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Leander Kling

Digitalisierungsinitiativen in der Transportlogistik

Auf der transport logistic in München stellte die Transporeon Group mit zwei Vertretern renommierter Kunden am 10. Mai 2017 in einem Pressegespräch Strategien und Zukunftsszenarien in der Transportlogistik vor. Die Anwender der digitalen Plattformen Kühne + Nagel und Mars zeigten auf, wie sie als Logistikdienstleister bzw. Verlader die Digitalisierung in der Transportlogistik bereits heute für sich nutzen und welche Strategien sie für die Zukunft verfolgen.

Peter Förster, Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter Transporeon Group, machte deutlich: „Wir streben schon seit jeher danach, die Prozesse unserer Kunden zu verstehen und mittels digitaler Plattformen zu unterstützen.“ Aktuell gehe es für Transporeon vor allem darum, die Verfügbarkeit von Daten in Echtzeit für alle in die Supply Chain involvierten Partner herzustellen. „Dies ist die Voraussetzung dafür, neue Prozessabläufe zu entwickeln und zu beherrschen. So wird echte Kollaboration zwischen den Partnern möglich, die deutliche Effizienzsteigerungen mit sich bringen wird“, so Förster. Damit könnten auch die Kosten für beide Seiten, Verlader wie Spediteure, optimiert werden.

Förster hob hervor, dass seit September 2016 mit Kühne + Nagel auch einer der weltweit führenden Logistikdienstleister die Transporeon-Plattform nutzt.

Kühne + Nagel: Zahlreiche Initiativen der Digitalisierung

Stefan Paul, Mitglied der Geschäftsleitung der Kühne + Nagel International AG, verantwortlich für den Bereich Landverkehre, betonte, dass die Kooperation mit Transporeon im europäischen Landverkehrsgeschäft eine stärkere Integration und Interaktion mit den Carriern ermöglicht, was sich letztendlich positiv auf die Transportauslastung auswirkt.

„Unser Unternehmen arbeitet an einer Vielzahl digitaler Initiativen und evaluiert den Einsatz neuester Technologien, um den Kundennutzen und die Effizienz weiter zu erhöhen“, sagte Paul. Der Logistikdienstleister hat bereits vor vielen Jahren mit der Automatisierung und Standardisierung der Prozesse sowie der Etablierung eines Kundeninformationssystems begonnen und damit die Grundlage für die digitale Weiterentwicklung geschaffen. Kühne + Nagel war das erste Logistikunternehmen, das mit KN FreightNet den Kunden eine voll digitalisierte Plattform für Preisanfragen, Buchungen und Sendungsverfolgung zur Verfügung gestellt hat. Auch im Landverkehr soll die innovative Lösung auf europäischer Ebene eingeführt werden.

Mars: Aus Big Data müssen Smart Data werden

Björn Anderseck, Logistik Manager bei Mars Deutschland, erläuterte die Supply Chain Strategie des Herstellers von Fast Moving Consumer Goods (FMCG). Mars richte sich vollständig auf multilaterale Kollaboration aus. „Unsere Überzeugung ist: Nur dadurch lassen sich signifikant das Servicelevel steigern und Effizienz generieren“, sagte Anderseck. Die heutige Supply Chain zeichne sich durch viele verteilte und inhomogene Datenquellen aus.

Es seien zwar immer mehr Daten vorhanden (Big Data), noch werde aber die Aggregation und Verarbeitung dieser Daten vernachlässigt (Smart Data). Um hier Fortschritte zu erzielen seinen vor allem drei Säulen entscheidend: „Wir müssen die Logistikdienstleister technisch aber auch strategisch stärker einbinden. Es muss Echtzeittransparenz und eine End-to-End-Sichtweise hergestellt werden. Schließlich müssen wir mit den richtigen Partnern mutige Schritte machen, die gern über den Branchenstandard hinausgehen dürfen!“, forderte der Mars-Manager.

Zukunft der Handelbelieferung: Intelligenz und Visibilität

Leander Kling, Geschäftsführer von Mercareon, erläuterte, wie in der Software-Lösung künftig Intelligenz und Visibilität verknüpft werden wird: „Das bedeutet, dass die Rampensteuerung am Lagerstandort bereits startet, bevor das Fahrzeug eintrifft. Bei der Planung werden die voraussichtliche Ankunftszeitpunkt (ETA), die Ressourcenauslastung, der optimale Entladeort und vieles mehr berücksichtigt.“ In Zukunft werde man die Prozesse noch früher anstoßen und dadurch noch effizientere Abläufe in der Handelsbelieferung erreichen.

Peter Foerster

Quelle: Transporeon GmbH

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