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Spezialisierung auf die Königsfrucht

  • AGRAVIS Technik Service GmbH kümmert sich um die Rübe
  • Neuer Standort in Semmenstedt
  • Arbeitsgebiet reicht von Osnabrück bis Magdeburg und Göttingen

In Semmenstedt ist im Herbst Hochsaison. Wenn in nahezu allen anderen Regionen das Getreide und der Mais geerntet sind, Mensch und Maschinen sich von den Anstrengungen ausruhen, dann geht es am neuen Standort der AGRAVIS Technik Service GmbH (ATS) am östlichen Rande Niedersachsens erst richtig los. Semmenstedt liegt im „Rübengürtel“ Deutschlands, zwischen Hildesheimer und Magdeburger Börde und daher dreht sich dort alles um die Rübenroder-Technik. Seit dem 1. Januar 2013 ist die ATS in den neuen Räumlichkeiten, seit Februar läuft der Werkstattbetrieb. In Semmenstedt und an den Standorten von fünf weiteren Technik-Gesellschaften kümmern sich die Mitarbeiter um den gesamten Service für Rübenroder. „Das umfasst neben den Werkstatt-Tätigkeiten die Beschaffung von Ersatzteilen, eine zentrale Garantie-Abwicklung, Aufarbeitung und Verkauf von Gebrauchtmaschinen bis zur Schulung von Monteuren“, erklärt Vertriebsleiter Stefan Peters.

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Er ist froh, am neuen Standort optimale Bedingungen für dieses sehr spezielle Arbeitsfeld vorzufinden. Die Immobilie, die zuvor einem Landmaschinen-Hersteller gehörte, ist ideal für die Arbeit an den sehr großen und ausladenden Rübenrodern. An bis zu vier Maschinen gleichzeitig können die Mechaniker in der Halle arbeiten, es gibt einen Kranwagen, der über alle Arbeitsplätze reicht, einen abgeschlossenen Öl-Raum, eine Schweiß-Vorrichtung zur Aufarbeitung von Roder-Walzen sowie eine seperate Waschhalle. „Der Standort bietet neben den räumlichen Voraussetzungen auch eine gute Verkehrsanbindung und uns die Möglichkeit, unser Kompetenz zu bündeln“, sagt Peters.

Nur damit kann die anspruchsvolle Kundschaft überzeugt werden. Geht es doch bei der Rübe „um die Königsfrucht“. „Die Landwirte, die Rüben anbauen, stehen während der Ernte unter enormen Zeitdruck, brauchen Verlässlichkeit und einen Partner an ihrer Seite, der sich auskennt“, weiß Peters. Von Ende September bis Mitte November läuft die Rüben-Ernte, die Lieferung an die Zuckerfabriken läuft bis Ende Januar. In diesem Zeitraum müssen Roder und Verlader reibungslos funktionieren. Deshalb bietet die AGRAVIS Technik Service GmbH gerade während dieser so sensiblen Zeit einen umfangreichen Service an – direkt auf dem Feld, damit die Landwirte so wenig Stillstand und damit Einbußen wie möglich haben. Nach dem Jahreswechsel kehrt nur kurz Ruhe ein.

„Wir schauen dann mit unseren Kunden auf die Ernte zurück, besprechen, was gut, was schlecht gelaufen ist“, berichtet der Niederlassungsleiter. Zudem müssen Angebote für neue Maschinen erstellt werden, die ganz individuell auf die speziellen Bedürfnisse der Betriebe, der Rodergemeinschaft oder der Lohnunternehmen abgestimmt werden. Zudem kommen die Maschinen nach der Ernte zur Aufbereitung in die Werkstatt – nachdem sie beim Landwirt von den Monteuren in Augenschein genommen wurden. „Manchmal können wir vor Ort tätig werden, manchmal geht es nur in der Werkstatt.“

Neben dem Service bietet die AGRAVIS-Gesellschaft auch den Vertrieb von Neuund Gebrauchtmaschinen an. „Gebrauchte Maschinen werden bei uns für den Weiterverkauf komplett aufgearbeitet. Das ist eine spezielle Vereinbarung mit dem Hersteller Grimme, für die wir den dezentralen Service und Vertrieb übernehmen.“ Die Monteure haben sich mit zahlreichen Schulungen ganz auf den Bereich Selbstfahrertechnik und Rübentechnik spezialisiert.

„Wir bewegen uns in einem besonderen Feld, da ist es wichtig, dass alle an einem Strang ziehen, motiviert sind und es regelrecht leben“, weiß Peters aus langjähriger Erfahrung. Neun Mitarbeiter im Werkstatt-Service und ein Mitarbeiter, der sich um das Ersatzteillager kümmert und zwei Angestellte im Innendienst und Vertrieb sind in Semmenstedt beschäftigt. Doch aufgrund des großen Arbeitsgebiets, das von Osnabrück bis nach Magdeburg und Göttingen reicht, könne er sich gut vorstellen, personell noch ein wenig aufzustocken. Und auch baulich könnte sich in Semmenstedt künftig noch etwas tun. Erweiterungspotenzial bietet der Standort jedenfalls noch ausreichend.