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Digitale Werkzeuge erobern schon heute die Fabrikhallen. Durch sie können Daten besser erfasst, verarbeitet und ausgewertet werden. (Quelle: Fraunhofer IPA, Foto: Rainer Bez). Gehe zu Fotos
Digitale Werkzeuge erobern schon heute die Fabrikhallen. Durch sie können Daten besser erfasst, verarbeitet und ausgewertet werden. (Quelle: Fraunhofer IPA, Foto: Rainer Bez).

Digitale Helfer für die smarte Produktion von morgen

Kunden haben immer individuellere Anforderungen an ihre Produkte und Dienstleistungen. Für Unternehmen entsteht dadurch Komplexität in der Produktion. Industrie 4.0-Technologien sind der Schlüssel, sie zu bewältigen. Einige Beispiele stellt das Fraunhofer IPA auf der LogiMAT 2016 vor, darunter die OEE-App, das System Sense&Act oder die KPI-App.

Eine wichtige Voraussetzung für eine zukunftsfähige Produktion ist es, Fehlerursachen systematisch zu beseitigen. Die OEE-App ermöglicht es, Maschinenausfälle mit einem mobilen Endgerät zu erfassen. Zunächst werden die häufigsten Fehlerarten in der App hinterlegt. Kommt es bei einer Maschine zu einem Defekt, hält der Anwender mit der Stopp-Funktion die Zeit an. Sobald der Fehler behoben ist, aktiviert er die Zeitmessung und wählt die richtige Fehlerursache aus. Auf diese Weise erhält das Unternehmen übersichtliche und präzise Informationen über die Laufzeit seiner Maschinen und weiß, welche Fehlerquellen es dringend beseitigen muss. Außerdem verfügt die Anwendung über eine Excel-Schnittstelle, um neue Fehlerursachen hinzuzufügen zu können. Die mit der OEE-App erhobenen Daten werden in einer Public oder einer Private Cloud gespeichert, von wo aus andere Anwendungen darauf zugreifen können.

Die OEE-App ist Grundlage dafür, dass Fehlerursachen bei Maschinenausfällen systematisch behoben werden können. (Quelle: Fraunhofer IPA, Foto: Rainer Bez)

Digitale Anwendungen für fehlerfreie und regelbasierte Produktion

Die Fabrik der Zukunft kommt außerdem nicht ohne eine vernetzte Produktion aus. Mit dem System Sense&Act können Mitarbeiter schnell und flexibel individuelle Regeln für die Vernetzung gestalten. Sensorwerte lassen sich aus unterschiedlichen Quellen wie Maschinen überwachen. Weiterhin können definierte Aktionen in anderen IT-Systemen selbstständig ausgelöst werden. Beispiele sind die automatische Erzeugung von Instandhaltungsaufträgen bei einem Maschinenausfall oder die automatische Nachbestellung beim Unterschreiten von Lagerbestandsgrenzen. Damit erlaubt es Sense&Act, die Vernetzung zwischen den unterschiedlichen Systemen zu flexibilisieren und einfach an Unternehmen und Situationen anzupassen.

Sense&Act ermöglicht das Erstellen von individuellen Regeln zur Vernetzung der Produktion (Quelle: Fraunhofer IPA).

Mit Industrie 4.0-Technologien Prozesse dezentral steuern

Die dezentrale Planung und Steuerung der Produktion ist ein weiteres Merkmal der smarten Produktion. Die KPI-App dient der Prozessplanung und -überwachung sowie einem aktiven Eingreifen in die Produktionsprozesse in Echtzeit. Während die Benutzeroberflächen von MES eher statisch angelegt sind, setzt die KPI-App auf eine sehr dynamische Benutzeroberfläche mit einer einfachen und schnellen Bedienung via Drag & Drop. Kennzahlen und Produktionsressourcen können bedarfsgerecht zusammengestellt und Auswertungen individuell und zeitnah angepasst werden. Die KPI-App zeigt die cyberphysischen Systeme in der Produktion wie Drehmaschine oder Fräse an und ordnet diese auf Basis des von den Maschinen generierten Datenbestands aktuellen Kennzahlen zu. Die aufgezeigten KPIs können nach Kategorien und zeitlichen Verläufen ausgewertet werden. Für definierte Situationen sind in der App Templates, Muster und Vorlagen hinterlegt. 

Die KPI-App dient der Prozessplanung und -überwachung sowie einem aktiven Eingreifen in die Produktionsprozesse in Echtzeit (Quelle: Fraunhofer IPA).

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