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BMW Frankfurt Marathon am 30. Oktober 2011

Die 30. Geburtstagsfeier von Frankfurt Marathon habe ich mitgefeiert. Hier ist mein Lauf-Bericht:

 

Von nichts kommt nichts!

Ein Bericht, wie ich die Finisher-Medaille erlangte und wie ich nach der langen Strecke, 42,195 km von der Genugtuung erfüllt wurde.

(Bild1, Startbereich vom Frankfurt Marathon)
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Am Tag vor dem Frankfurt Marathon fand der traditionelle Brezellauf (5 km) um 10:30 Uhr statt und natürlich war ich dabei. Wir marschierten mit dem gemütlichen Tempo in der Stadt Frankfurt durch. Durch einen langen Tunnel, über Brücken und im Sonnenschein erreichten alle das Ziel und als Belohnung gab es riesen Brezeln. Als der berühmte 100-jährige Inder, Fauja Singh mit gelbem Turban (s. Bild 2) ans Ziel kam, begann das Fotografieren mit dem alten Herrn. Die alte Dame sagte zu ihm, "wir sind zusammen 175 Jahre alt!" Hinter Herrn Singh stand der große Inder, der der Tempomacher von Herrn Singh ist, der eigentlich eher wie ein Bodyguard aussieht.
(Bild2, zusammen 175 Jahre alt)
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Am 30. Oktober um 10 Uhr begann der BMW Frankfurt Marathon mit 15.000 Startern. Die blauen Luftballons stiegen im grauen Himmel über den Hammering Man (s. Bild1, links hinten). Wir hatten das optimale Lauf-Wetter. 2011 lief ich meinen ersten Marathon am 6. März in Barcelona und meine Zeit war 4:03:07. In Frankfurt wollte ich das Ziel 3:55:00 erreichen. Ich bereitete am Handgelenk ein Zeitbändchen vor. Je 5km wurde die Zeit aufgeteilt und prüfte ich, ob ich nicht zu langsam laufe. Erste 5km hatte ich schon 2 Minuten Guthaben, nach 10km etwas mehr als 4 Minuten Guthaben, nach 15km… nach 30km sah ich kein Zeitbändchen mehr, weil ich so viel Guthaben hatte und ziemlich sicher war, dass ich die Zeit unter 3:55:00 auf alle Fälle erreichen werde, egal ob der Hammering Man nach 37 km mich überfallen würde. Kurz vor Km37 dachte ich "jetzt kommt der unerträgliche Schmerz" aber ich hatte keine Schmerzen, sogar auch nach 41km. "Das kann nicht sein. Jetzt kommt der Schmerz und ich muss gleich sacken…" Doch immer noch kein Schmerz! Ich konnte ohne Schmerzen bis zum Zieleinlauf in der Festhalle. Eine einzige Erklärung dafür: ich bin austrainiert! Kaum zu glauben, meine Zeit, die persönliche Bestzeit ist 3:35:37! Innerhalb von einem halben Jahr habe ich über 30 Minuten verbessert. Von nichts kommt nichts. Das Ergebnis brachte ich durch mein Eifer und das konsequente Training. Ich lief durchschnittlich 200km pro Monat. Im Oktober lief ich sogar 256km. Mir kam die Erinnerung, wie ich trainierte, manchmal lief ich Moritzberg zweimal hoch, ich lief einfach 3: 30 h überall hin ohne Streckenlänge zu achten, nach 10km Röthenbach lief ich die gleiche Strecke noch einmal und lief ich weiter bis nach Lauf usw. 2011 absolvierte ich vor dem Frankfurt Marathon einen Marathon, drei Halbmarathon, vier 10km Läufe und andere kürzere Strecke. Die ganze Wettkampferfahrungen haben mir die Zeit 3:35:37 ermöglicht. Zum Schluss war ich beim Frankfurt Marathon auf dem Platz 300 von 2.000 Frauen und auf dem Platz 3.791 von 15.000 Startern. Besser geht´s nicht! Natürlich ist die Dimension nicht mit der Olympianorm 2:30:00 für Frauen zu vergleichen. Davon träume ich ja auch gar nicht. Ich freue mich ganz riesig mit meiner Zeit, während der schnellste Läufer Wilson Kipsang(2:03:42) in Frankfurt Marathon wegen vier Sekunde nicht nur den Weltrekord sondern auch die Weltrekordprämie 50.000 EUR verpasste (trotz allem Chapeau!). Als normale Hobby-Läuferin bin ich fast überglücklich! Meine Motivation erlosch nicht gleich nach dem Lauf. Ich wollte sogar gleich laufen!

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Ich hatte die Ehre, mit Herrn Steffny sprechen zu dürfen (s. Bild3). Herbert Steffny, er war 16facher Deutscher Meister und Olympiateilnehmer, gewann die Marathon EM Bronze 1986 und dreimaliger Frankfurt Marathonsieger (1985/1989/1991) usw. Eigentlich kann ich seine viele Erfolge nicht alles hier schreiben. Er sagte mir, dass er 1985 beim Weltcup in Hiroshima lief und er erinnert sich, dass Japaner sehr von Marathon begeistert waren. Er kann Japanisch: "Cho-cho (Schmetterling)" Danke Herr Steffny für das Autogramm! "Keep on Running" ja, werde ich weiter laufen!

Ich danke Tadano Faun für die Unterstützung. Meine Motivation und Leidenschaft werde ich auch in meinem weiteren Berufsleben gerne bei Tadano Faun einsetzen!


Lauf, am 3. November 2011

Hiroko Akatsu

 

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