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HUSS STELLT SICH IM EUROPA GESCHÄFT NEU AUF, ORGANISIERT DEN MARKT ÜBER DIE USA UND EIN STARKES LOKALES PARTNERNETZWERK

Palm Desert, USA/Dresden: HUSS Filter werden in Europa zukünftig über die Betriebsstätte der amerikanischen Gesellschaft HUSS Inc. vertrieben. Damit reagiert die HUSS Gruppe auf den stagnierenden Europäischen Markt und verlagert den Geschäftsschwerpunkt des Unternehmens in die USA und auf das Keramikgeschäft. Die Betriebsstätte in Großröhrsdorf bei Dresden organisiert den System- und Ersatzteilvertrieb sowie den Service der Systeme. Für die Kunden ergeben sich aus der Neuorganisation keinerlei Nachteile. HUSS Filter und Ersatzteile können wie gewohnt bezogen werden.

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Rezessionsbedingt stagniert der Europäische Nachrüstmarkt für Partikelfilter seit einigen Jahren. Die deutschen Umweltzonen sind meist später, kleiner und vor allem halbherzig umgesetzt worden. Das Motto: keine Regel ohne Ausnahmegenehmigung, beschreibt den allgemeinen Umgang mit der EUFeinstaubrichtlinie, wenngleich löbliche Ausnahmen und Initiativen, wie die des Berliner Senates, nicht unerwähnt bleiben sollten. Die Förderung der Umrüstung von LKWs durch Mautersparnis wurde nach jeder politischen Diskussionsrunde kleiner, bis sie letztlich jedwede Attraktivität für den Kunden verloren hat. Selbst im Heimatland der Partikelfilter, der Schweiz, ist die Förderung für On-Road Fahrzeuge wegen langer Amortisationszeiten mehr oder weniger wirkungslos verpufft.

DER EUROPÄISCHE MARKT FÜR RETROFITSYSTEME SCHWÄCHELT
Die Umweltzone in London wurde vorbildlich umgesetzt, kann jedoch nur als Einzelfall gelten, da selbst in England keine zweite Stadt über ein derart lückenloses CCTV Kamera Netzwerk verfügt wie London. Andere Europäische Länder üben sich in vornehmer Zurückhaltung und warten erst einmal ab, wie schon die letzten zehn Jahre. Diese Auflistung könnte noch eine Zeit lang fortgesetzt werden, das Ergebnis ist immer gleich: der Markt stagniert. Es sind nun einmal wirtschaftlich schwierige Zeiten und da ist das berühmte Hemd näher als die Hose. Daran kann auch die wegweisende Einstufung der WHO, dass Dieselabgase definitiv krebserregend für die Menschen sind, nur mittelfristig etwas ändern.

„WIR KONZENTRIEREN UNS AUF DIE KERAMIK UND DAS NACHRÜSTGESCHÄFT“
Dr. Thomas Rahn, CEO der HUSS, führt dazu aus: „Das Nachrüstgeschäft ist ja alleine schon von der Definition her ein endliches Thema. Das hatten wir immer im Blick und haben uns entsprechend vorbereitet. Darüber hinaus ist das Retrofitgeschäft immer vom politischen Konjunkturzyklus abhängig, was die Suche nach einer soliden Geschäftsbasis nicht gerade erleichtert. Die HUSS ist seit 1985 mit Nachrüstsystemen im Marktaktiv. Seitdem hat sich für uns vieles verändert. So hat sich das Hauptgeschäft seit einigen Jahren von Europa in die USA verlagert. Wir sind dort seit sechs Jahren sehr erfolgreich mit einer eigenen Gesellschaft vertreten, die unabhängig von anderen Gesellschaften der Gruppe agiert. Spätestens seitdem wir in New York über 1.000 Schulbusse nachrüsten, sind die letzten Zweifel darüber verflogen, wo der Markt der HUSS ist. Darüber hinaus sind wir seit 2005 in der Keramikentwicklung und -herstellung tätig. Damit ist offensichtlich, was unser tägliches Schaffen bestimmt: Keramik und der amerikanische Nachrüstmarkt.“

Dabei ist der Europäische Nachrüstmarkt nicht tot, er stagniert nur, und dies leider auf einem unerfreulich niedrigen Niveau. Nichts desto trotz gibt es immer wieder interessante Projekte in Anwendungsgebieten, abseits der altbekannten
Gabelstapler und Baumaschinen. Dr. Hans-Jörg Rembor, Technikchef der HUSS, erklärt den neuen Kurs: „Nur weil wir uns auf die Keramik und die USA konzentrieren, heißt ja nicht, dass wir uns aus Europa verabschieden. Im Gegenteil, wir haben uns durch die neue Organisation schlanker aufgestellt und sind damit wettbewerbsfähiger als vorher. Unseren treuen Kunden, die wir über Jahrzehnte aufgebaut haben, fühlen wir uns nach wie vor eng verbunden.

„WIR SIND IN EUROPA PRÄSENTER ALS ZUVOR“
Daher war es unser oberstes Anliegen, die Ersatzteilversorgung sicherzustellen. Diese wird ab sofort von Dresden aus organisiert, wo die HUSS Inc. ein Auslieferungslager eingerichtet hat. Der Systemvertrieb und die Servicekoordination werden ebenfalls von dort aus organisiert. Klar muss jedoch sein, dass der Markt die bisherige Bearbeitungsintensität nicht mehr hergibt. In Zukunft werden wir daher, in Vertrieb und Service, verstärkt auf unser etabliertes Partnernetzwerk setzen.“ Der Mann vor Ort, der die Pläne in die Tat umsetzen wird, ist der Commercial Director der HUSS Inc., Christian Bayer. Er ist seit 2003 mit der HUSS verbunden und kennt das Geschäft genau. 2010 ist er in die USA gezogen und widmet sich vor Ort zu 100% dem Nachrüstgeschäft der HUSS:

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HUSS USA: „WIR SIND BEREIT, DEN MARKT IN EUROPA KRÄFTIG AUFZUMISCHEN“
„Die Entwicklung in Europa hat uns nicht überrascht. Seit Mitte dieses Jahres haben wir bereits die Beschaffungsseite für die Europäischen Kunden mit abgedeckt. Wir freuen uns auf die neue Herausforderung, den Europäischen Markt aufzumischen. Mit unserer Betriebsstätte in Dresden und der dort vorhandenen Infrastruktur sind wir schnell handlungsfähig und immer ansprechbar für den Kunden. Wir verkaufen die Systeme hier in den USA baugleich wie in Europa, weshalb es für uns kein Problem ist, zusätzliche Märkte zu versorgen. Aber keine Angst, selbst nach etlichen Jahren in den USA, haben wir unsere Wurzeln nicht vergessen und wissen wie der Markt in Europa tickt.“

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