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Vorausschauende Pflege für langfristige Maschinennutzung

Heißwassergeräte ermöglichen eine gründliche Entfernung auch hartnäckiger Verschmutzungen.
Kärcher Europa
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Heißwassergeräte ermöglichen eine gründliche Entfernung auch hartnäckiger Verschmutzungen.

Bildquelle: Alfred Kärcher SE & Co. KG

  • Landwirtschaftliche Maschinen benötigen regelmäßige und gründliche Reinigung, um Korrosion und Materialermüdung durch Schmutz und Witterungseinflüsse zu vermeiden.

  • Heißwasser-Hochdruckreiniger in Kombination mit alkalischen Reinigungsmitteln sind besonders effektiv bei der Entfernung hartnäckiger Verschmutzungen.

  • Der Einsatz von Konservierungswachs schützt Oberflächen langfristig vor Feuchtigkeit und Schmutz, erleichtert die Reinigung im Frühjahr und erhält den Wert der Maschinen.

  • Zusätzlich sollten Flüssigkeiten wie Frostschutzmittel und Ölstände geprüft sowie die Maschinen idealerweise in trockenen, gut belüfteten Unterständen gelagert werden.

Tipps für den Langzeitschutz von landwirtschaftlichen Maschinen

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Landwirtschaftliche Maschinen und Geräte sind das ganze Jahr gefordert. Das bedeutet auch, dass sie verschiedenen Witterungsverhältnissen und Verunreinigungen ausgesetzt sind. Während im Frühjahr starke Verschmutzungen durch Bodenbearbeitung und Aussaat entstehen, hinterlassen im Herbst Düngung und Ernte Spuren am Fahrzeug. Kälte und Nässe können in den Wintermonaten dann Lack und Oberflächen angreifen und langfristig schädigen. Eine gründliche Reinigung und Konservierung sind entscheidend, um die Lebensdauer der Technik zu verlängern und teure Reparaturen im Frühjahr zu vermeiden.

Vorausschauend pflegen, langfristig nutzen

Die intensive Nutzung landwirtschaftlicher Maschinen, sei es in der Bodenbearbeitung, Aussaat, Pflege oder Ernte, führt zu starken Verschmutzungen durch Erde, Pflanzenreste, Öle und Fette. Diese Rückstände können sich über die Wintermonate festsetzen und zu Korrosion sowie Materialermüdung führen. Eine unzureichende Reinigung und ein fehlender Schutz lassen die Maschinen altern, mindern ihren Wiederverkaufswert und können im schlimmsten Fall zu Ausfällen in der nächsten Saison führen. Gerade in der Landwirtschaft, wo Zuverlässigkeit und Effizienz von größter Bedeutung sind, ist eine vorausschauende Pflege daher unerlässlich.

Die intensive Nutzung landwirtschaftlicher Maschinen führt zu starken Verschmutzungen durch Erde, Pflanzenreste, Öle und Fette.<br>BILDQUELLE: Alfred Kärcher SE & Co. KG

Vorbereitung und Kabinenpflege

Bevor die hartnäckigen Verschmutzungen an Lack und Oberflächen entfernt werden, sollte der Kabinenraum gereinigt werden. Denn auch hier ist es vermeidbar, dass sich Schmutzpartikel und andere Verunreinigungen festsetzen. Mit einem Nass-/Trockensauger werden Staub und Schmutz entfernt und der Innenraum sauber gehalten. Auch die Kabinenscheiben sollten von innen gereinigt werden. Das sorgt nicht nur für eine hygienische und angenehme Arbeitsumgebung, sondern steigert die Betriebs- und Verkehrssicherheit und trägt zudem zum Werterhalt des Fahrzeugs bei.

Damit sich Verschmutzungen nicht im Kabinenraum festsetzen, sollten diese mit einem Nass-/Trockensauger entfernt werden.<br>BILDQUELLE: Alfred Kärcher SE & Co. KG

Starke Verschmutzungen mit Heißwasser-Hochdruck lösen

Um landwirtschaftliche Fahrzeuge auf die herausfordernden Arbeitsbedingungen vorzubereiten, hat sich der Einsatz von Hochdruckreinigern bewährt. In Kombination mit der Verwendung von alkalischen Reinigungsmitteln können hier die besten Ergebnisse erzielt und hartnäckige Verschmutzungen effektiv gelöst werden. Dafür sollte das Fahrzeug mit dem Hochdruckreiniger und ausreichend Wasser zunächst intensiv benetzt werden, um den Schmutz einzuweichen und anzulösen. Anschließend wird das Reinigungsmittel mit einer Becher-Schaumlanze von unten nach oben auf das Fahrzeug aufgebracht.

