12. Dezember 2025, 11:12
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Der Bundesausschuss für Berufsbildung im Land- und Baumaschinenmechatroniker-Handwerk traf sich in Kirchheim unter Teck, um die Zukunft des Berufsbildes zu gestalten.
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Im Fokus standen die Modernisierung der Ausbildung, technische Neuerungen und die Integration von Teilbranchen wie Flurförderzeuge.
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Die enge Zusammenarbeit zwischen Ausbildungsbetrieben, Innungen, Landesverbänden und Berufsschulen sichert ein hohes Ausbildungsniveau.
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Zudem wurden aktuelle Themen wie die Digitalisierung der Prüfungen, nachhaltige Kriterien in der Ausbildung und Nachwuchsförderung bei Veranstaltungen wie Agritechnica diskutiert.
Bundeausschuss für Berufsbildung im Land- und Baumaschinenmechatroniker Handwerk tagte in Kirchheim Teck
„Ohne einen attraktiven, modernen und an die technischen Neuheiten angepassten Beruf geht es in unserer Branche nicht. Daher freue ich mich sehr, dass wir in diesem Jahr hier in Kirchheim Teck mit 25 Experten unserer Landesverbände und Innungen zusammengekommen sind“, begrüßte der Bundesinnungsmeister Norbert Stenglein die Runde zur Eröffnung des Bundesausschusses für Berufsbildung im Land- und Bauma- schinenmechatroniker-Handwerk (BAB). „Auch nehmen wir die Karrierewege in den Blick, um damit auch weiterhin einen zukunftsfähigen und attraktiven Beruf für den Nachwuchs zu gestalten“, sagte Norbert Sten- glein weiter. Der BAB tagte Ende November in der Max-Eyth-Schule in Kirchheim unter Teck. Die gewerbliche berufliche Schule arbeitet seit langen eng und vertrauensvoll mit dem Landesverband Baden-Württemberg und seinen Innungen zusammen, wie Kurt Neuscheler, Landesinnungsmeister, ausführt. „Seit über 60 Jahren werden hier auch sehr erfolgreich Meister in unserem Handwerk auf hohem Niveau ausgebildet“, lobt Neu- scheler die Zusammenarbeit. „Der kontinuierliche Austausch mit unseren Ausbildungsbetrieben, den Innun- gen, dem Landesinnungsverband sowie den Herstellern ist elementar für unser hohes Ausbildungsniveau“ so Schulleiter Ralf Möhle. „Uns ehrt es, dass die Veranstaltung an unserer Schule stattfindet, und wir freuen uns auf den Austausch“ führt Möhle in seiner Begrüßung aus. Der integrierte Schulrundgang zeigte die mo- derne Ausstattung der Max-Eyth-Schule Kirchheim und regte fachliche Diskussionen der Teilnehmenden an.
Ein besonderer Blick bei der Zusammenkunft des BAB galt der Modernisierung des Ausbildungsberufs inklu- sive Regelungsverfahren und Regelungsmöglichkeiten. Hierzu gab Dr. Anett Brauner, Referatsleiterin Bereich Berufliche Bildung beim ZDH, besondere Einblicke und stellte sich auch der Diskussion, vor welchen Heraus- forderungen Ausbildung heute steht und was ein Neuordnungsverfahren leisten kann.
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„Wir erarbeiten zurzeit erste inhaltliche Leitlinien und stimmen uns dazu mit den Fachleuten unseres Fach- verbands ab“, erklärt Torsten Grantz, Projektleiter Berufliche Bildung im LandBauTechnik-Bundesverband „Was wollen die Betriebe? Was hat sich technisch geändert? Was muss berücksichtigt werden, was kann reduziert werden? All diese Fragen spielen in die Arbeiten mit rein.“ Dazu kommen weitere Aspekte. „Zum Beispiel: Wie können Teilbranchen wie die Flurförderzeuge in dem Monoberuf mit Einsatzgebieten berück- sichtig werden“, führt Torsten Franke, Vorstandsmitglied aus. Die Vertreter der Berufskollegs erläuterten die Interessen und Notwendigkeiten der schulischen Seite als dualer Partner. Später gehe es in den Austausch und Konsens mit den Sozialpartnern und den Bundesministerien, auch die Berücksichtigung von nachhaltigen Kriterien findet, neben den technischen Anforderungen, statt, so Grantz weiter.
Ebenso blickten die Teilnehmer des BAB zurück auf die Agritechnica und der Nachwuchsshow „Werkstatt Live“ der Starke Typen Imagekampagne, an der wieder 17 Land- und Baumaschinenmechatroniker/innen vom Auszubildenden, bis Meister teilnahmen und über 4.000 Schüler auf die Messe lockten. Des Weiteren informierte Dr. Michael Oelck, Hauptgeschäftsführer des LBT, über die Deutschen Meisterschaften in Lands- hut und den Stand der auditierten Meisterkursstätten. Der Fachverband NRW, der federführend die Umset- zung zum Digitalen Prüfungswesen übernommen hat, stellte im Weiteren seine Status quo vor.
Quelle: LandBauTechnik - Bundesverband e.V.