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Hackthor – Den Fahrer im Fokus

Abbildung 2: Arbeiten mit Hub- und Versatzfunktion auf bis zu 4,5m Augenhöhe
JENZ GmbH Europa
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Abbildung 2: Arbeiten mit Hub- und Versatzfunktion auf bis zu 4,5m Augenhöhe

Bildquelle: Jonathan Colditz

Marktlaunch auf den JENZ Profi-Tagen 2025

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Auf der Agritechnica 2023 präsentierte JENZ erstmalig eine Konzeptstudie seines neuen Selbstfahrers Hackthor. Rund eineinhalb Jahre später wird das neue Flaggschiff auf der JENZ Hausmesse, den Profi-Tagen, offiziell gelauncht und zieht eine große Aufmerksamkeit auf sich. Herausragendes Merkmal ist die neu entwickelte Kabine, die erstmalig rein für den Hackprozess entwickelt wurde und mit einem innovativen Drei-Zonen-Konzept punktet. Darüber hinaus setzt JENZ auf bewährte Technik in der Kombination aus LKW-Fahrgestell und bekannter JENZ-Hackaggregate.

Rund eineinhalb Jahre ist es her, dass JENZ auf der Agritechncia 2023 seine Konzeptstudie eines neuen Hackerselbstfahrers präsentierte. „Wir wurden auf unserem Messestand nahezu überrannt. Das Interesse war sehr groß“, berichtet Hans Heinrich Hermeier, Geschäftsführender Gesellschafter und Ideengeber des Hackthors. „Dennoch war von vornherein klar: es ist nur eine Konzeptstudie mit dem übergeordneten Ziel Feedback einzuholen. Unser Slogan lautet schließlich: „One Driver – Zero Compromises“ und bei unserer Studie waren natürlich noch einige Kompromisse enthalten. In den Monaten danach haben wir dementsprechend mit einem offenen Ohr am Kunden Feedback eingesammelt und den Hackthor so weiterentwickelt, dass er jetzt marktreif ist.“

Bedeutung des Maschinenbedieners

Überragendes Merkmal des Hackthors ist die neu entwickelte Fahrerkabine. Hermeier ging dazu im Rahmen der Produktpräsentation auf den Profi-Tagen noch einmal auf die Ursprungsüberlegungen bei der Produktentwicklung ein: „Das Gewicht des Fahrers bei der Kaufentscheidung nimmt immer mehr an Bedeutung zu.“ Bei aller Wirtschaftlichkeit einer Maschine sei eine entscheidende Frage am Ende, ob der Fahrer die Entscheidung mit trage. Sei er überzeugt, werde er die Maschine auch gut und produktiv einsetzen, eine Grundvoraussetzung für jeden Unternehmer. Die Kabine sei dabei als Hauptarbeitsplatz ein Schlüsselelement. Ein weiterer Punkt für den Unternehmer sei das Thema Arbeitssicherheit und dies spiele gerade bei Holzhackmaschinen eine wichtige Rolle. „Auf dem Markt der selbstfahrenden Holzhacker gibt es viele unterschiedliche Kabinenvarianten, die jede für sich in puncto Bedienerkomfort und Sicherheit Vor- und Nachteile aufweisen: LKW-Kabinen mit Mähverglasung, Krankabinen oder Bodenerntekabinen. Auch für andere Fahrzeuge, wie z. B. Bagger, Maishäcksler und Rübenernter gibt es Spezialkabinen. Was fehlt, ist die Hackerkabine. Für uns stellte sich folglich die Frage: Warum haben Hackerfahrer eigentlich keine eigene Kabine? Haben sie nicht auch eine Kabine verdient, die genau ihren Anforderungen entspricht? Wir meinen ja!“ Im Ergebnis sei die Idee des Hackthors geboren.

