29. Januar 2025, 08:44
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Maschinenpark mit Wertgutachten dokumentieren
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beim Ankauf auf die Seriennummer achten
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forensische Methoden legen Dieben das Handwerk
In Deutschland und in ganz Westeuropa gibt es ein Problem: Diebstähle von Bau- und Landmaschinen nehmen massiv zu. Und das, obwohl vermehrt Kameraüberwachung und GPS-Tracker im Einsatz sind. Findige Diebe verkaufen gestohlene Maschinen oft ganz ungeniert weiter – mit geänderter Seriennummer. Wer eine gebrauchte Maschine kauft, sollte deshalb auf der Hut sein, nicht nur, wenn sie besonders günstig ist. Bestehen Zweifel an der rechtmäßigen Herkunft einer solchen Maschine, helfen die Experten von der FSP, die zum TÜV Rheinland gehört. Sie können mit Methoden der Forensik herausfinden, ob eine Seriennummer gefälscht ist. Das kann ehrlichen Geschäftsleuten viel Ärger ersparen.
„Forensische Methoden kennen wir vor allem aus dem Krimi“, erläutert Kay Dückert, bei der FSP zuständig für den Bereich Bau- und Landmaschinen. „Aber sie können auch zur Aufklärung von Diebstählen bei Autos und Maschinen sehr nützlich sein.“ Seine wissenschaftlich geschulten Kollegen haben ganz spezielle Methoden entwickelt, mit denen sie geschickten Dieben auf die Spur kommen.
Ist die Fahrgestellnummer auch echt?
Dreh- und Angelpunkt dieser forensischen Arbeit ist die Fahrgestell- beziehungsweise Serienummer. Sie ist normalerweise an einem tragenden Fahrzeugteil ins Metall eingeschlagen und so ziemlich untrennbar mit der Maschine verbunden. Ist die Herkunft einer Bau- oder Landmaschine unklar, prüfen die Experten im Kundenauftrag, ob die Nummer irgendwie verändert wirkt. Und das nicht nur mit bloßem Auge. Per Röntgengerät untersuchen sie, ob ein findiger Fälscher die Nummer verändert hat. Gehört die Nummer einem bereits als gestohlen gemeldeten oder gänzlich unbekannten Gerät, läuten auf jeden Fall alle Alarmglocken.
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Maschinen gut dokumentieren
Dückert empfiehlt Bauunternehmern und Landmaschinenbesitzern, ihren Maschinenpark sehr gut zu dokumentieren, zum Beispiel mit regelmäßigen Zustandsberichten und Wertgutachten, die seine Kollegen aus der FSP-Organisation gern im Kundenauftrag erstellen. „So habe ich gegenüber meiner Versicherung immer etwas in der Hand, falls Maschinen abhanden kommen einen Unfall haben.“ Darüber hinaus ist es aus seiner Sicht sinnvoll, alle Bau- und Landmaschinen per GPS zu sichern, um es Dieben von vornherein schwer zu machen.
Aber auch potenzielle Käufer teurer Bau- oder Landmaschinen können sich davor schützen, im guten Glauben Diebesgut zu erwerben. „Sie sollten immer das Typenschild der Maschine mit der Seriennummer vergleichen. Gibt es hier Abweichungen, sollten sie bereits Vorsicht walten lassen. Sie können dann einen Händler des betreffenden Herstellers kontaktieren, um sich über die Historie des Fahrzeugs zu informieren.“
Augen auf beim Maschinenkauf
Aus seiner Sicht ist das alles andere als übertriebene Vorsicht, denn Händler sind in der Regel über aktuelle Diebstähle informiert. Gibt es Anzeichen für angebotenes Diebesgut, ist es auf jeden Fall ratsam, schnell die Polizei zu informieren, während man versucht, den Verkäufer hinzuhalten, empfiehlt Dückert. „Damit schützen Kaufinteressierte nicht nur sich selbst, sondern auch andere ehrliche Unternehmer.“ Ist sich der Kaufinteressent bei der Seriennummer nicht sicher, kann er auf jeden Fall Unterstützung bei den Experten der FSP suchen. Sie können mit ihren gut entwickelten Methoden Licht ins Dunkel bringen.
Alle Fragen rund um das Thema Bau- und Landmaschinen beantwortet bei der FSP Kay Dückert. Er ist der erste Ansprechpartner für alle Dienstleistungen der FSP im Geschäftsbereich der Bau- und Landmaschinen.
Quelle: FSP Leitung und Service GmbH / TÜV Rheinland Group