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44. VDBUM Großseminar - Eröffnungsrede

44. VDBUM Großseminar
24. bis 27. Februar 2015 im Hotel La Strada Kassel

Eröffnungsrede

Peter Guttenberger, 1.Vorsitzender des VDBUM

(Es gilt das gesprochene Wort während der Eröffnung am 24. Februar 2015)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitglieder des VDBUM,
sehr geehrte Freunde und Gäste unseres Verbandes,

anlässlich unseres 44. Großseminars heiße ich Sie im Namen des Vorstandes und der Geschäftsstelle des VDBUM herzlich hier in Kassel willkommen.

Ein besonders herzlicher Gruß gilt vor allem Ihnen, liebe Mitglieder. Sie waren es im Wesentlichen, die mit Ihren Vorschlägen, Ihren Anregungen und Ihrer beständigen Präsenz über Jahre hinweg uns die Treue halten und mit Ihrer Teilnahme dieses Seminar erst zu einem Highlight der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik gemacht haben. Wir haben auch in diesem Jahr wieder mit über 700 Teilnehmern eine ausgebuchte Veranstaltung. Das macht uns besonders stolz.

Wir sind sicher, dass wir im vergangenen Jahr mit dem Neustart hier in Kassel die Weichen richtig gestellt haben, um unsere Traditionsveranstaltung noch viele Jahre weiter zu Ihrer Wissenserweiterung anbieten können. Auch wenn sich der Ort, der Zeitplan und noch einiges mehr geändert hat, ist dennoch eines gleich geblieben: Es waren die Vorschläge und Anregungen unserer Mitglieder, auf deren Basis unser Seminarprogramm unter dem Motto: „Der Bauprozess im Fokus“ aufbaut. Ich freue mich außerordentlich, dass Sie, liebe Gäste, unserem Angebot eine derart große Aufmerksamkeit schenken und nicht nachlassen, es auch mitzugestalten.

Begrüßung besonderer Gäste

Unter den Teilnehmern begrüße ich ebenfalls besonders die Vertreter unserer Fördernden Mitgliedsunternehmen.

Die Präsentation hat gerade verdeutlicht, wie viele Partner unser Großseminar auch in diesem Jahr aktiv mitgestalten und zum Erfolg führen werden.

Ganz herzlich begrüße ich speziell Toni Kiesel, Geschäftsführender Gesellschafter der Kiesel GmbH und sein Team. Die Kiesel GmbH zählt zu den langjährigen Partnern unseres Verbandes. Gemeinsam mit Ihrem professionellen Team bereichern Sie, lieber Toni Kiesel, dieses Seminar maßgeblich. In den nächsten Tagen werden Sie mit Informationen rund um die „Prozessketten im Verkehrswegebau“ wesentlich zur fachlichen Gestaltung beitragen. Ihrem morgigen Vortrag zum Thema „Dienstleistung im Wandel der Zeit“ sehe ich persönlich mit Spannung entgegen.

Zudem sind wir heute Abend Gäste der Kiesel GmbH. Im Namen aller Anwesenden bedanke ich mich besonders für dieses große Engagement.

Als Gastredner des heutigen Abends darf ich Christian Lindner begrüßen. Herr Lindner ist Mitglied des Landtags Nordrhein-Westfalen, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion, und seit 7. Dezember 2013 Bundesvorsitzender der FDP.

Seine Schwerpunktthemen sind: Generationen, Familie, Integration sowie Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie. Schön, dass Sie heute hier bei uns sind, Herr Lindner. Wir sind schon jetzt gespannt auf Ihren Vortrag.

Weitere herzliche Willkommensgrüße gelten:

-              Herrn Dirk Siewert,
    Geschäftsführer (Bereich Tiefbau) des Hauptverbandes der
    Deutschen Bauindustrie.

-              Herrn Dr. Friedhelm Rese,
   Geschäftsführender Gesellschafter der Geoplan GmbH,
   (recycling aktiv/TiefbauLive und steinexpo)

-              Herrn Georg Diderich Präsident EUROMOT (European
   Association of Internal Combustion Engine Manufacturers)

-              Herrn Manfred Wichert, Ehrenvorsitzender des VDBUM
 

-              Herrn Udo Kiesewalter, Ehrenvorstand des VDBUM
   und langjähriger Wegbegleiter

-              …

Schließlich begrüße ich an dieser Stelle unter unseren Gästen die Vertreterinnen und Vertreter der Presse.

Bei Ihnen allen bedanke ich mich für die Wertschätzung, die Sie unserer Veranstaltung mit Ihrer Präsenz entgegenbringen.

