30. Januar 2019, 16:39
Infrastruktur-Investitionen forcieren Nachfrage: Kipper werden mit Telematik und App digitaler
Infrastruktur-Großprojekte entlang der neuen Seidenstraße und der Bundesverkehrswegeplan 2030 werden die Baubranche auch in den kommenden Jahren stetig mit Aufträgen versorgen. Marktführer Schmitz Cargobull hat sich mit einer breiten Fahrzeugpalette und dem Kapazitätsausbau im Kipper-Kompetenzwerk Gotha auf die wachsende Nachfrage eingestellt. Auf der BAUMA (8. bis 14. April 2019) werden neben Sattel- und Motorwagenkippern auch die neue Telematikgeneration TrailerConnect und die S.KI Control App gezeigt. „Die Qualität unserer Schüttgutfahrzeuge lässt sich anhand unserer niedrigen Life-Cycle-Kosten messen“, sagt Boris Billich, Vertriebsvorstand der Schmitz Cargobull AG, anlässlich des BAUMA-Mediendialogs. „Digitale Helfer“ leisten einen immer stärkeren Beitrag zur Kosteneffizienz und zu höherer Sicherheit.
Für den Ausbau der neuen Seidenstraße allein sind in den nächsten Jahrzehnten Investitionen von 900 Mrd. US-Dollar vorgesehen. Straßen, Bahnstrecken, Flughäfen sowie Binnen- und Seehäfen in 68 Ländern Afrikas, Asiens und Europas stehen auf dem Programm. Hinzu kommen vielfältige Infrastrukturprojekte zur Anbindung in die Regionen sowie Sondereffekte z.B. durch die Olympischen Spiele 2024 und den Ausbau des Stadtentwicklungsprojektes „Grand Paris“. Auch in Deutschland stehen mit dem neuen Bundesverkehrswegplan bis 2030 pro Jahr ca. 15 Mrd. Euro zur Verfügung. Wie in allen Ländern Europas sind dauerhaft hohe Investitionen in die Infrastruktur geplant. „Unternehmen der Baubranche werden auf dieser Grundlage in leistungsstarke Kipperfahrzeuge investieren“, zeigt sich Boris Billich überzeugt. Vor allem in den Anrainerländern Osteuropas aber auch in Frankreich und Spanien sieht er Wachstumspotenzial. „Auf der BAUMA werden wir unsere breite Produktpalette präsentieren: Sattelkipper mit thermoisolierter Stahl-Rundmulde, Sattelkipper mit Aluminium-Kastenmulde sowie Motorwagenkipper“, listet er auf. Im modularen Baukastensystem lassen sich Mulde, Rückwand, Chassis, Fahrwerk und Zusatzausstattungen so kombinieren, dass die Fahrzeuge passgenau für den spezifischen Einsatzbereich des Kunden optimiert sind. Hinzu kommt in allen Zielmärkten das breite Dienstleistungsspektrum von der Finanzierung bis zum Full-Service-Vertrag. Beim Thema Digitalisierung hat sich Schmitz Cargobull früh als Vorreiter positioniert: Mit der S.KI Control App wird der Kipper per Handy oder Tablet (Android- oder IOS-Betriebssystem) ferngesteuert und überwacht. „Die App ergänzt unsere S.KI Sattelkipper optimal“, erklärt Boris Billich. Außerdem steht jetzt auch die neue Telematik-Generation TrailerConnect für alle Kipper bereit.
Auf eine wachsende Nachfrage nach Schüttgutfahrzeugen hat sich das Werk Gotha in den zurückliegenden Jahren eingestellt: Aktuell werden von den 690 Mittarbeitern am Kompetenzstandort etwa 6.000 Kipperfahrzeuge im Jahr produziert. Speziell mit dem Blick in Richtung Osteuropa wird auch die Schmitz Cargobull Multi-Production-Plant in Moskau 2019 mit der Kipper-Produktion beginnen. „Unsere moderne Fertigungstechnologie und Produktionslogistik gewährleisten Präzision“, sagt Billich. Schon in der Entwicklung der Fahrzeuge wird die Basis für den Erfolg gelegt. Modernste Konstruktionsverfahren, Belastungsprüfungen und Dauertests stellen sicher, dass jedes Produkt auf bestmögliche Gesamtwirtschaftlichkeit ausgelegt ist. Im Cargobull Validation Center (CVC) werden Komponenten, Baugruppen und ganze Fahrzeuge in hoch entwickelten Testverfahren erprobt, bevor die Serienfertigung startet. „So sichern wir Qualität und Zuverlässigkeit im Alltagseinsatz“, berichtet Boris Billich. Sein Ziel: Als europäischer Marktführer beim Sattelkipper S.KI will Schmitz Cargobull im Wachstumsmarkt auch in den kommenden Jahren überproportional profitieren.
Quelle: Schmitz Cargobull AG