilt heute als eines der praxisfreundlichsten Konzepte für den flexiblen Wechsel zwischen verschiedenen Fruchtarten.
Mit nur einer Person und ohne Spezialwerkzeug lässt sich die Aufnahme des Keilers in wenigen Minuten wechseln – etwa von Kartoffeln auf Zwiebeln, Karotten oder Sonderkulturen. ROPA bietet dafür eine große Auswahl an Aufnahmemodulen, die optimal auf unterschiedliche Einsatzbedingungen abgestimmt sind:
Dammrollen-, Gleitkufen- oder Schwadaufnahmen, Varianten mit oder ohne Dammrollen sowie Allround-Aufnahmen für mehrere Kulturen.
Bei der Allroundaufnahme können die Dammrollen nach oben gehängt werden, sodass alternativ die Tiefenführung über die Stützräder erfolgt.
Das Schnellwechselsystem reduziert Stillstandzeiten, erhöht die Maschinenauslastung und sorgt für maximale Flexibilität in Betrieben mit wechselnden Kulturen.
ROPA demonstriert damit eindrucksvoll, wie modulare Bauweise und Praxistauglichkeit optimal kombiniert werden können – ein klarer Vorteil im modernen Pflanzenbau.
Weitere Highlights in der Kartoffeltechnik
Keiler 2 Classic RK22 mit XL-Bunker und Bunkerknick für maximale Schlagkraft
Hydraulischer Kistenfüller für den Überladerbunker – für komfortable Direktverladung
Twin-Clean eine praxistaugliche Umsetzung und Aufteilung der ersten Siebkette in Rodekette und Siebkette. In jedem RK22 Aufnahmerahmen vorgerüstet und je nach Bodenverhältnisse nachrüst- und rückrüstbar.
Automatische Bunkerkettenölung – reduziert Wartungsaufwand und verlängert die Lebensdauer der Förderketten
e-LS connect – digitale Hydraulikvernetzung
Gemeinsam mit Fendt präsentiert ROPA auf der Agritechnica das neue System e-LS connect, das erstmals eine vollständig elektronische Kommunikation des Hydraulikdrucks über ISOBUS ermöglicht – ganz ohne Load-Sensing-Schlauch.
Im praktischen Einsatz – beispielsweise beim Keiler 2 RK22 – zeigt e-LS connect seine Vorteile. Die Hydraulikfunktionen reagieren schneller, gleichmäßiger und präziser, während der Energiebedarf sinkt. Da keine separate LS-Leitung und Kupplung mehr erforderlich ist, werden Ölverluste und Schmutzeintrag vermieden.
Das System steht ab 2026 per Software-Update für bestehende ROPA Keiler vom Typ RK22 zur Verfügung. Bereits bestehende Fendt-Traktoren der Baureihen 500 Vario Gen4, 600 Vario, 700 Vario Gen7/7.1 und 800 Vario Gen5 können ab Juni 2026 per Softwareupdate für e-LS connect vorbereitet werden.
ROPA und Fendt setzen damit gemeinsam einen Meilenstein auf dem Weg zu einer standardisierten, digitalen Hydraulikvernetzung in der Landwirtschaft.
Zuckerrübentechnik
Tiger 6S – mit R-Flow, Kombifahrt noch effizienter und bodenschonender
Der ROPA Tiger 6S ist das Flaggschiff der Zuckerrübenerntetechnik und gilt als leistungsstärkster Rübenroder weltweit.
Sein patentiertes Fahrwerk R-Soil Protect vereint maximale Bodenschonung mit höchster Traktion und Fahrkomfort. Durch die hydraulisch gekoppelte Achslastverteilung wird die Last automatisch gleichmäßig auf alle Räder übertragen – Wankbewegungen werden um bis zu zwei Drittel reduziert, das Rodeaggregat bleibt auch in Hanglagen präzise in der Tiefe.
Am Hang bleibt das Chassis bei bis zu 10 % Gefälle waagerecht, wodurch Traktion und Stabilität deutlich verbessert werden. R-Soil Protect ist ein Paradebeispiel für ROPAs konsequente Ausrichtung auf nachhaltige Bodenschonung und Effizienzsteigerung.
R-Flow – Assistenzsystem für intelligente Regelung der Reinigungsaggregate und Fahrgeschwindigkeit für maximalen Durchsatz
Mit R-Flow stellt ROPA ein neues Assistenzsystem vor, das die Reinigungsaggregate überwacht und den Durchsatz automatisch regelt.
Sobald eine Überlast droht, passt das System die Drehzahl der Reinigungsaggregate an und reduziert bei Bedarf die Fahrgeschwindigkeit, um den Durchsatz auf dem vorgegebenen Maximum zu halten. So werden Verstopfungen vermieden, die Ernteleistung bleibt im Optimum und der Fahrer wird deutlich entlastet.
Kombifahrt – wendig und bodenschonend
Die neue Lenkungsvariante Kombifahrt kombiniert Wendefahrt und Schongang in einem intelligenten Modus. Dabei vereint sie die maximale Wendigkeit der Wendefahrt mit der bodenschonenden Fahrweise des Schongangs, die üblicherweise bei Fahrten im Rübenbestand aktiviert ist.
Knick- und Hinterachsen folgen den Lenkbewegungen der Vorderachse und garantieren so die gewohnte Wendigkeit. Bei Geradeausfahrt befindet sich der Hinterwagen automatisch in Schongangstellung – die Maschine reagiert dynamisch, wendet eng und bleibt gleichzeitig bodenschonend.
