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Statik auf sandigem Terrain: Hagedorn sichert auf Norderney Abbrucharbeiten in denkmalgeschützter Nachbarschaft

  • Die Hagedorn Unternehmensgruppe kontrolliert Vibrationen und Erschütterungen mit neuen Spezialmessgeräten.

  • Bei Überschreitung von Schwellwerten werden Projektleiter umgehend benachrichtigt.

Auf Norderney sind viele Häuser buchstäblich auf Sand gebaut. Ein Fundament gibt es nicht. Wird in ihrer Nachbarschaft ein Gebäude abgerissen, sind sie durch die entstehenden Vibrationen besonders gefährdet. Entsprechend groß war die Sorge, beim Rückbau des asbestbelasteten Norderneyer Kurhauses andere Gebäude in Mitleidenschaft zu ziehen. Denn das „Haus der Insel“ liegt im touristischen Zentrum der ostfriesischen Insel in unmittelbarer Nachbarschaft zum denkmalgeschützen Kurtheater.

Der Auftrag an die Hagedorn Unternehmensgruppe war klar: Kein Gebäude sollte durch den Abbruch Risse bekommen oder Schaden nehmen. Das Team des Fachbereichs Abbruch und Schadstoffsanierung entwickelte daraufhin ein „Monitoringkonzept". Neue Erschütterungsmessgeräte wurden im Dreieck in Nachbargebäuden um das „Haus der Insel“ herum platziert, eins davon im Kurtheater.

Rund um die Uhr registrierten und protokollierten die drei Geräte nun in Echtzeit jede Erschütterung, die durch die Abbrucharbeiten und den Bauverkehr entstand. Entsprechend der Nachbarbebauung, dem Untergrund sowie vorab durchgeführter Vergleichsmessungen wurden sensible Schwellwerte eingestellt. Bei einem Wert von mehr als 3 wurde ein gesondertes Protokoll geschrieben, bei mehr als 5 erhielt der Projektleiter automatisch eine Nachricht, damit umgehend der Grund für die stärkeren Erschütterungen festgestellt werden konnte. Wurden beispielsweise gerade Maschinen angeliefert, ließen sich die kurzfristig höheren Schwingungen erklären. Ohne erkennbaren Grund hätte bei längerfristigen Schwellwerten über 5 die Arbeit gestoppt werde können.

»Wir schaffen so eine kompromisslose Qualitätssicherung von Abbruchbaustellen. Durch permanente Überwachung können wir vorausschauend Schäden vermeiden und sind damit auch bei der ungerechtfertigten Inanspruchnahme Dritter auf der sicheren Seite «, erklärt Sven Lammert, bei Hagedorn Experte für Abbruchstatik und Rückbaukonzeption.

Nach diesem erfolgreichen Einsatz plant Hagedorn, weitere dieser Hochleistungsgeräte anzuschaffen. „So können wir flexibel und kostengünstig reagieren. Für unsere Kunden bedeutet das noch mehr Sicherheit und ein verlässliches All-In-One-Paket“, sagt Lammert.

Quelle: HAGEDORN Gruppe