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Exzellentes Berufliche Weiterbildungskonzept wird vom BMBF gefördert

Exzellentes Berufliche Weiterbildungskonzept wird vom BMBF gefördert
LandBauTechnik - Bundesverband e.V. Europa
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Exzellentes Berufliche Weiterbildungskonzept wird vom BMBF gefördert

„LBT Forward“ ist eines von 17 Projekten, welches im Innovationswettbewerb bundesweit besteht

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Große Freude herrschte beim LandBauTechnik-Bundesverband, als Bundesbildungsministerin Anja Karliczek gestern die nur 17 Projekte zur Förderung exzellenter Berufsbildung in einer live übertragenden Pressekonferenz vorstellte. Der Innovationswettbewerb „InnoVET“ ist Teil der Nationalen Weiterbildungsstrategie der Bundesregierung. Die hochkarätige Jury hat in der zweiten Runde des bundesweit ausgerufen Wettbewerbs eine Förderung für die Dauer von vier Jahren durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vorgeschlagen, mit dabei ist der LandBauTechnik-Bundesverband mit seinem Projekt „LBT Forward“. Unter 176 eingereichten Projektideen, setzte sich der Bundesverband schon in der ersten Runde des Wettbewerbs mit seinem Konzept durch. In sechs Monaten, von September 2019 bis Februar 2020, wurde der nun erfolgreiche Beitrag gemeinsam mit insgesamt fünf Verbundpartnern und zehn Kooperationspartnern aus Handwerk, Handel, Bildungsträgern, Herstellern und Hochschulen entwickelt.

„Das wird unserer Branche guttun und ist eine hervorragende Leistung unseres Teams und sichert ein Stück Zukunft“, kommentiert Ulf Kopplin stolz, Präsident des Land-Bau-Technik Bundesverbands. Schließlich fließen nun ca. zwei Million Euro in die Fortentwicklung des beruflichen Bildungssystems und auch in die Erprobung und Umsetzung gänzlich neuer Ideen. „Wir freuen uns, über die Anerkennung und das Vertrauen, dass die unabhängige InnoVET-Jury damit in das Erprobungs- und Umsetzungskonzept für eine moderne, attraktive und durchlässige berufliche Bildung und in die Gewinnung von Fachkräften für unsere Branchen setzt“, sagt Dr. Michael Oelck, Hauptgeschäftsführer des LandBauTechnik-Bundesverbands.

Die Kernidee des LBT-Projektes „LBT Forward“

Mit dem Projekt LBT Forward reagiert eine ganze Branche – Akteure aus Handwerk, Berufsbildung, Industrie aus verschiedenen Regionen – auf dynamische Entwicklungen, die die Kompetenzanforderungen an die Beschäftigten verändern und den Fachkräftemangel verschärfen. Am Beispiel des Land- und Baumaschinen-Mechatronikers wird ein nachhaltig, attraktives und durchlässiges Berufsbildungssystem weiterentwickelt, das dank eines fortlaufenden Berufsmonitorings an neue Bedarfe angepasst werden kann. Eine horizontale und vertikale Diversifizierung, die stärkere Verzahnung der unterschiedlichen Branchenteilnehmer und Bildungsakteure, der verschiedenen Teilbranchen sowie der Akteure in Land-, Bauwirtschaft, Handwerk und Handel, decken den Qualifizierungsbedarf und eröffnen neue Fach- und Führungskarrieren.

Lernortkooperationen von Herstellern, Hochschulen, Kammern und Handwerk verzahnen exzellente, gleichwertige Bildung und ermöglichen Spezialisierungen. Die Bildungsmodule und innovativen Vermittlungskonzepte sind nach bundesweiter Verstetigung über die spätere ordnungsrechtliche Verankerung des Erprobten bzw. die Übernahme in den Regelbetrieb für alle Marktteilnehmer zugänglich und nutzen den Bildungsakteuren.

Die modifizierte Berufsbildung unterstützt die nachhaltige Deckung des Fachkräftebedarfs durch Auszubildende, Quereinsteiger sowie digital qualifizierte und spezialisierte Beschäftigte, die bedarfsorientiert gefördert werden und Entwicklungsperspektiven erhalten. Die technologische wie wirtschaftliche Entwicklung der LBT-Branche wird angeregt, die digitale Transformation in den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gefördert, ihre Existenz gesichert und der ländliche Raum gestärkt.