Diese Lenkart ist jederzeit per Knopfdruck aktivierbar und auch die Seite, zu der der Hinterwagen ausschwenken soll, ist direkt am Joystick wählbar. Besonders am Vorgewende ermöglicht die Kombifahrt ein schnelles Wiedereinfahren in die Reihe, ohne manuelles Umschalten – ein deutlicher Gewinn an Effizienz und Komfort.
Integrierter Fahrmodus Joystick
Der Fahrer kann wählen, ob die Maschine wie bisher mit dem Fahrpedal oder alternativ mit dem rechten Joystick gefahren werden soll. Durch Drücken der entsprechenden Taste im Bedienfeld lässt sich der gewünschte Fahrmodus aktivieren. Damit kann die Maschine noch intuitiver und ergonomischer bedient werden – wahlweise mit Fahrpedal oder Joystick.
Schnittstelle zu Agrarmonitor und ISOXML-Daten
Kunden, die herstellerübergreifend mit der Software Agrarmonitor ihren Fuhrpark verwalten, planen und abrechnen, können nun die Telemetriedaten ihrer ROPA Selbstfahrer (Rübenroder ab Baujahr 2017) live per Schnittstelle an Agrarmonitor übertragen.
Im R-Connect wurde die Auftragsverwaltung der Rübenroder um die Funktion eines ISOXML-Exports für jeden abgeschlossenen Rodeauftrag erweitert.
Auf der myROPA Plattform sind jetzt alle in der Maschinensteuerung gespeicherten Fehler ebenso einsehbar wie im Maschinenterminal. Das unterstützt Maschinenbesitzer und Servicepartner dabei, Verfügbarkeit und Einsatzsicherheit weiter zu erhöhen.
Diese Funktion ist serienmäßig verfügbar für Panther 2S, Tiger 6S, Maus 6 und Keiler 2.
Zahlreiche Detailverbesserungen steigern zudem Langlebigkeit, Einsatzsicherheit und Bedienkomfort der ROPA Maschinen – für eine noch effizientere und kostengünstigere Rübenrodung.
Maus 6 – Wiegesystem mit neuer Wiegemechanik unter den CAN-Bus-Wiegezellen
Auch bei der ROPA Maus 6 wurde die Technik konsequent weiterentwickelt.
Das neueste Wiegesystem verfügt über einen neu konstruierten Rahmen für das Überlader-Knickteil. Getrennt gelagerte Haltearme für die rechten und linken Wiegerollen sind jeweils an einer separaten CAN-Bus-Wiegezelle aufgehängt.
Die durch das Gewicht der Rüben erzeugte Bandlast wird über 2 × 3 Tragrollen getrennt eingeleitet.
Die neue Mechanik ist unempfindlich gegenüber Verwindungen des Überladers. Die Messdaten werden bei gleichzeitig vereinfachter Verkabelung direkt in die ROPA-eigene Elektronik und Software eingespeist – eine Kommunikation mit einem zusätzlichen Rechnermodul zur Gewichtsberechnung ist, anders als bisher, nicht mehr erforderlich. Dadurch sinken Komplexität und Störungsanfälligkeit.
Ein Neigungssensor kompensiert unterschiedliche Ladewinkel des Überladers, während schräg montierte Tragrollen eine selbstreinigende Wirkung haben.
Im Überladerrahmen sorgen nun vier statt zwei Rollen für ein ruhigeres Einlaufen der Rüben in die Wiegezone.
Zu jeder Ladung bzw. Wiegung werden – der Verladeposition zugeordnet – die Maschineneinstellungen sowie alle Waagenparameter wie Kalibrierwert, Nullpunktabgleich, Bandneigung und Bandgeschwindigkeit automatisch an die ROPA R-Connect-Plattform übertragen. Damit werden die Daten jeder Ladung digital dokumentiert, können analysiert und exportiert werden – für mehr Transparenz in der Logistik und exakte Abrechnungen.
Bei Ausstattung der Maus 6 mit R-Connect Monitor wird zusätzlich zu jeder Ladung ein Bild der Rübenmiete vor der Kabine gespeichert. So erhalten Organisation und Einsatzleitung noch besseren Einblick in die Verhältnisse beim Verladebetrieb – auch ohne direkt vor Ort an der Rübenmiete zu sein.
Eine neue Schnittstelle der Maus 6 ermöglicht es, das von der Mauswaage ermittelte Gewicht jeder Ladung per WLAN an den Logistikrechner des Zuckerunternehmens in der Kabine zu übertragen. Dadurch kann auf dem Logistikrechner ein Abgleich mit der Nutzlast des gerade zu beladenden Fahrzeugs erfolgen. Ebenso lässt sich automatisch eine Vergleichsliste zwischen dem Gewicht der Mauswaage und der Zuckerfabrikwaage erstellen – ganz ohne Schreibarbeit für den Mausfahrer.
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Limitiertes Keiler 2 Sondermodell zur Agritechnica
Ein besonderes Highlight erwartet Sammler und ROPA-Fans: Zur Agritechnica präsentiert ROPA ein exklusives Keiler-Sondermodell im Maßstab 1:32 – mit dem kultigen Schriftzug „Nichts ist geiler als der Keiler“ am Heck.
Das hochdetaillierte Modell, entwickelt in Zusammenarbeit mit ROS, besticht durch präzise Verarbeitung und zahlreiche originalgetreue Funktionen wie schwenkbare Deichsel, höhenverstellbaren Stützfuß, bewegliche Dammrollen und Bunker mit Bunkerknick. Die auf nur 500 Stück limitierte Sonderedition ist ausschließlich während der Messe zum Preis von 185 € (inkl. MwSt.) am ROPA-Stand erhältlich – solange der Vorrat reicht.
Quelle: ROPA Fahrzeug- und Maschinenbau GmbH