Fokus Fahrer – Eine Kabine neu gedacht

Das Herzstück des neuen Hackthors ist dementsprechend die komplett neu entwickelte Kabine – die erste, die speziell und ausschließlich für den Hackeinsatz konzipiert wurde. Äußerlich betrachtet fällt dabei sofort das besondere Kabinendesign auf, welches durch ein speziell entwickeltes Fensterkonzept mit gekrümmten Scheiben charakterisiert ist und maximale Rundumsicht garantiert– selbst an Böschungen oder bei Arbeiten an hohen Poltern. Dank der neuen Höhenfenster ist zudem erstmals eine sichere und ermüdungsfreie Sicht auf Polterhöhen von über 10 Metern möglich. Ergänzt wird dies durch ein zielgerichtetes Lichtkonzept, das jede Arbeitszone optimal ausleuchtet.

Mit der optionalen Lift- und Versatzfunktion "JENZ Skyview" ermöglicht der Hackthor das Arbeiten auf einer Augenhöhe von bis zu 4,50 m - ideal für beste Sicht in Abfuhrfahrzeuge. Der seitliche Versatz erhöht zusätzlich den nutzbaren Kranschwenkbereich. Ein zusätzliches 360°Sicherheitskamerasystem (Bird-View) verbessert die Sicht auch an schwer einsehbaren Stellen. Auch bei hochgefahrener Kabine ist die Kombination mit dem bekannten zentrischen Austrag möglich, sodass ein Überladen nach vorne problemlos möglich ist und maximale Flexibilität bietet.

Im Inneren der Kabine kommt ein innovatives Drei-Zonen-Konzept zum Tragen, welches speziell auf die Phasen des Hackbetriebs „Fahren, Hacken und Warten“ abgestimmt wurde und den Fahrer mit seinem Arbeitsalltag in den Mittelpunkt stellt.
 

  • Fahren: auf LKW Komfortniveau – mit ergonomischem, elektrisch drehbarem Sitz für den Wechsel zwischen Fahr- und Hackbetrieb, inkl. Sitzheizung und aktiver Klimatisierung, Klimaautomatik und Multifunktionslenkrad

  • Hacken: Maximale Übersicht über Polter, Maschine und Abfuhr – ermöglicht durch Rundumsicht, Spezialverglasung ohne Störkonturen, maximale Krankreichweite, speziell konzipierte Höhenfenster und intuitive Bedienlogik.

  • Warten: Integrierte Relaxzone mit Kaffeemaschine, Mikrowelle, Kühlschrank, 230V-Steckdosen und umfangreichen Infotainmentsystem mit großem Display, Soundsystem und Subwoofer für entspannte Pausen.

Weitere Highlights sind pneumatisch anklappbare Spiegel, eine entkoppelte Kabinenstruktur für ein ruhiges Arbeitsklima, diverse Lounge Schränke für Stauräume sowie ein spezielles Scheibenwischer-Konzept für beste Sicht bei jedem Wetter.

Optimale Sicht: Speziell gekrümmte Scheiben sowie der drehbare Sitz ermöglicht eine perfekte Übersicht über Maschine, Polter und Abfuhrfahrzeuge.<br>BILDQUELLE: Jonathan Colditz

Bewährtes bewahren

Was den Unterbau angeht, bleibt JENZ seinem erfolgreichen Selbstfahrer-Konzept treu: Der Hackthor basiert auf einem robusten LKW-Chassis und kombiniert dieses mit bewährten JENZ-Hackaggregaten. Dadurch erreicht er eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 80 km/h bei Verbräuchen zwischen 30 und 35 Litern pro 100 km – ein Benchmark in Sachen Mobilität und Wirtschaftlichkeit. Durch Allradantrieb und Agrarbereifung bleibt er dabei auch im Gelände voll einsatzfähig.
Der Hackthor ist in den Varianten HEM 583, HEM 593 mit 520 PS Antriebsleistung durch den MAN LKW Motor sowie als Hackthor Hybrid mit zusätzlichem Caterpillar C18-Aufbaumotor und einer Systemleistung von bis zu 1.332 PS erhältlich.

Quelle: JENZ GmbH