8. Mai 2025, 09:49
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FSP-Sachverständige prüfen alle Größen von Maschinen
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Reachstacker mit 79 Tonnen ist ein besonderer Auftrag
Ein Containerterminal ist für ungeübte Augen ein Ort, an dem unzählige bunte Stahlkisten in Reih und Glied stehen. Mitten in diesem Gewusel agiert ein wahrer Gigant: der Reachstacker, auch bekannt als Greifstapler oder Containerstapler. Er ist das Herzstück des Terminals, ein unverzichtbarer Helfer in der Welt des intermodalen Güterverkehrs. Auch wenn diese gigantischen Maschinen so wirken, als könnte man sie kaum an einen anderen Ort bringen, so kann es doch vorkommen, dass sie verkauft werden. In genau so einem Fall kommen die qualifizierten Gutachter der FSP zum Einsatz, die zum TÜV Rheinland gehört. Kürzlich hat der Sachverständige Andreas Bollmann einen solchen Boliden auf Herz und Nieren im Auftrag einer großen Leasing-Gesellschaft geprüft. Anlass dafür war der Verkauf der riesigen Maschine.
Solche Reachstacker ersetzen in kleineren Häfen die wesentlich teureren Portalkräne. Andreas Bollmann hat eine Maschine des Fabrikats Hyster in Augenschein genommen, einen RS 46 mit einer Hubkraft von bis zu 46 Tonnen, ein wahrlich dickes Ding mit einem Eigengewicht von 79 Tonnen. Aber egal ob es um ein weniges kleines Baufahrzeug oder solch einen Boliden geht: der Sachverständige muss all seine Funktionen gründlich checken, damit am Ende der Verkäufer einen aussagefähigen Zustandsbericht hat, mit dem er dem Käufer einen IST-Zustand über alle Stärken und Schwächen des Geräts zeigen und erklären kann.
In diesem Fall war auch der Prüfbericht ein ganz schön dickes Ding: Andreas Bollmann hat einen zweisprachigen achtseitigen Zustandsbericht mit insgesamt um die 150 Fotos und drei Videos angefertigt und auf dieser Basis einen realistischen Händlereinkaufspreis ermittelt. Für den erfahrenen Sachverständigen ist ein solcher Auftrag nicht alltäglich, denn die schweren Reachstacker stehen einfach nicht an jeder Ecke herum. Auch für Bollmann war dieser Auftrag ein Erlebnis. Er erzählt: „Mit seinem mächtigen ausfahrbaren Arm greift so ein Containerstapler spielend leicht nach den tonnenschweren Containern. Er hebt sie an, dreht sie und stapelt sie präzise übereinander, als wären es Bauklötze. Dabei erreicht er mühelos auch die hintersten Reihen, was ihm den Namen „Reachstacker“ – also „Reichstapler“ – eingebracht hat. Angesichts so einer Maschine kann man sich ganz schön klein fühlen.“
Gefühle allerdings sind für den Zustandsbericht bedeutungslos. Hier zählen nur die Fakten, die ein Gutachter detailliert herausarbeitet. Das muss geschehen, bevor eine solche Maschine für den Verkauf abgebaut wird, denn am Stück kann man den Reachstacker nicht transportieren. Im Einsatz überrascht der Bolide, denn obwohl er ein Schwergewicht ist, ist er sehr wendig. Im Gegensatz zu riesigen Portalkranen kann er sich flink auf dem Gelände bewegen, was ihn besonders für kleinere Terminals oder enge Bereiche prädestiniert. Er ist ein Meister der Flexibilität, auch wenn er als Vertreter der Flurförderzeuge eigentlich nur so etwas wie ein gigantischer Gabelstapler ist. Egal ob es um sehr große oder kleiner dimensionierte Maschinen geht: die Sachverständigen der FSP erledigen ihren Job immer gewissenhaft und akribisch im Auftrag ihrer Kunden.
Alle Fragen rund um das Thema Bau- und Landmaschinen beantwortet bei der FSP Kay Dückert. Er ist der erste Ansprechpartner für alle Dienstleistungen der FSP im Geschäftsbereich der Bau- und Landmaschinen.
Quelle: FSP Leitung und Service GmbH / TÜV Rheinland Group