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STRABAG SE erwartet für 2015 ein EBIT von zumindest € 300 Mio.

  • 2014: Leistung bei € 13,6 Mrd. und Mitarbeiterstand bei etwa 73.000 unverändert – zum Teil starke Schwankungen auf Länderebene

  • Auftragsbestand 2014 auf hohen € 14,4 Mrd. (+7 %)

  • Prognose von zumindest € 260 Mio. für 2014 bestätigt

Wien, 16.2.2015 Der börsenotierte, europäische Technologiekonzern für Baudienstleistungen STRABAG SE hat heute erste Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 sowie einen Ausblick auf 2015 bekannt gegeben.

Genau wie erwartet, ist die Leistung mit € 13,6 Mrd. auf einem hohen Niveau stabil geblieben. Obwohl wir in unserem Heimatmarkt Deutschland im Verkehrswegebau 2015 noch keine großen Investitionssprünge erwarten, sollte es dank unserer breiten Aufstellung nach Regionen und Bausparten dennoch gelingen, die Leistung in diesem Jahr auf etwa € 14,0 Mrd. zu steigern. Unser hoher Auftragsbestand von € 14,4 Mrd. unterstützt dieses Ziel. Wir gehen außerdem davon aus, dass sich unsere bisherigen Anstrengungen, das Risikomanagement weiter zu verbessern und die Kosten zu senken, 2015 im Ergebnis bemerkbar machen werden. Daher lässt sich ein EBIT von zumindest € 300 Mio. erwarten, nachdem wir für 2014 wohl von mindestens € 260 Mio. berichten werden können“, fasst Thomas Birtel, Vorstandsvorsitzender der STRABAG SE, zusammen.

Leistung

Der STRABAG SE-Konzern hat im Geschäftsjahr 2014 mit € 13,6 Mrd. eine gegenüber dem Vorjahr unverändert hohe Leistung erwirtschaftet. So glichen sich Erhöhungen beispielsweise in den Heimatmärkten Deutschland und Österreich und Rückgänge etwa in der Region Russland und Nachbarstaaten sowie Rumänien aus: Die Leistung in Deutschland hatte sich dank des milden Winters – und trotz der sehr zurückhaltenden Vergabepolitik der öffentlichen Hand im Verkehrswegebau – positiv entwickelt. In Rumänien und Russland waren Großprojekte beendet worden, wobei sich die neu eingeworbenen Aufträge in diesen Märkten noch nicht in der Leistung widergespiegelt haben.

Auftragsbestand
Die erfreuliche Entwicklung des Auftragsbestands, die sich in den vergangenen Monaten abgezeichnet hatte, hielt bis Jahresende an: Mit € 14,4 Mrd. (+7 %) lag der Bestand auf einem hohen Niveau und deckte mehr als die für 2015 geplante Jahresleistung ab. Besonders in Zentral- und Osteuropa war Wachstum zu erkennen. Diverse mittelgroße Aufträge in der Slowakei und in Rumänien, Projekte im privaten Industriebau in Russland und eine Anzahl an polnischen Verkehrswegebauten ließen den Auftragsbestand in die Höhe klettern, während er z. B. im Heimatmarkt Deutschland – und hier besonders im Hoch- und Ingenieurbau – bereits zuvor ein hohes Niveau erreicht gehabt hatte.

Mitarbeiteranzahl
Die Mitarbeiteranzahl gestaltete sich mit 72.906 Personen auf den ersten Blick – ebenso wie die Leistung – unverändert. Dabei zeigten sich jedoch deutliche Unterschiede auf Länderebene: Während die Übernahme der in Deutschland und Österreich ansässigen, mit Facility Services betrauten DIW-Gruppe die Anzahl der Beschäftigten erhöhte, sank der Personalstand infolge der laufend implementierten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und des Auslaufens von Großprojekten in einer Reihe anderer Länder im Osten und Norden Europas.

Ausblick 2015
Der Vorstand der STRABAG SE rechnet für das Geschäftsjahr 2015 mit einer Erhöhung der Leistung von € 13,6 Mrd. auf € 14,0 Mrd. Sie sollte sich aus € 6,2 Mrd. aus dem Segment Nord + West, € 4,5 Mrd. aus dem Segment Süd + Ost und € 3,2 Mrd. aus dem Segment International + Sondersparten zusammensetzen. Der Rest entfällt auf das Segment Sonstiges. Damit rechnet man mit einer annähernd gleichbleibenden Leistung in Nord + West und mit einer leichten Steigerung in den beiden anderen operativen Segmenten.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 2015 möchte die STRABAG SE auf zumindest € 300 Mio. erhöhen. Demnach sollten sich die bisherigen Anstrengungen, das Risikomanagement weiter zu verbessern und die Kosten zu senken, bereits im Ergebnis bemerkbar machen. Damit kommt das Unternehmen seinem Ziel, 2016 eine EBIT-Marge (EBIT/Umsatz) von 3 % zu erreichen, einen Schritt näher. 2013 hatte die Marge 2,1 % betragen. Für 2014 geht der STRABAG SE-Vorstand weiterhin von einem EBIT von zumindest € 260 Mio. aus. Diese und weitere Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 stehen am 29.4.2015 um 7:30 Uhr (MESZ) zur Veröffentlichung an.

Die Ergebniserwartung basiert auf der Annahme einer gleichbleibend hohen Nachfrage im deutschen Hoch- und Ingenieurbau. Gleichzeitig wird in diesem Heimatmarkt noch nicht mit großen Investitionssprüngen im Verkehrswegebau durch die öffentliche Hand gerechnet. 

Während sich 2015 die Margen im Baustoffgeschäft weiter verbessern sollten und der Turnaround in der Umwelttechnik erreicht worden sein dürfte, lässt sich dieser für den Wasserbau noch nicht prognostizieren. Weiterhin positive Beiträge sind allerdings aus den Property und Facility Management-Einheiten und dem Immobilien Development zu erwarten.

In den zentral- und osteuropäischen Ländern bleibt der Preisdruck voraussichtlich stark, wenngleich z. B. in der Slowakei oder in Polen erfolgreich bei größeren Ausschreibungen angeboten werden kann. Dasselbe lässt sich von dem Tunnelbau-Geschäft und Public-Private-Partnerships, also von Konzessionsprojekten, in den Heimatmärkten sagen, weshalb sich STRABAG hier stärker als bisher in außereuropäischen Märkten engagiert.