Stark verschmutzte Stellen am Fahrzeug können mit einer Waschbürste zusätzlich mechanisch bearbeitet werden, damit ein besseres Reinigungsergebnis erzielt wird. Nachdem der Schaum eingewirkt ist, kann er mit Hochdruck abgespült werden. Ein konstanter Spritzabstand von 20-30 cm führt zu guten Ergebnissen. Der passende Winkel hängt von der gewählten Düse ab. Mit dem eco!Booster oder der 40°-Düse wird bei gleichem Spritzabstand ein Winkel deutlich über 25° gewählt. Heißwassergeräte sind hierbei besonders effizient, da die Temperatur die Reinigungsleistung maßgeblich steigert und Fette, Öle, organische Verunreinigungen wie Anhaftungen von Gärresten oder Gülle sowie auch mineralische Verschmutzungen wie staubige und körnige Düngerreste oder Reste von Pflanzenschutzmitteln, besser löst. Dies ermöglicht eine gründliche Entfernung auch hartnäckiger Verschmutzungen. Die Wasserfördermenge ist dabei entscheidender als der Druck – ein 1000 Liter-Gerät spart gegenüber einem 500 Liter-Gerät 60 % Reinigungszeit. Verschiedenes Zubehör, wie ein LED-Düsenlicht für schlechte Sichtverhältnisse sowie längere Lanzen oder Knickgelenke für die Reinigung großer und hoher Maschinen, erleichtert das Arbeiten.

Mit Hilfe von Becher-Schaumlanzen kann Reinigungsmittel ausgebracht werden. Der Schaum wirkt ein und löst Verschmutzungen auf Fahrzeugen effizient.<br>BILDQUELLE: Alfred Kärcher SE & Co. KG

Konservierungswachs sorgt für Oberflächenschutz

Nach der intensiven Reinigung ist der Auftrag eines Konservierungswachses, idealerweise in Form von Sprühwachs, der entscheidende Schritt für den Langzeitschutz. Dieses Wachs bildet eine schützende Schicht auf dem Lack und anderen Oberflächen, die das Eindringen von Feuchtigkeit und Schmutz über die Wintermonate verhindert. Dabei ist die Anwendung denkbar einfach und effizient: Nach der gründlichen Reinigung wird das Heißwachs mit einer Becher-Schaumlanze, einem Reinigungsmittel-Injektor oder einem Sprühgerät von unten nach oben auf die Oberfläche aufgetragen. Die bestmögliche Anwendungstemperatur liegt zwischen 40 °C und 80 °C, jedoch lässt sich das Wachs auch sehr gut mit Kaltwasser verarbeiten. Anschließend wird die behandelte Fläche von oben nach unten abgespült. Das Heißwachs ist äußerst ergiebig und wirtschaftlich: Bereits eine geringe Dosierung von nur 0,25 % bis 0,5 % genügt, um sehr gute Ergebnisse zu erzielen und einen zuverlässigen Oberflächenschutz sicherzustellen.

Der besondere Vorteil von Heißwachs liegt in seiner Fähigkeit, eine robuste und dauerhafte Schutzschicht zu bilden, die nicht nur vor Korrosion schützt, sondern auch das Anhaften von neuem Schmutz im Frühjahr erschwert. Dies reduziert den Reinigungsaufwand und trägt dazu bei, die Maschinen auch optisch in einem sehr guten Zustand zu halten. So wird nicht nur der Werterhalt der teuren Agrartechnik gesichert, sondern auch die Betriebssicherheit für die kommende Saison gewährleistet.

Mit dem passenden Modell kann ohne Sprühlanzenwechsel per Knopfdruck zwischen Hochdruckstrahl und Schaum gewechselt werden.<br>BILDQUELLE: Alfred Kärcher SE & Co. KG

Flüssigkeiten prüfen und geschützten Stellplatz finden

Ist die Reinigung und Konservierung abgeschlossen, können weitere Vorkehrungen ergriffen werden, um die landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte vor den kalten Temperaturen zu schützen. Dazu zählt unter anderem, einen ausreichenden Frostschutz in Kühlwasser und Scheibenwaschanlage sicherzustellen und gegebenenfalls nachzufüllen oder zu wechseln. Bei Dieselmaschinen sollte Winterdiesel verwendet und der Motor nach dem Tanken kurz laufen gelassen werden, damit sich dieser auch in Filtern und Pumpen verteilt. Auch Ölstände sollten überprüft und bei Bedarf aufgefüllt werden. Landmaschinen sollten idealerweise in einem trockenen, geschützten und gut belüfteten Unterstand gelagert werden, damit sie vor Witterungseinflüssen wie Regen, Schnee und Frost geschützt sind.

Quelle: Alfred Kärcher SE & Co. KG