Seminar 2015

Liebe Mitglieder, liebe Gäste,

ich sagte es schon, unser diesjähriges Seminar steht unter dem Motto „der Bauprozess im Fokus“. Bei der Erstellung unseres Seminarprogrammes war dies unser roter Faden für die Auswahl und Zusammenstellung der zahlreichen Themen, die wir in den nächsten Tagen behandeln werden.

Wir wollen die kompletten Bauprozesse in verschiedenen Fachdisziplinen insbesondere im Verkehrswegebau und im Hochbau angefangen von gesetzlichen Vorgaben, über die Planung, Simulation, Umweltschutz, Maschinenauswahl- und
-einsatz, Service und Reparatur bis hin zu Abbruch, Recycling und Entsorgung beleuchten. Dabei werden mit Blick auf den Bauprozess auch Themen, die Personal sowie kaufmännische und rechtliche Gesichtspunkte beleuchten, nicht fehlen.

Insbesondere freuen wir uns natürlich auf einen regen Austausch mit Ihnen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die fachliche Diskussion, der Dialog und der Gedankenaustausch das Salz in der Suppe bei den angebotenen Vorträgen und Workshops für Betreiber von Baumaschinen und Geräten, ihre Servicefachleute sowie auch die Hersteller und Dienstleister ist.

Eine besondere Möglichkeit des Austauschs bieten wir Ihnen bei den Podiumsdiskussionen zu den Themen „Telematik“ sowie zur „Aktuellen Motorentechnik“ am Freitagmittag an, zu denen ich Sie jetzt schon herzlich einlade.

Bringen Sie sich auf gewohnte Weise aktiv ein, dann wird das diesjährige Seminar für alle, insbesondere für Sie, auch persönlich zu einem großen Erfolg.

Unsere Initiative „Forschung trifft Praxis“ ist mittlerweile auch schon zur Tradition geworden. Vertreter von Universitäten und Hochschulen nutzen hierbei die Gelegenheit, aus ihren Lehr- und Forschungsprojekten Ansätze und Ergebnisse vorzustellen, die für unsere Branche von Interesse und Bedeutung sind. Gerade jetzt, wo die Nachwuchssorgen wachsen und der Mangel an Fachkräften fast täglich beklagt wird, ist eine breite Kommunikation der spannenden Aufgabengebiete in technischen Bereichen angezeigt und wird immer essentieller. Der VDBUM wird deshalb dieses wichtige Thema auch in Zukunft weiter intensiv verfolgen. Darüber hinaus werden wir im Rahmen des Abendprogramms am Mittwoch wieder besonders interessante Arbeiten, die in ungewöhnliche Lösungen mit echtem Innovationspotenzial münden, prämieren.

Entwicklung

Liebe Gäste,

versetzen Sie Sich bitte mit mir einmal kurz zurück in das vorletzte Jahrhundert und lassen Sie die Zeit als Maschinist oder Mechaniker von damals, an sich vorüberziehen.

Mit der Erfindung der Dampfmaschine gelang Mitte des 18. Jahrhunderts die Mechanisierung industrieller Prozesse. Gleichzeitig markiert die Dampfmaschine die Geburtsstunde der ersten industrieellen Revolution. Prägten bis dahin Muskelkraft und Handarbeit die Produktion, das Bauen und die Mobilität, veränderten Wasser- und Dampfkraft die traditionellen Abläufe nachhaltig. Wir erinnern uns: „Schaufel, Schubkarre und Kelle waren die wichtigsten Werkzeuge; Wasserwaage und Zollstock die bedeutendsten Vermessungsgeräte.“

Wenig später folgte die zweite industrielle Revolution mit Ablösung der Einzelfertigung durch Massenfertigung mit Hilfe von Fließbändern und elektrischer Energie. Im letzten Drittel des zurückliegenden Jahrhunderts wurden durch den Einsatz von Elektronik, Rechner- und Datentechnik weitere Automatisierungsschritte der Produktion absolviert und damit die dritte große industrielle Veränderung eingeläutet. Betrachten wir diese Zeitleiste, wird deutlich, dass sich die evolutionären Entwicklungsphasen, die dem nächsten revolutionären Schritt vorausgehen, verkürzen. Gerade jetzt stehen wir wieder vor einem großen Wandel.

