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ZF bringt neuen motorabhängigen Nebenabtrieb für AS Tronic-Getriebe

ZF hat einen neuen motorabhängigen Nebenabtrieb entwickelt. Das Produkt mit der Bezeichnung NMV (Nebenabtrieb motorabhängig vorgebaut) wird im Sandwich-Prinzip zwischen dem Getriebe und dem jeweiligen Fahrzeugmotor eingebaut. Diese modulare Bauweise ermöglicht es, den NMV auch mit den automatischen, spritsparenden Getriebesystemen AS Tronic und AS Tronic mid zu kombinieren. Bislang waren von ZF motorabhängige Nebenabtriebe für die Nutzfahrzeug-Handschaltgetriebe Ecosplit und Ecomid verfügbar. Motorabhängige Nebenabtriebe sind besonders attraktiv für Nutzfahrzeuge, die für ihre Zusatzaggregate sehr hohe Drehmomente unabhängig von der Fahrgeschwindigkeit benötigen, etwa Betonpumpen, Mobilkrane und Flughafen-Löschfahrzeuge. Der neue NMV macht Drehmomente bis insgesamt 2.000 Nm an ein oder zwei Nebenabtriebsstellen verfügbar und verdoppelt damit die Abtriebsleistung gegenüber den bisherigen kupplungsseitigen Nebenabtrieben, die ZF bereits seit einigen Jahren mit der AS Tronic anbietet.

Das Produkt des ZF-Geschäftsfelds Sonder-Antriebstechnik wurde erstmals auf der Bauma 2010 der Fachwelt präsentiert. Zwei Bauweisen sind verfügbar: mit 1.000 oder mit 2.000 Nm Ausgangsdrehmoment. Der von ZF entwickelte motorabhängige Nebenabtrieb ist fest mit dem Gehäuse der AS Tronic- bzw. Ecosplit/Ecomid-Getriebe verbunden, verfügt über einen eigenen Kühlkreislauf und läuft immer mit der Motordrehzahl, unabhängig davon, ob die Kupplung geschlossen oder geöffnet ist. Erstmals sind mit dem Neuprodukt auch die automatischen und spritsparenden Getriebesysteme der AS Tronic-Baureihe mit einem NMV kombinierbar. Eine SAE-Schnittstelle gewährleistet den Anbau an alle gängigen Nutzfahrzeug-Dieselmotoren.

 

„Der Vorzug motorseitiger Nebenabtriebe ist, dass sie unabhängig von der Kupplung sind und immer mit Motordrehzahl laufen“ sagt Herbert Demel, Leiter der Produktlinie Sonderfahrzeugsysteme und für die Entwicklung des NMV verantwortlich. Daher sind verschiedene Spezialfahrzeuge auf Getriebe angewiesen, die sich mit einem solchen motorseitigen Nebenabtrieb kombinieren lassen, etwa Betonpumpen, Kanalreinigungsgeräte, Flugzeuglöschfahrzeuge und Mobilkrane. Alle diese Anwendungen benötigen für den Betrieb ihrer Pumpen eine entsprechend hohe Leistung. Bei Kränen etwa gibt es einen linearen Zusammenhang zwischen Drehmoment, Hubleistung und Rüstzeiten. Mit dem neuen motorabhängigen Nebenabtrieb können bisher übliche Rüstzeiten halbiert werden – ein deutlicher Beitrag zu mehr Wirtschaftlichkeit im Betrieb.
 
Ein weiterer Vorzug des NMV von ZF ist, dass es auf längere Betriebszeiten ausgelegt ist. Das wird zum einen durch den separaten Öl- und Kühlkreislauf gewährleistet. Wichtig ist dazu auch ein leistungsfähiger Torsionsdämpfer, der die Stöße ausgleicht, die durch die unregelmäßige Rotation der Kurbelwelle am Motorausgang entstehen.
Pressekontakt:
 
Georg Ehling, Leiter Marketing und Geschäftsentwicklung,
Tel. +49 7541 77-2199
Fax. +49 7541 77-902199

 

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