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Starker Auftritt der Zuliefererindustrie

Agritechnica 2015: Systems & Components punktet mit branchenübergreifendem Konzept und zukunftsweisendem Fachprogramm

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Neues Konzept, neue Platzierung, neue Impulse ... die weiterentwickelte Strategie des Veranstalters DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) der Zulieferer-Plattform „Systems & Components“ setzte in diesem Jahr neue Maßstäbe. Im Rahmen der Agritechnica, der weltweiten Leitmesse für Landtechnik, zeigte sich die Systems & Components erneut als starker Innovationstreiber und Lösungsanbieter. Als sehr gelungen empfanden sowohl Aussteller als auch Besucher die zentrale Positionierung der Drehscheibe für die Zuliefererindustrie auf dem Messegelände in Hannover. In den Hallen 15, 16 und 17 wurde ein breites Portfolio von Innovationen, Trends und visionären Entwicklungen zu mobilen Anwendungen präsentiert. Das Angebotsspektrum der Aussteller umfasste neben Motoren, Hydraulik, Achsen und Antriebstechnik über Kabinen, Elektronik, Ersatz- und Verschleißteile auch die erforderliche Software und den Bereich Reifen. Unter der hohen internationalen Akzeptanz der diesjährigen Agritechnica – 2.907 Aussteller, darunter 1.627 aus dem Ausland, und mehr als 450.000 Besucher, darunter 98.000 aus 115 Ländern - wuchs auch die Bedeutung der Systems & Components.

Technologieführer Landtechnik

In seiner Eröffnungsrede zur Agritechnica ging DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer auch auf die Situation im gesamten Agrarbereich ein: „Landwirtschaft ist eine Herausforderung an unseren Einfallsreichtum. Gebraucht werden Instrumente, die Entscheidungen unterstützen und Teilprozesse automatisieren. Genau dies ist heute Stand der Technik: Sensorgestützte Informationsgewinnung, satellitenbasierte Orientierung und bisher unvorstellbare Präzision durch elektronische Steuerungssysteme. Die Agritechnica zeigt sie in dieser Woche, die vielen praxisreifen Lösungen.“

Längst hat sich die Landtechnik zu einem Technologieführer entwickelt. Selbst innovative Industrien wie Automobil, Luft- und Raumfahrttechnik nutzen Standards aus der Landtechnik. Ein Grund mehr für den Veranstalter, den branchenübergreifenden Dialog zwischen Fachbesuchern und Ausstellern der Systems & Components intensiv zu fördern. So informierten sich Vertreter aus affinen Industriebereichen wie Bau, Bergwerk, Erdbewegung, Straßenbau und anderen ebenso wie ihre Agrar-Kollegen über den neuesten Stand der Landtechnik.

Branchenübergreifender Erfahrungsaustausch

Sprach man vor wenigen Jahren noch von Zukunftsmusik, wenn es um Hightech-Lösungen im Agrarbereich ging, ist man heute schon sehr nah in der Realität angekommen. So sieht Prof. Ludger Frerichs, Leiter des Instituts für mobile Maschinen und Nutzfahrzeuge an der Technischen Universität Braunschweig, in der digitalen Vernetzung und in Hightech-Produkten einen vielversprechenden Weg, um die anstehenden großen Herausforderungen an die Landwirtschaft und Landtechnik zu lösen. „Mobile Maschinen werden verstärkt mit intelligenten Technologien ausgerüstet. Sie können miteinander kommunizieren und Arbeitsprozesse automatisch abstimmen. Produktivitäts- und Effizienzsteigerung, Ressourcenschonung und weitere Anforderungen stehen im Vordergrund. Im Bereich mobiler Maschinen, beispielsweise in der Intralogistik, ist autonomes Fahren bereits realisiert. Um komplexe Aufgaben mit mobilen Maschinen autonom abzuwickeln, müssen sowohl die Fahrfunktionen als auch die Arbeitsprozesse automatisiert werden. Für die erforderliche Technologie sind weitere Forschungs- und Entwicklungsaufgaben zu leisten. Branchenübergreifende Dialoge, wie sie auf der Systems & Components ermöglicht wurden, fördern die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Entwicklung, Konstruktion und Praxis“, reflektiert Frerichs seine Erfahrungen auf der Messe.

Lösungsorientiertes Rahmenprogramm

Das umfangreiche Fachprogramm der Systems & Components flankierte unter dem Leitthema „Future Farming“. Dabei standen vier Technologietrends im Vordergrund: Effizienz, Zuverlässigkeit, Sicherheit/Ergonomie und Umweltschutz/Ressourcenschonung. Das Topthema und die Technologietrends zogen sich branchenübergreifend durch alle drei Säulen des Fachprogramms: breitgefächertes Fachforum mit Technology Talks, geführte Pathways und Special Show mit Schwerpunkt „3D-Druck“ - ein Zukunftsthema, das speziell im Landtechnik-Bereich hohes Interesse geweckt hat.

Interdisziplinärer Dialog

„Landtechnik ist Hightech. Maschinen aus dem Landwirtschaftsbereich und deren Komponenten haben sich mittlerweile zu hochkomplexen Einheiten entwickelt. Die optimale, konstruktive Abstimmung von mechanischen, hydraulischen und elektrotechnischen Komponenten und deren Vernetzung spielen die ausschlaggebende Rolle nicht nur für die Zuverlässigkeit von Maschinen. Dieser ganzheitliche Ansatz in der Landwirtschaft lässt sich nur interdisziplinär darstellen. Mit „Future Farming“ wurde eine wichtige Weiche für den Agrarbereich gestellt, die in der Systems & Components eine ideale Plattform vorfindet,“ kommentiert Dr. Andreas Herrmann, Agrarexperte im VDI (Verein Deutscher Ingenieure), das branchenübergreifende Konzept der Zuliefererplattform.

Ein Erfolg setzt sich fort

Der Projektverantwortliche der Systems & Components, Dr. Raffaele Talarico, unterstreicht den Erfolg der Zulieferer-Plattform: „Dank professioneller Gliederung der Fachgruppen haben alle Besucher, beispielsweise Einkäufer, alle wichtigen Ansprechpartner der gesamten Angebotspalette für Zulieferer im zentralen Bereich der Messe vorgefunden. Wir sehen im Zulieferermarkt für mobile Anwendungen in unterschiedlichen Branchen ein starkes Wachstum.“

Quelle: DLG