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Viel mehr als Feuerwehr!

Als man Ende des Jahres 2011 im Managementteam der damaligen Volvo Baumaschinen Österreich GmbH über Weihnachtsgeschenke diskutierte, wurde auch der Vorschlag gebracht, den gesamten Betrag einer caritativen Organisation zu spenden. Seit dem erhält Licht Ins Dunkel einen namhaften Betrag des Baumaschinenhändlers, der seit Oktober 2013 als ASCENDUM Baumaschinen Österreich firmiert – 2014 waren es 7.500 Euro.

Baggern für Licht ins Dunkel

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Bei der MAWEV Show 2015, der größten Baumaschinen-Demonstrationsmesse Europas vom 18. – 21. März im Wirtschaftspark Enns/Hafen wird am Stand der Ascendum Baumaschinen Österreich GmbH – viele Jahre bekannt als Volvo Baumaschinen Österreich – für Licht ins Dunkel gebaggert. An vier Tagen besteht für spendenbereite Baggerfahrer und Unternehmer die Möglichkeit, bei einem Geschicklichkeitswettbewerb am Volvo-Fahrerclubstand gegen die Zeit des besten Volvo-Baggerfahrers anzutreten. Für jede Sekunde, die man länger braucht, wird 1 Euro gespendet. Soziales Engagement hat bei der Ascendum Baumaschinen Österreich GmbH eine lange Tradition, denn man engagiert sich auch für an Aids erkrankte Kinder in Afrika. Am 19. März wird im Rahmen eines VIP-Abends ein Scheck mit der erspielten Gesamtsumme übergeben.

Spendenempfänger: Frauenhaus Salzburg

Vielleicht mit dem Hintergedanken, dass ein von „starken Männern“ dominiertes Unternehmen dem „schwachen Geschlecht“ Anerkennung zollen möchte, entschied man sich das Frauenhaus in Salzburg zu unterstützen. Um dieser sozialen Geste auch ein Gesicht zu geben, dient dieser Bericht.

Das Salzburger Frauenhaus ist eine Zufluchtsstätte für Frauen und Kinder, die von physischer, psychischer oder sexueller Gewalt in Beziehungen betroffen sind. Die betroffenen Mütter und ihre Kinder erhalten eine geschützte Unterkunft, Beratung und Betreuung durch qualifizierte Mitarbeiterinnen. Das Frauenhaus ermöglicht die physische und psychische Regeneration von Frauen und Kindern und wirkt einer Isolation der Gewaltopfer entgegen. In ruhiger und geschützter Atmosphäre und mit der Hilfe professioneller Unterstützung werden an Entscheidungsfindungen, der Entwicklung neuer Lebensperspektiven und deren Umsetzung in erste, konkrete Schritte gearbeitet. Das Betreuungsangebot umfasst psychologische, soziale, pädagogische und juristische Unterstützung – vielfach mit 24h-Diensten. Abhängig von Situation und Problemlage der betroffenen Frau und ihrer Perspektive beträgt die Aufenthaltsdauer maximal ein Jahr. Wenn erforderlich, wird anschließend auch eine ambulante Nachbetreuung angeboten. Telefonische Beratungen, kostenlose ambulante Beratung sowie Beratungen per Email – allesamt natürlich streng vertraulich und anonym – runden das Leistungsangebot dieses Frauenhauses ab. Die Daten und der Beratungsverlauf bezüglich der Bewohnerinnen des Hauses werden selbstverständlich dokumentiert, aber diese Informationen werden gut geschützt, bis hin zu einer automatischen Meldesperre.

Das Haus verfügt über 19 verschieden große Wohneinheiten auf drei Stockwerken mit insgesamt 65 Betten. Jede Wohneinheit verfügt über ein eigenes Bad mit Dusche und WC. In jedem Stockwerk gibt es eine Gemeinschaftsküche und Aufenthaltsbereiche mit einer Kinderspielecke. Eine behindertengerechte Wohneinheit im Erdgeschoß kann auch von Rollstuhlfahrerinnen benützt werden.

Zur umfassenden Unterstützung der Bewohnerinnen dieses Frauenhauses gehört auch, dass hier sogar begleitende Scheidungsberatung, Prozessbegleitung in Straf- und Zivilverfahren, Unterstützung bei fremdenrechtlichen Themen, Beratung zu Ausbildungen (Sprachkurse) und Anerkennung von Schul- und Lehrabschlüssen, sowie bei der Arbeits- und Wohnungssuche angeboten werden.