Die Konzepte und Ergebnisse, die zunächst in den Teilbranchen Land- und Baumaschinen erarbeitet werden, sollen auf weitere Teilbranchen (z.B. Flurförderfahrzeuge), deren Berufsbildung noch unzureichend spezifiziert ist, transferiert und für die Modernisierung anderer Handwerksbranchen genutzt werden.

Projektpartner vom LandBauTechnik-Bundesverband e.V.

Verbundpartner:

  • Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade mit dem Kompetenzzentrum Nutzfahrzeug- und Landmaschinentechnik am Technologiezentrum Lüneburg (KOMZET Lüneburg)

  • Handwerkskammer Freiburg mit dem KOMZET Fahrzeugtechnik Baden-Württemberg und Digitale Zahntechnik (KOMZET Freiburg)

  • Verband des Landtechnischen Handwerks Baden-Württemberg (LTHW) bei der Geschäftsstelle des Verbands der Agrargewerblichen Wirtschaft (VdAW)

  • Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik an der Universität Hannover (HPI)

  • Gesellschaft zur Förderung des Forschungsinstituts für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln, ausführende Stelle: Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln (FBH)

Kooperationspartner:

  • Claas Service und Parts GmbH

  • Grimme Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG

  • John Deere GmbH & Co. KG 

  • Maschinenfabrik Bernard KRONE GmbH & Co. KG

  • JCB Deutschland GmbH

  • Zeppelin Baumaschinen GmbH

  • Craftguide GmbH

  • Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)

  • DLG e.V.

  • Innung Land- und Baumaschinentechnik Berlin Brandenburg (LV BB) und Landesverband der Fachbetriebe Landtechnik und Metallverarbeitung Brandenburg

  • Handels- und Handwerksverband Land- und Baumaschinentechnik Niedersachsen e.V.

Zum Hintergrund:

Mit diesem Projektvorschlag hat der Bundesverband die letzte Stufe des Bundeswettbewerbs „Zukunft gestalten – Innovationen für eine exzellente berufliche Bildung (InnoVET)“ erreicht. Dazu erklärt die Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Die Berufliche Bildung ist das Fundament unserer Wirtschaft, unseres Arbeitsmarktes und Startpunkt zahlreicher erfolgreicher Karrieren. Damit das so bleibt, brauchen wir mehr Innovation in der beruflichen Bildung. Beim Innovationswettbewerb InnoVET gehen die besten Ideen für die berufliche Bildung daher genau zum richtigen Zeitpunkt an den Start. Ziel des Wettbewerbs ist es, die berufliche Bildung attraktiver, leistungsfähiger und innovativer zu machen. Damit wollen wir sicherstellen, dass wir auch nach der Pandemie für den internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe gut aufgestellt sind. Denn als Innovationsland Deutschland wollen wir weiterhin an der Spitze stehen. Unser Land braucht in Zukunft, vielleicht noch mehr als heute, gut ausgebildete Fachkräfte.“

Für vier Jahre sollen insgesamt 80 Millionen Euro in die guten Ideen der 17 Projekte investiert werden. In diesen entwickeln regionale und branchenspezifische Akteure in sogenannten Innovations-Clustern gemeinsam hochwertige und attraktive Qualifizierungsangebote für die berufliche Aus- und Weiterbildung. Der Ideenvielfalt sind dabei keine Grenzen gesetzt. Von Künstlicher Intelligenz, über Systemvernetzung und Mikro- und Nanotechnologie – die Berufsbildungskonzepte treffen den Puls der Zeit.

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Der Innovationswettbewerb „InnoVET“ ist Teil der Nationalen Weiterbildungsstrategie der Bundesregierung. Das BMBF hatte Anfang 2019 Akteure der beruflichen Bildung aufgerufen, Ideen zu einer innovativen beruflichen Aus- und Weiterbildung zu entwickeln und sich beim Innovationswettbewerb „InnoVET“ für eine Förderung zu bewerben. Für die Konzeptphase gingen 176 Projektideen ein, aus denen die Jury – bestehend aus zehn Expertinnen und Experten der beruflichen Bildung – die zunächst 30 vielversprechendsten Ideen auswählte. Die ausgewählten Projekte hatten ab August 2019 ein halbes Jahr Zeit, ihre Ideen zu einem umfassenden Förderantrag für die Erprobungs- und Umsetzungsphase auszuarbeiten. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), das vom BMBF mit der Durchführung von InnoVET beauftragt ist, geht nun in die weitere Abstimmung mit den Projekten und lädt diese zu Antragsgesprächen ein. 

Quelle: LandBauTechnik - Bundesverband e.V.