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Schmitz Cargobull Lebensmittel-Symposium 2019 Gehe zu Fotos
Schmitz Cargobull Lebensmittel-Symposium 2019

Schmitz Cargobull AG: Mehr als 120 Experten beim 5. Lebensmittel-Symposium

„Food goes digital“: Hersteller, Logistiker und Händler diskutieren über Chancen und Lösungen

Alle Lebensbereiche werden sich durch die Transparenz der Digitalisierung massiv verändern: Für Lebensmittelhersteller, für den Handel und für die Logistiker als Bindeglied hat das gravierende Folgen. Unter dem Motto „Food goes digital“ diskutieren mehr als 120 Experten aus Deutschland und den Niederlanden zwei Tage lang beim fünften Lebensmittel-Symposium der Schmitz Cargobull AG in Vreden über Chancen und Lösungsansätze. „Unser Ziel ist es, eine neutrale Plattform zum Austausch über die Trendthemen der Lebensmittel- und Pharmabranche zu geben“, sagte Boris Billich, Vorstand Vertrieb.

In seinem Impulsvortrag ging Zukunftsforscher Prof. Gunter Dueck auf das Thema autonom fahrende Lkw ebenso ein wie auf Änderungen des Konsumverhaltens.  Die Bewohner großer Städte würden in Zukunft viel weniger Lebensmittel kaufen und Essen nur noch liefern lassen. Auf diese radikalen Trends müssten sich Hersteller, Händler und deren Logistiker einstellen. „Vergessen Sie die digitale Transformation, weil die oft nur bestehenden Systeme schrittweise anpassen will. Wir brauchen radikale Veränderungen“, so der Mathematiker und Digitalexperte.

Aus der Praxis berichtete Thomas Klann, Key Account Manager European Food Logistics Dachser GmbH & Co. KG, „vom unerfüllten Traum des schnellen Hin, und schnellen Weg an den Rampen“. Noch immer werde in der Lieferkette sehr viel mit Papier gearbeitet. Außerdem sehe er wesentliche Knackpunkte beim Informationsfluss und teilweise in hohen Zielvorgaben der Händler. Vorgaben zur Warenverfügbarkeit von 98,5 Prozent im Handel hält auch Arno Kuhl, Leiter Strategisches Supply Chain Management Schloss Wachenheim AG, beispielsweise bei stark schwankender Nachfrage nicht für sinnvoll. Bei Aktionsprodukten kommen schnell Steigerungen um mehr als 200 Prozent vor. Wenn Produktion und Lieferung dafür die Kapazität für die geforderten 98,5 Prozent vorhielten, könne sich das nicht rechnen.

Über einen Test mit zwei batterieelektrischen Sattelaufliegern berichtete Peter Leegstraten, Manager Einkauf & Innovation Albert Heijn B.V. „Wenn bis 2025 allein 100 Lkw im Großraum Amsterdam fahren sollen, entspricht das einem Stromverbrauch einer Stadt mit 5.000 Einwohnern. Deshalb brauchen wir für emissionsfreie Lieferung Lkw mit Flüssiggas und Brennstoffzellen.“ Bis diese Fahrzeuge aber verfügbar seien, werde es länger dauern als 2025.

Telematik steht als eine Lösung im Fokus, um eine effektive und sicher Kühlkette zu gewährleisten. Marco Reichwein, Geschäftsführer Cargobull Telematics GmbH, sieht bei allen neuen Funktionen und der Vielfalt von bestehenden Angeboten und Lösungsansätzen von Start-Ups in einem Standard zur Vernetzung aller Systeme eine entscheidende Grundlage.

Als Lösung für die emissionsfreie Belieferung der Innenstädte präsentierte Marnix Lannoije, Head of Electric & Electronic System Engineering Schmitz Cargobull, die elektrische Kältemaschine S.CUe, Batteriepakete und eine E-Achse mit Generator. „Die E-Achse verringert die Ladezeiten und die Batteriegrößen. Die ersten Pilotfahrzeuge gehen im vierten Quartal 2020 auf die Straße“, kündigte er an. Etwa ein Jahr später soll die E-Achse in die Serienproduktion gehen.

50 Jahre Werk Vreden

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„Jede zweite Erdbeere, jedes zweite Schnitzel wird heute mit einem Schmitz Cargobull Kofferauflieger transportiert“, beschreibt Michael Timmermann die Erfolgsgeschichte des Kühlkofferwerks plakativ. Seit 20 Jahren leitet er das Werk Vreden der Schmitz Cargobull AG, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert. Neben hochwertigen Produkten stehen die Mitarbeiter im Fokus. „Fast 800 von 2.000 Mitarbeitern haben am Standort ihre Ausbildung gemacht und 700 stammen aus Vreden“, so Timmermann. Deren Know-how und die ständige Mitarbeit an Verbesserungen sichere die Qualität der Kühlfahrzeuge. Die Führungsmannschaft des Standortes dankte den Kunden persönlich für die partnerschaftliche Zusammenarbeit und das Vertrauen.

„Mit dieser Idee zum offenen Informations- und Meinungsaustausch haben wir 2005 das Format des Lebensmittelsymposiums gestartet“, sagte Boris Billich zum Abschluss der Podiumsdiskussion. Sein Fazit: „Bei aller Komplexität und Unsicherheit über Antriebe, länderspezifische Regelungen und wechselseitig kombinierbare Fahrzeuge braucht die Branche im Hier und Jetzt funktionierende Produkte. Der Wille zur Veränderung ist bei allen Beteiligten groß und wir von Schmitz Cargobull begleiten diesen Wandel gerne.“

Quelle: Schmitz Cargobull AG

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