Zahlen & Fakten

Das Salzburger Frauenhaus startete 1989 als erstes im Bundesland Salzburg, mit einem Haus in der Josefia-Au, im Süden von Salzburg. 1992 übersiedelte es in die Itzlinger Hauptstraße, in eine ehemalige Pension. 2006 wurde nach 7 Jahren Vorlaufzeit der Bau des heutigen Frauenhauses begonnen und im Dezember 2007 bezogen.

Im Jahr 2012 wurden insgesamt 100 Frauen und 88 Kinder betreut, was einer Auslastung von 87% entspricht. Im gerade abgelaufenen Jahr 2014 hielten sich 81 Frauen und 73 Kinder im Salzburger Frauenhaus auf, bei einer sehr hohen Auslastungsrate von 98%! Bis 2011 war die Aufteilung einheimischer Betroffener und solcher mit Migrationshintergrund etwa 1/3 zu 2/3; 2013 war das Verhältnis 47 zu 53 und 2014 waren wieder mehr als 70% der Bewohnerinnen Migrantinnen. Neben Österreicherinnen beherbergte das Haus Frauen aus den verschiedensten Herkunftsländern, wie z.B. Tschetschenien, Aserbeidschan, Vietnam, den Philippinnen, Peru, Marokko, Somalia u.v.m. Selbstverständlich steht das Haus für Betroffene aller Konfessionen offen. 20 – 25% der Frauen gehen nach der ersten bis dritten Woche wieder zum gewalttätigen Partner zurück, denn sie wollen ihm noch eine Chance geben. Solche die sich tatsächlich trennen, wohnen meist über einen längeren Zeitraum hier. Die Bewohnerinnen des Frauenhauses versorgen sich und ihre Kinder selbst.

Die Spendenbeträge, die über Licht Ins Dunkel das Frauenhaus erreichen, werden zweckgebunden für den Kinderbereich verwendet. Dazu zählt die Finanzierung von Ausflügen, Eintrittsgelder in Museen, Theater, Kino, Karten für Kasperltheater, Buskarten, Geburtstagsgeschenke, etc. Neben finanziellen Spenden freut man sich auch über Sachspenden, wie Kinderkleidung, Spielsachen, Bettwäsche, aber auch ausrangierte EDV-Geräte, wie PC oder Bildschirmen.

Am Ende des Gesprächs mit Birgit Thaler-Haag, der Geschäftsführerin und Leiterin des Salzburger Frauenhauses, meinte sie abschließend sehr treffend „Für die betroffenen Mütter und Kinder sind wir heute viel mehr als nur Feuerwehr!“

Ascendum Baumaschinen Österreich GmbH

Im Oktober 2013 wurde die frühere VOLVO Baumaschinen Österreich GmbH Teil der ASCENDUM Group, einer der weltweit größten Handelsunternehmen von Volvo Baumaschinen und industriellen Ausrüstungen für Infrastruktur. Die ASCENDUM Baumaschinen Österreich GmbH bildet gemeinsam mit den Ascendum-Handelsunternehmen von Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Kroatien die ASCENDUM Central Europe GmbH, wobei auch die Märkte Slowenien und Bosnien Herzegowina über Unterhändler zum Verantwortungsbereich der Gruppe zählen. Operatives Zentrum der Ascendum-CEG ist die Zentrale in Bergheim bei Salzburg. CEO Dr. Thomas Schmitz trägt die Verantwortung für die Leitung dieser jüngsten ASCENDUM Handelsregion. Die Leistungen in Österreich umfassen Beratung & Verkauf, Service & Ersatzteile sowie die Vermietung von Volvo Baumaschinen, weiter den Vertrieb von Gebrauchtmaschinen, das Service für Volvo Penta-Industriemotoren, Sennebogen der „Green-Line“ sowie Produkte der Marken Atlas Copco, Bergmann und Perlini.

Licht Ins Dunkel

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Die Aktion „Licht ins Dunkel“ wurde 1973 vom damaligen ORF-Landesintendanten von Niederösterreich, Kurt Bergmann, initiiert. Die erste Radio-Spendenkampagne ergab umgerechnet 2.500 Euro. Seit 1989 besteht der Verein Licht ins Dunkel, dem die Lebenshilfe Österreich, Rettet das Kind, die Gesellschaft Österreichischer Kinderdörfer – GÖK, die Kinderfreunde Österreich, die UNICEF, Caritas Österreich und die Diakonie Österreich angehören. Zweck des Vereines „Licht ins Dunkel“ ist die materielle und ideelle Unterstützung von behinderten Kindern und deren Familien, von Geburt an geistig und körperlich behinderten Menschen in Österreich, sowie die Förderung der statutenmäßigen Zielsetzung seiner Mitglieder. Die Tätigkeit des Vereins erstreckt sich auf ganz Österreich und ist nicht auf Gewinn ausgerichtet.

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