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Der Verband der Europäischen Baumaschinen- und Gerätevermietern (ERA) kündigt pläne zut Förderung von Nachhaltigkeit an

DER ERA ERMITTELT ZWEI PRIORITÄTEN FÜR DIE ARBEIT IM BEREICH DER NACHHALTIGKEIT

Der Verband der europäischen Baumaschinen- und Geräteverleiher (ERA) hat seinen Plan zur Förderung von Nachhaltigkeit in der Geräteverleihindustrie umrissen und signalisiert, dass es dabei primär um den Dialog mit EUPolitikverantwortlichen und Chancen für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) im Bereich der Gerätevermietung geht.

Der Verband argumentiert, dass der Geräteverleih erhebliche Vorteile für die Nachhaltigkeit bietet, u. a. mehr Effizienz durch die intensive Nutzung moderner, vermieteter und intensiv gewarteter Geräte sowie die Kaufkraft von Geräteverleihern, die ihnen eine bessere Basis für Verhandlungen mit OEMHerstellern bezüglich nachhaltiger Designs verleiht.

Der ERA-Ausschuss für Nachhaltigkeit wird sich bei seiner Arbeit im kommenden Jahr auf zwei Bereiche stützen. Erstens auf die Chancen, die sich für kleinere Geräteverleiher mit der Nachhaltigkeit und der Zusammenarbeit mit nationalen Geräteverleihverbänden ergeben. Zweitens möchte er den Dialog mit Upolitikverantwortlichen bzgl. einschlägiger gesetzgebender Bereiche ankurbeln und die Vorteile der Branche hervorheben und bekannt machen.

Michel Petitjean, Generalsekretär des ERA, äußerte sich auf der Jahresversammlung des Verbands in Rom wie folgt dazu: „Nachhaltigkeit ist für unsere Branche eine wahre Chance. Sie kann bei Kunden eine maßgebliche Rolle spielen, indem sie ihnen zu einer effizienteren Arbeitsweise, zu besseren Umweltschutzmaßnahmen und besseren Arbeitsschutzmaßnahmen verhilft. Geräteverleiher und ihre Kunden müssen sich dieser Chancen für sich selbst als Unternehmen und zugunsten der allgemeinen Gesellschaft unbedingt bewusst werden.“

„Wir müssen Geräteverleihern, insbesondere kleineren Betrieben, jedoch mit praxisnahen Schritten dazu verhelfen. Ferner müssen wir uns vergewissern, dass politische Entscheidungsträger, die mit Wirtschafts- und Umweltaspekten ringen, erkennen, wo unsere Branche Wachstum fördern, Effizienzen sowie gleichzeitig die Nachhaltigkeit steigern kann. Diesen Vorteilen unserer Arbeit ist bisher noch nicht die Anerkennung widerfahren, die ihnen gebührt.“

Zur ERA-Tagung unter dem Motto „Nachhaltigkeit als Chance“ kamen 300 Delegierte, darunter 170 Führungskräfte von Baumaschinen- und Gerätevermietern sowie deren Lieferanten aus ganz Europa.

Die Arbeit des ERA, kleineren Verleiherfirmen zu helfen, beruht auf einem Ende 2014 durchgeführten Forschungsprojekt, das die Unterschiede zwischen Geräteverleihern unterschiedlicher Größe unterstrich. Größere Verleiherfirmen haben eher große Kunden mit Nachhaltigkeitszielen und sehen eher, wo sie ihnen dabei helfen können. Für kleinere Verleiherfirmen hingegen zählen in der Regel ausschließlich Kosten; für sie sind Nachhaltigkeitsauflagen eher lästig. Der ERA organisiert im November einen Workshop für nationale Verleihverbände, bei dem er sich speziell diesem Thema widmen wird.

Für den Dialog mit politischen Entscheidungsträgern in Brüssel und zur Hervorhebung der Vorteile der Geräteverleihindustrie arbeitet der ERA derzeit eine Dialogstrategie aus. Diese wird sich u. a. mit der Klassifizierung der Wiederverwendung aus rechtlicher Sicht befassen sowie mit der Möglichkeit, den Geräteverleih in diesem wichtigen Bereich mit aufzunehmen. Bei den vom ERA im Laufe des Vorjahres durchgeführten Untersuchungen wurden auch die folgenden von den Verleiherfirmen angewandten bewährten

Praxisstandards hervorgehoben:

--‐ Wahl von nachweislich nachhaltig tätigen Lieferanten

--‐ Wahl einer Maschinen- und Geräteflotte, die die Nachhaltigkeit steigert

--‐ Unterstützung von Nachhaltigkeit bei Kunden unter Zuhilfenahme

energieeffizienter Meßzahlen wie beispielsweise die benötigte

Stromversorgung

--‐ Verbesserung des Managements chemischer Produkte

--‐ Einleitung entsprechender Schritte zur Kontrolle des Geländezugangs

zwecks Steigerung der Arbeitsschutz aber auch der Bewachungs und

Zutrittssicherheit

--‐ Optimierung des Gerätetransports beispielsweise durch

Geschwindigkeitsbegrenzung und ein effizientes Verpacken

--‐ Senkung des Strom- und Wasserverbrauchs mit Hilfe von Solarzellen und

elektrischen Ventilen zur Reduzierung von Wasserverschwendung

--‐ Reduzierung des Abfallaufkommens und Recycling, darunter

Wiederverwendung von Öl und das Recycling von Batterien

--‐ Einführung von Maßnahmen nach abgelaufener Nutzungsdauer wie

beispielsweise die Wiederverwendung von Komponenten aus Maschinen,

deren Instandsetzung nicht mehr wirtschaftlich ist

--‐ Umsetzung von Maßnahmen zur Mitarbeiterbetreuung und zur Steigerung

der Sozialstandards, darunter Maßnahmen zur Steigerung persönlichen

Wachstums und der Sicherheit von Mitarbeitern

--‐ Ergreifen von Maßnahmen zur Einhaltung von Nachhaltigkeit wie

beispielsweise Einrichten einschlägiger KPI und Unterzeichnung

internationaler Standards.

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