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Herr Joachim Schmid

Joachim Schmid, Geschäftsführer VDMA Baumaschinen und Baustoffanlagen und VDMA Mining im Interview mit LECTURA Press

Über 125 Jahre am Puls der Zeit. Was sind die Themenschwerpunkte des VDMA?

Der VDMA ist heute das wichtigste Sprachrohr der Maschinenbauindustrie. Er vertritt die Themen des Maschinen- und Anlagenbaus in Deutschland und Europa. Er begleitet seine Mitglieder erfolgreich auf den globalen Märkten. Seine technische Expertise, seine Branchenkenntnis und seine gradlinige Positionierung machen ihn zu einem anerkannten und geschätzten Ansprechpartner für die Öffentlichkeit, Wissenschaft, Verwaltung und Politik. Ferner ist der VDMA mit seinen rund 500 Experten ein genauer Beobachter für seine Mitgliedsfirmen und erkennt Trends, die er aufgreift, analysiert, aufarbeitet und den Unternehmen für ihre strategischen Entscheidungen zugänglich macht.

Seine gut 3.200 Mitglieder machen den VDMA zur größten Netzwerkorganisation des europäischen Maschinenbaus. Im Fokus ist immer der Nutzen für die Mitgliedsunternehmen.

Welche Vorteile bringt eine Mitgliedschaft in dieser Netzwerkorganisation?

VDMA-Mitglieder profitieren von einem breiten Leistungsspektrum, dem einzigartigen Maschinenbau-Netzwerk sowie dem Fachwissen der VDMA-Experten im In- und Ausland. Mit dieser Erfahrung steigert der VDMA die Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedsunternehmen und unterstützt sie dabei, die vielfältigen Herausforderungen der Märkte zu meistern. Auch als deren Interessenvertreter in Politik und Normung. Ganz nach dem Motto „Anders als alle anderen. Besser als die Guten.“

Vor kurzem wurde die Arbeitsgruppe Machines in Construction - MiC 4.0 gegründet. Worum geht es hierbei?

Der VDMA Fachverband Baumaschinen und Baustoffanlagen hat am 8. April im Rahmen der bauma19 diese neue Arbeitsgemeinschaft gegründet. Ziel ist es, die vor der Branche liegenden Herausforderungen der Digitalisierung gemeinsam mit allen Akteuren der gesamten Wertschöpfungskette bearbeiten zu können. Mit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft MiC 4.0 folgen wir dem Wunsch unserer Mitglieder, dieses Thema intensiv, strukturiert und zielorientiert anzugehen. Die Arbeitsgemeinschaft soll, wie auch am Namen deutlich zu erkennen ist, von Beginn an offen sein für Unternehmen aus ganz Europa und darüber hinaus.

Derzeit entwickeln etliche Hersteller für sich allein Lösungen. Mit einer zunehmenden Vernetzung der Maschinen kann dies nicht mehr langfristig funktionieren. Schon lange vor der Gründung der AG gab es im VDMA Arbeitskreise mit Themenschwerpunkten wie zum Beispiel Maschinendaten, Systemarchitektur und Anbaugeräte. Hierzu trafen sich alle Beteiligten der Wertschöpfungskette und das ist das Besondere – Hersteller und Anwender – um sich den Problemen bei der Digitalisierung der Branche zu stellen und diese zu bearbeiten. Die Arbeitskreise haben eine sehr gute Grundlage für die neue Arbeitsgemeinschaft erarbeitet und die vor der Branche liegenden Aufgaben deutlich aufgezeigt.

Was bedeutet der Brexit für den Maschinenbau?

Die Branche bedauert die Entscheidung der Briten und sieht es als „verantwortungsbewusste Entscheidung“, dass der Austrittstermin verlängert wurde. Sie fordert aber auch Klarheit für die Industrie, denn für die Unternehmen wird es zunehmend schwieriger, sich auf den Austritt vorzubereiten, wenn der Termin immer wieder verschoben wird. Aus Sicht des Maschinenbaus hat der Schutz der EU oberste Priorität, so ist die offizielle Haltung des VDMA.

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Das Vereinigte Königreich steht an vierter Stelle der Exporte von deutschen Maschinen für die Bauwirtschaft in die EU, insofern trifft es auch unsere Branche. Ein geregelter Austritt ist daher wichtig. Betrachtet man allerdings die Situation insgesamt, einschließlich der Tatsache, dass unsere Mitglieder nur wenig Wertschöpfung im Vereinten Königreich haben, wird der Brexit die Baumaschinenbranche nicht wesentlich beeinflussen. 2018 betrugen die Exporte von Baumaschinen ins Vereinigte Königreich 373 Mio. EUR, das sind 8,9 % der Gesamtexporte in die EU-28.

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Quelle: LECTURA GmbH Verlag

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