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Aker Wirth schließt Vertrag mit chilenischem Bergbau-Unternehmen

 

Innovativer Mobile Tunnel Miner für den Untertage-Kupferbergbau
 
Ende 2012 unterzeichneten Aker Wirth und der weltweit größte Kupferproduzent Codelco einen Vertrag über die Lieferung und Erprobung eines Mobile Tunnel Miners (MTM). Die innovative Maschine wird ab Mitte 2014 in der Chuquicamata-Mine in Chile getestet, in der künftig untertage Kupfer abgebaut werden soll.
 
In der Chuquicamata-Mine wird der Aker Wirth MTM ein Streckennetz anlegen, um den späteren Abbau des kupferhaltigen Gesteins vorzubereiten. „Bisher wurden solche Strecken in Kupferminen ins Gestein gesprengt“, erläutert Ulrich Frenzle, Vice President Mining & Construction bei Aker Wirth. „Mit dem MTM4 werden sie erstmals maschinell angelegt, wodurch die Effizienz des Vortriebs und die Sicherheit in der Mine massiv verbessert werden.“ Dafür muss die Maschine auch enge Kurven mit einem exakten Profil schneiden, was besonders hohe Herausforderungen an die Wendigkeit und Präzision der Maschine stellt.
 
Sicherer und effizienter Bergbau
Der Mobile Tunnel Miner kombiniert die Flexibilität einer Teilschnittmaschine mit der Robustheit einer Tunnelbohrmaschine. Die selbstangetriebene Maschine trägt mit vier kräftigen, mit Rollmeißeln ausgestatteten, hydraulisch bewegten Armen das Gestein ab. Das Bohrgut wird von einer Ladeschürze mit Ladescheiben über Ketten- und Bandförderer hinter die Maschine transportiert und dort verladen. Der Mobile Tunnel Miner ermöglicht nicht nur kreisförmige Querschnitte wie bei einer Tunnelbohrmaschine, sondern auch rechteckige und hufeisen- oder torbogenförmige Tunnel mit bis zu 6 m Bohrdurchmesser. Durch Drehgelenke in der Maschine beträgt der Wendekreis des 40 m langen MTM4 gerade einmal 24 m. Damit ist er an die Anforderungen in der chilenischen Kupfermine ideal angepasst.
 
Eine Innovation ist der Mobile Tunnel Miner auch in Hinblick auf seine Mobilität: mit einem Schreitwerk kann er sich flexibel vorwärts und mit einem Raupenfahrwerk auch rückwärts bewegen. Ein Richtungskontrollsystem sorgt dafür, dass die Maschine stets präzise ausgerichtet ist.
 
„Wir erwarten, mit dem MTM neue Maßstäbe in der Minenentwicklung zu setzen. Die Entwicklung stand ganz im Zeichen des quantifizierbaren Kundennutzens und der Sicherheit“, ist Frenzle überzeugt. „Im Vergleich zum Sprengvortrieb, der in diesen Gesteinshärten bisher üblich war, sollen mit dem MTM4 bis zu 12 m Streckenvortrieb pro Tag erreicht werden und damit die heutigen Leistungen mehr als verdoppelt werden“. 
 
Die Maschine arbeitet mit der speziellen Hinterschneidtechnologie und ist dadurch für besonders effizienten Vortrieb im Hartgesteins-Tunnelbau ausgelegt. Zudem schneidet sie sehr präzise Tunnelprofile, wodurch der Aufwand für den Tunnelausbau deutlich reduziert wird. „Je nach Projektgegebenheiten sind die Kosten für den Ausbau des Tunnels mehr als 30 % geringer als beim Sprengvortrieb“, fasst Frenzle zusammen.
 
Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Sprengvortrieb ist, dass der MTM deutlich weniger Arbeit von Personen an der Ortsbrust erfordert. Die Maschine wird von einer zentralen Steuerkabine aus bedient, die sich auf der Maschine befindet. Ein hoher Automatisierungsgrad minimiert den Kontakt von Personen mit beweglichen Teilen und Gestein. Durch seine Flexibilität kann der MTM zur Wartung zudem einfach von der Ortsbrust weggefahren werden, was ebenfalls die Sicherheit des Bedienpersonals erhöht.
 
Simone Grönemeyer

Manager Communications

P +49 2431 83-459 

F +49 2431 83-83 459 ½ 
Email: simone.groenemeyer@akersolutions.com

 

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