In der bevorstehenden Phase geht es um die Informatisierung der Produktionstechnik mit den Mitteln der IT. Ziel wird die intelligente Fertigungsstätte sein, die sich durch Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz und Ergonomie auszeichnet. Die Technik wird durch Selbstoptimierung, Selbstkonfiguration, Selbstdiagnose und Informationsverarbeitung intelligenter werden und die Menschen bei ihrer komplexen Arbeit besser unterstützen. Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse des Anbieters werden mit den Anliegen von Kunden und Geschäftspartnern zu einer miteinander kommunizierenden Einheit verknüpft.

Kennzeichnend im Bereich der Baustoff- sowie Bauteileherstellung wird nach allen Voraussagen die starke Individualisierung der Produkte unter den Bedingungen einer hoch flexibilisierten Fertigung sein. Es mag merkwürdig oder zumindest ungewohnt klingen, aber tatsächlich wird diese Entwicklung auch vor der Bauausführung nicht haltmachen. Auftraggeber fordern zunehmend, dass sie schon sehr früh verlässlich erfahren, was, zu welcher Zeit, unter welchen Rahmenbedingungen bei ihren Projekten ablaufen wird. Natürlich wollen sie auch wissen, wann sie mit welchen Kosten zu rechnen haben. Hierbei hilft die so genannte BIM-Technologie (Building Information Modeling) weiter. Dabei werden mit Hilfe entsprechender Software alle relevanten Daten digital erfasst, kombiniert, vernetzt und geometrisch visualisiert, so dass man im virtuellen Raum in unterschiedlichen Phasen durch die Projekte schreiten kann.

Bauausführende sind mit solchen intelligenten Systemen zu jeder Zeit über den Baufortschritt hinsichtlich Termin, Kosten, und Qualität informiert und können dadurch unmittelbar regelnd eingreifen. Der Baumaschinen- und Fahrzeugeinsatz wird parallel dazu durch noch intelligentere Maschinensteuerungs- sowie Dispositionssysteme unterstützt und online mit zusätzlichen Daten versorgt. Im Gegenzug werden die Mobilgeräte und Maschinen zum Informationslieferanten über Leistung, Qualität und Einsatzbedingen auf der Baustelle und in den Fertigungsbetrieben. Derart gut informiert können alle Projektbeteiligten ihr Zusammenwirken im Sinne des Gesamterfolges optimieren. So leicht es auch klingt, ist das jedoch kein Selbstläufer, denn auch die „Industrie 4.0“ braucht engagierte, mitdenkende sowie für Veränderung offene Mitarbeiter, um ihr Potenzial zu entfalten.

Der VDBUM wird seine Mitglieder auf dem Weg zum Optimum im Mensch-Maschine-Daten-Gleichgewicht begleiten und hat unter anderem mit seinem Engagement im Arbeitskreis Telematik die entsprechenden Weichen dafür gestellt. Hier beim diesjährigen Großseminar in Kassel können Sie ihr Wissen gerade auch zu diesen Themenbereichen optimal erweitern. Ich kann Sie nur ermutigen, den immer währenden Wandel als Chance anzunehmen und zu Ihrem persönlichen Erfolg zu machen.

Zielgerade

Werte Gäste,

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damit eine solche Veranstaltung wie dieses Seminar gelingen kann, bedarf es natürlich einer guten Planung, einer passenden Themenwahl und vieler fleißiger Akteure mit Fingerspitzengefühl, die im Vorfeld, während und im Nachgang der Veranstaltung mit Freude und Engagement einen außergewöhnlichen Beitrag leisten.
Ich nutze die Gelegenheit, mich jetzt schon besonders bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der VDBUM-Geschäftsstelle sowie bei unserem Beirat zu bedanken. Mein Dank gilt auch meinen Vorstandskollegen, dem gesamten Organisations- und Technikteam sowie der Mannschaft des Hotels La Strada und nicht zuletzt allen Referenten und Ausstellern. Ich weiß, gemeinsam werden wir auch diesmal alle Kraft und unser volles Engagement einbringen, damit das 44. VDBUM-Großseminar für alle wieder ein großer Erfolg wird.

Freuen Sie sich mit mir auf einen regen Austausch zwischen allen am Bauprozess Beteiligten und auf informative Tage hier in Kassel.

Ich danke Ihnen für das geduldige Zuhören, und erkläre hiermit meinerseits das Großseminar 2015 für eröffnet. - Die Betonung lag auf: meinerseits! Was noch fehlt ist die Freigabe durch unseren diesjährigen Gastgeber.

Deshalb bitte ich nun Toni Kiesel an das Rednerpult. Herr Kiesel: Die Bühne gehört Ihnen!

Herzlichen Dank!

Ihr Peter Guttenberger

24. Februar 2015

 

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