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KLEMM Bohrgeräte im Dauereinsatz am Essener Hauptbahnhof

Drolshagen, Februar 2014 – In der Regel arbeiten KLEMM Bohrgeräte auf Baustellen weltweit eher fernab der öffentlichen Aufmerksamkeit. Als Ende November bei Sondierungsbohrungen unter Gleisen kurz vor dem Essener Hauptbahnhof Hohlräume in Form alter Bergwerksstollen und -Flöze entdeckt wurden, änderte sich das abrupt. Plötzlich waren KLEMM Bohrgeräte in Nachrichten und vielen Zeitungsberichten der regionalen und nationalen Medien zu sehen. Dabei war eigentlich nichts passiert – aber, es hätte durchaus etwas passieren können...

1.800 Züge umgeleitet

Nachdem die Grundbau Essen GmbH (GbE) – ein Kunde der KLEMM Bohrtechnik GmbH aus Drolshagen – bei Sondierungsbohrungen auf Hohlräume unter den Hauptgleisen gestoßen war, reagierten die zuständige Abteilung Bergbau und Energie bei der Bezirksregierung Arnsberg und die Deutsche Bahn sofort. Um jegliches Risiko zu minimieren, durften Züge nur noch in Schrittgeschwindigkeit die Gefahrenstelle passieren. In der Folge mussten bis Mitte Dezember rund 1.800 Züge umgeleitet werden und rund 200 Züge sind ausgefallen.

Eile geboten

Als ein zentraler Knoten des DB-Netzes hat der Essener Hauptbahnhof eine wichtige Funktion im Fernverkehr der Deutschen Bahn. Ist der Betrieb – wie in diesem Falle – eingeschränkt, entstehen erhebliche Verzögerungen und Kosten für Umleitungen und aufwändigen Ersatzverkehr. Deshalb war die GbE gefordert, möglichst schnell, effizient und gleichzeitig sehr konzentriert und sicher zu arbeiten. Zunächst galt es, die Hohlräume des 1733 geschaffenen Stollens Hoffung & Secretarius et Aak inklusive der angrenzenden Flöze – alle in rund 16 Meter Tiefe – zu identifizieren und zu verfüllen. Dazu wurden im Überlagerungsbohrverfahren die Hohlräume aufgespürt, um dann Kunststoff-Manschettenrohre zum Verfüllen fächerförmig einzubringen. Besonders bewährt haben sich dabei leistungsstarke KLEMM Bohrgeräte, die insgesamt ein hohes Arbeitstempo bei maximaler Sicherheit ermöglichten.

Um die bestehenden Gefahren schnellstmöglich zu beseitigen, war GbE mit vier KLEMM Bohrgeräten vor Ort. Jürgen Schauwecker, GbE-Geschäftsführer, im Interview während der Bauphase: „Wir haben zwei Verfüllanlagen aufgebaut und arbeiten momentan 24 Stunden, 7 Tage die Woche und hoffen natürlich, dass wir so schnell wie möglich fertig werden.“ Bis Mitte Dezember hatte GbE 303 Bohrungen (mit 11.500 Bohrmetern) durchgeführt und rund 2.500 Kubikmeter Zementmasse in die Hohlräume verfüllt. Dadurch konnten wieder alle Fern- und Regionalzüge (ICE und RE) – zunächst noch eingeschränkt – den Essener Hauptbahnhof anfahren.

GbE setzt komplett auf KLEMM

Als die GbE 2007 gegründet wurde, investierte sie zunächst in ein KLEMM Bohrgerät. Mittlerweile hat das Unternehmen sechs KLEMM Bohrgeräte angeschafft, von denen vier am Essener Hauptbahnhof zum Einsatz gekommen sind – drei KR 704 D (etwa 5 t) und eine KR 803-3 (etwa 13 t). Dipl.-Ing. Andreas Schroth, KLEMM Gebietsverkaufsleiter: „Das ist schon ein anspruchsvolles Bohrprojekt, allein durch die Geschwindigkeit und Präzision, mit der gearbeitet werden muss, und durch die Enge zwischen den Gleisen. Hier kommen unsere kompakteren Bohrgeräte mit hoher Leistungsdichte zum Einsatz. Wir standen in der Hochphase des Projektes in ständigem Kontakt mit der GbE und konnten uns letztlich immer wieder über Erfolgsmeldungen freuen. Die Bohrgeräte haben den hoch gesteckten Erwartungen entsprochen, was auch damit zusammenhängt, dass sie im Detail auf das Leistungsportfolio der GbE, sprich Sondierungsbohrungen, abgestimmt sind. Für uns ist es natürlich eine schöne Sache, dass unsere Geräte so gut, sicher und effizient arbeiten, gerade wenn der Druck hoch ist und gute Bohrergebnisse schnell und zuverlässig erzielt werden müssen. Das entspricht unserer Philosophie der Dynamic Power.

Wartung während des Einsatzes

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Wird rund um die Uhr gebohrt, wird das gesamte Material intensiv beansprucht und es kommen viele Bohrstunden zusammen. Bei zwei Geräten wurden während des Einsatzes turnusmäßig Wartungsarbeiten fällig. Dipl.-Ing. Andreas Schroth: „Es kamen dann Anrufe aus Essen, dass wir irgendwie die Wartung einschieben müssten. Wir haben geschaut, wann es am nächsten Tag Bohrpausen geben würde und einen entsprechenden Termin vereinbart, damit anschließend ohne Zeitverzögerung weiter gebohrt und verfüllt werden konnte.“

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